editorial

Große Erzählungen

In diesem Jahr wird mit einer Fülle von Ausstellungen, Vorträgen, Veranstaltungen und Publikationen der hundertsten Wiederkehr der Gründung des „Bauhauses“ in Weimar gedacht. Keine andere Kunst- oder Architekturschule dieser Zeit hat es zu einer vergleichbar andauernden, wenngleich durchaus ambivalenten Nachwirkung geschafft, keiner anderen Schule ist es wie dem „Bauhaus“ gelungen, ihren Namen zu einer Marke zu machen, die bei vielen … Mehr lesen

Das 23. Berliner Gespräch des BDA

Die Welt im Netz

Die Hashtag-Mentalität der Internet-Ära hat in den letzten Jahren das Schlagwort der Digitalisierung in die Hitliste der meistverwendeten Leerformeln gehievt. Nie ist vollständig deutlich, was Politik oder Wirtschaft meinen, wenn das Schlagwort fällt. Ist es die Versorgung der Gesamtbevölkerung mit hyperschnellem Breitband-Netz? Ist es die intelligente Steuerung der Stadt im Sinne einer Smart-City? Ist es die Revolutionierung der Arbeitswelt durch … Mehr lesen

Dirk Baecker

Eine Zeitenwende?

Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung Ich beginne mit einer Definition. Digitalisierung ist eine Übersetzung analoger Vorgänge in digitale Daten, die es ermöglicht, Frequenzen von Ereignissen zu erfassen und das Wissen um diese Frequenzen in die Systeme zurückzuspielen, die die Ereignisse produzieren. I. Digitalisierung ermöglicht somit das Registrieren, Protokollieren und die Kontrolle von Ereignissen in einem Modus, der mit dem Modus … Mehr lesen

Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing und des BDA

Zeit für Zukunft

Zum zweiten Mal nach 2016 luden die Evangelische Akademie Tutzing und der BDA vom 18. bis 20. Januar dazu ein, am Ufer des Starnberger Sees transdisziplinär über Stadt und Architektur nachzudenken. Der 2016er Titel „Die Stadt als Lebensform“ wurde auch 2019 übernommen, mit Blick auf die großen gesellschaftlichen Probleme unserer Tage aber um den Zusatz „Zusammenhalt“ ergänzt. Judith Stumpner, die … Mehr lesen

architekten und richter

Übe Bedacht

Der Architektenvertrag ist ein sensibles Gebilde, zumal er von einem umfänglichen Vertrauensverhältnis des Bauwilligen zum Planenden geprägt ist. Was im konkreten Vertragsverhältnis nun Vertrauen bedeutet, wie es ausgeprägt ist und wer es insbesondere von wem – auch in welchem Umfang – erwartet, muss im Einzelfall betrachtet und bewertet werden. Jedoch kann man konstatieren, dass selbiges hochfragil ist und wechselseitige Enttäuschungen … Mehr lesen