der architekt 3/20

spur der steine

architektur als dokument Auf vielfältige Art und Weise schreibt sich die Zeit als Spur in die Architektur ein. Architektur ist immer Zeugnis ihres Entstehens und ihrer Zeit. So hinterlässt etwa der Bauprozess Spuren, die vom Gemachtsein der Architektur zeugen, wie Schrauben, Schweißnähte, Gehrungsschnitte. Heute können Experten an Gebäuden sogar erkennen, mit welchem CAD-Programm sie entworfen wurden. Auch der Gebrauch zeichnet … Mehr lesen

editorial

wippe und kreuz

Mit der nationalstaatlichen Symbolik hat sich die Bundesrepublik immer schwer getan. Unvergessen, wie man in den frühen 1990er Jahren dem Bundesadler aus dem Bonner Plenarsaal ausgerechnet in der Herzgegend eine ordentliche Materialprobe entnommen hatte, um zu sehen, ob das Tier den Umzug nach Berlin überleben würde. Das Foto, das damals vom herzlosen Adler entstand, der wegen seiner Leibesfülle „Fette Henne“ … Mehr lesen

kritischer raum

Rauten im Licht

Neubau der Kirche St. Peter und Paul im Erzbischöflichen Priesterseminar Paderborn von Bieling Architekten, Kassel, 2017 Das Priesterseminar und die unmittelbar benachbarte katholische Hochschule in der Bischofsstadt Paderborn waren bis vor kurzem Ausbildungsstätten, denen man am baulichen Bestand anmerken konnte, dass eine Reform nottut. Immerhin müssen hier Seelsorger mitunter acht Jahre Ausbildung, darunter ein zehnsemestriges Theologiestudium hinter sich bringen. Mit … Mehr lesen

Jörg H. Gleiter

Spur der Steine

Architektur als Dokument Es gibt keine Gesellschaft, die ohne Formen der Erinnerung und des Gedächtnisses ist, so wie es keine Architektur gibt, die nicht Dokument ist. Das wurde 2019 beim Brand von Notre Dame in Paris wieder schmerzhaft sichtbar. Die Tragödie war ja, dass nicht ein Gebäude, sondern ein vielfältiges Dokument der französischen und europäischen Geschichte von der Zerstörung bedroht … Mehr lesen

Alexander Stumm

Die Stadt der Dokumente

Venedig zwischen Zerstörung und Erneuerung Seit der Renaissance betrachteten Architekten antike Bauten als vorbildlich. Es war nicht so, dass den Ruinen des untergegangenen römischen Reichs in den Jahrhunderten zuvor keine Beachtung geschenkt worden wäre, aber man sprach ihnen keinen Dokumentcharakter zu. Erst im 19. Jahrhundert begann unter Architekten und historischen Gelehrten eine Auseinandersetzung darüber, wie mit relevanten historischen Baudokumenten in … Mehr lesen

Gespräche mit Susanne Wartzeck

im virtuellen raum

Architektonische Räume prägen den Fluss der Gedanken und den Ton der Rede. Wenn die Räumlichkeit stimmt, kann auch das Zuhausebleiben Gedankenfreiheit eröffnen: BDA-Präsidentin Susanne Wartzeck und Chefredakteur Andreas Denk treffen sich wegen der Corona-Pandemie an einem nicht-existenten Ort im Internet. Sie fassen die Gelegenheit beim Schopf und sprechen über die Digitalisierung der Kommunikation, der Stadt, der Häuser und des BDA. … Mehr lesen

neu im club

Architektur als gelebter Raum

Simon Jüttner und Sebastian Kofink, Buero Kofink Schels BDA, München Wie die meisten Treffen in Zeiten der Corona-Beschränkungen findet auch das Gespräch mit Buero Kofink Schels über Videokonferenz statt: die Redaktion im Berliner Wohnzimmer, Sebastian Kofink im Münchner Büroraum und Simon Jüttner in seiner Küche im Allgäu. Doch während die fehlende persönliche Begegnung zunächst noch als Nachteil erscheint, zeigt sich … Mehr lesen

tatort

Form und Zweck

Wir suchen erneut ein Bauwerk, das eine besondere Rolle in der Nachkriegs-Architekturgeschichte spielt oder gespielt hat – sei es durch eine besondere Eigenschaft, eine ungewöhnliche Geschichte oder eine spezifische Merkwürdigkeit. Lösungsvorschläge können per Post oder E-Mail an die Redaktion gesandt werden. Unter den Einsendern der richtigen Antwort verlosen wir dieses Mal das Buch „Typisch Posener“ aus dem Jovis Verlag. Einsendeschluss … Mehr lesen