Buch der Woche: Neuperlach ist schön

Platten-Potential

„Neuperlach ist schön“ – wie zur stolzen Bestätigung dieses Titel-Statements wirkt die 700 Seiten starke und gefühlt fünf Kilo schwere Publikation wie eine Papier gewordene Manifestation besagter Münchner Großwohnsiedlung. Doch auch der Inhalt des Buches zeigt: Optimismus gegenüber der Weiterentwicklung von Plattenbauquartieren ist angesichts des Wohnungsmangels nicht nur notwendig, sondern bringt auch enormes entwerferisches Potential mit sich. Der monumentale Band, … Mehr lesen

Studierenden-Stipendium für Tagung in Tutzing Stadt als Lebensform

Stadt als Lebensform

Vom 18. bis zum 20. Januar 2019 findet die Tagung „Zusammenhalt. Stadt als Lebensreform“ in Tutzing statt, ausgerichtet vom Bund Deutscher Architekten BDA und der hiesigen Evangelischen Akademie. Hierfür vergibt der BDA noch drei Stipendien: darin enthalten sind die Übernahme der Teilnahmegebühr sowie Hotel- und Verpflegungskosten. Studierende können sich mit einer aussagekräftigen Positionierung zum Tagungsthema (circa halbe DIN-A4 Seite) bis … Mehr lesen

Andreas Knie

Neue Freiheiten

Jenseits des privaten Automobils Das Auto ist allgegenwärtig. Es war die Ikone der Moderne, das Versprechen auf Freiheit und Unabhängigkeit. Das Auto war Sinnbild für die Wohlstandsgesellschaft und Ausdruck der Exportstärke der deutschen Wirtschaft. Deutschland war wieder was in der Welt und neben dem Fußball trugen die deutschen Autos dazu bei, das Image Deutschlands nach 1945 zu verbessern. Doch diese … Mehr lesen

Wechselgespräch in Stuttgart

Wer macht Stadt?

Beim kommenden 48. BDA Wechselgespräch am 8. Oktober im Wechselraum Stuttgart soll es unter der Überschrift „Ohn(e)macht – Wer bestimmt das Bild der Stadt?“ um die Entscheidungsgewalt in Bezug auf öffentliche Bauten und städtische Plätze gehen. Die Veranstalter sehen den Qualitätsverlust in diesem Bereich gefährdet „angesichts von … Renditestreben beherrschter Investorenarchitektur in unseren Städten“. Das Bewusstsein der Verantwortlichen gegenüber der … Mehr lesen

Ausstellung im ZfBK in Dresden

Versiegelte Böden

Das Zentrum für Baukultur Sachsen ZfBK zeigt ab dem 9. Mai eine Ausstellung unter dem Titel „Flächenverbrauch und Zersiedlung – Ein Umweltproblem der Siedlungsentwicklung“. Das ZfBk will damit, zusammen mit dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, auf das Umweltproblem der zunehmenden Versiegelung von Böden hinweisen. Grund für diese Entwicklung ist die Verstädterung, durch die immer mehr natürlicher Boden mit Häusern, Straßen … Mehr lesen

Van Bo Le-Mentzel im Gespräch mit David Kasparek

Klein statt Groß

Von der Wichtigkeit des Hinterfragens Van Bo Le-Mentzel (*1977), geboren in Laos, wuchs in Berlin auf, wo er an der Beuth Hochschule für Technik Architektur studierte. Bekannt wurde er unter dem Motto „Konstruieren statt Konsumieren“ mit der Entwicklung der Hartz-IV-Möbel zum Selbstbau mit geringem Kostenaufwand. 2015 initiiert Van Bo Le-Mentzel die Tiny House University als ein Berliner Kollektiv aus Gestaltern, … Mehr lesen

Architecture Matters

Eine Frage der Ökonomie?

Bauen kostet Geld. Architektur kommt also ohne Investoren und Bauherren nicht aus – soweit nichts Neues. Viele Akteure im Bauwesen sehen derzeit jedoch eine Entwicklung, in der das Primat der Ökonomie zunehmend auch die Qualität der Architektur und damit auch der Stadt beeinträchtigt. Die jährliche Münchener Konferenz „Architecture Matters“ will in diesem Jahr unter dem fragenden Titel „Money Talks?“ den … Mehr lesen

Film und Diskussion zur Bodenfrage im DAZ

Warum schweigt die Gesellschaft?

In der Reihe „Wir müssen reden!“ zeigt das Deutsche Architektur Zentrum DAZ in Berlin am Samstag, den 16. Dezember, den Film „The Property Drama“ von Arno Brandlhuber und Christopher Roth. Der schon auf der Architekturbiennale 2016 in Venedig gezeigte Film beleuchtet eindrücklich die Zusammenhänge zwischen dem Zerfall sozialen Lebens in unseren Städten und den steigenden Grundstückspreisen. Die Bodenfrage – der … Mehr lesen

Buch der Woche: Offenbach ist anders

Chabos wissen, wer der Babo ist

Seit dem deutschen Beitrag zur Architekturbiennale in Venedig 2016 wissen wir, „Offenbach is almost alright“. Offenbach ist ganz in Ordnung also. Ausgangspunkt dieser zur These gemachten Aussage waren die Untersuchungen des Kuratorenteams Anna Scheuermann, Oliver Elser und Peter Cachola Schmal, die unter dem Eindruck der steigenden Flüchtlingszahlen das Potential Deutschlands als „Arrival Country“ zur Aufnahme all jener Vertriebenen ebenso beleuchteten … Mehr lesen

Buch der Woche: Gebaute Geschichte

Authentizität im Stadtraum

Der Begriff „authentisch“ steht in Diskursen um die Stadt hoch im Kurs – etwa in Hinblick auf Altstädte, Orte historischer Ereignisse oder auch lokale Bautraditionen. Ähnlich wie in anderen Verwendungszusammenhängen verbindet man auch in der Architektur mit Authentizität vor allem Positives. Was aber genau ein Gebäude authentisch macht, ist dabei nicht einfach zu beantworten. Der Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität, der sich … Mehr lesen