Andreas Denk (1959–2021)

Freier Radikaler

Andreas Denk, 1959 in Dortmund geboren, war Zeit seines Lebens Fan des Fußballvereins seiner Geburtsstadt. Gespräche mit ihm, oft bis tief in die Nacht, konnten zwischen eben diesem BVB, dem letzten Bau eines jungen Architekturbüros aus dem Bergischen über die Relevanz von Übersetzungsfehlern in der frühen Moderne-Rezeption bis hin zur Eröffnungsszene von Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu“ mäandern. Ohne inhaltliche Brüche. … Mehr lesen

Uwe Schröder

Raumverständnis für Architektur…

…und auch für Stadt „Architektur ist räumliche Philosophie.“(1) Mickaël Labbé Stellen wir uns die Architektur im Moment ihrer Entstehung vor und ziehen die Zeit von Entwurf und Bau zusammen, von der Idee bis zum Schlussstein, noch ohne Anrechnung eines sinnstiftenden Zwecks, ohne den Abgleich mit dem bestehenden Ort und ohne jede Annahme der verstreichenden Zeit, also das „Rahmenwerk“ gleichsam ohne … Mehr lesen

Heftvorstellung

Konstruktion als Grundlage

Anlässlich des Erscheinens der aktuellen Ausgabe von der architekt 6/19 sprechen die Architektinnen Heike Hanada (Heike Hanada Laboratory of Art and Architecture, Berlin) und Uwe Schröder (Bonn) mit der architekt-Chefredakteur Andreas Denk über die konstruktiven Grundlagen des Bauens. Der Talk findet am Mittwoch, 8. Januar 2020 um 19 Uhr im Deutschen Architektur Zentrum DAZ statt. „Konstruktion“ bedeutet aus sprachlicher Sicht das … Mehr lesen

der architekt 6/19

konstruktion

grundlagen der architektur IV „Konstruktion“ bedeutet aus sprachlicher Sicht das Fügen von Teilen zu einem Ganzen. Die Rolle der Konstruktion wird in der gegenwärtigen Architektur recht unterschiedlich gesehen. Von einigen wird sie als wesentliches gestaltgebendes Prinzip verstanden – andere streben an, den Zusammenhang zwischen architektonischer Gestalt und Konstruktion zu überwinden. Aber trägt eine „Freiheit in der Erscheinung“ dem Wesen der … Mehr lesen

Uwe Schröder

Architektonik des Raums

Zur Konstruktion in der Architektur „Schönheit ist nichts anderes als Freiheit in der Erscheinung.“ Friedrich Schiller, Kallias Briefe, 1793. Unter „Konstruktion“ verstehen wir von der sprachlichen Herkunft her zunächst ein „Zusammenbauen“, das Fügen von Teilen zu einem Ganzen, dann auch das so Gefügte selbst, welches mal mehr oder weniger der materialen Form des Bauwerks entspricht. Der vielfältige Begriff „Konstruktion“ lässt … Mehr lesen

4. Aachener Tagung „Identität der Architektur“

Architektur und Konstruktion

Bereits zum vierten Mal findet vom 30. bis 31. Januar 2020 die Aachener Tagung „Identität der Architektur“ an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen statt. Dieses Mal steht das Thema „Konstruktion“ im Fokus, zu dem renommierte Architektinnen und Architekten mit baulichen und entwurflichen Beiträgen Stellung nehmen. Unter den zahlreichen Referenten sind: Donatella Fioretti (Bruno Fioretti Marquez), Heike Hanada (Heike … Mehr lesen

kritischer raum

Wie man Orte macht

Bauten des Projekts „16 Stationen“ im Rahmen der Gartenschau Remstal, in Schwäbisch Gmünd von Florian Nagler, in Lorch von Hild und K, in Plüderhausen von Uwe Schröder und in Kernen im Remstal von Kühn Malvezzi, 2016 bis 2019 Der Weg ins Remstal führt durch die Stuttgarter Peripherie. Er zeigt die Probleme, die aus der Verschmelzung einer Metropole mit ihrem Umland … Mehr lesen

16 Stationen. Wanderungen im Remstal

Station 6+7: Plüderhausen bis Urbach

Station 6: Plüderhausen Uwe Schröder Architekt, Bonn Geokoordinaten: 48.800239, 9.604695 Auf einer der für das Remstal typischen Streuobstwiesen steht über der Ortschaft Plüderhausen der „Hochzeitsturm“ von Uwe Schröder. Der Bonner Architekt hat einen lokalen Ritus zum Ausgangspunkt seines Entwurfs gemacht: In Plüderhausen ist es seit einigen Jahren wieder üblich, wie zu Zeiten der Landesmeliorisation im 18. Jahrhundert, dass Paare nach … Mehr lesen

16 Stationen. Wanderungen im Remstal

Station 1: Essingen

harris und kurrle architekten, Stuttgart Geokoordinaten: 48.805220, 9.792834 Am Anfang ist die Quelle: Tatsächlich liegt die östlichste der architektonischen „Stationen“ in unmittelbarer Nähe zum Ursprung des Flüsschens Rems. Die architektonische Intervention des Architekturbüros harris und kurrle aus Stuttgart findet sich prominent an der Landstraße von Lauterburg nach Essingen, direkt an einer Bushaltestelle und im Brennpunkt eines kleinen Steinbruchs. Auf der … Mehr lesen

16 Stationen. Wanderungen im Remstal

Station 0: Im Remstal

Ein architektonisches Reisetagebuch Warum bewirbt sich eine wunderbare Flusslandschaft, in der kleine Städte, Fachwerkhäuser, Streuobstwiesen, Maisfelder und Weinberge das Landschaftsbild prägen, um eine Gartenschau? Das fragt man sich, wenn man von Stuttgart in das westlich gelegene Remstal einfährt. Was könnte nachhaltiger sein als der schwäbische Regionalismus, bei dem Landschaft, Architektur und Wirtschaftsweisen wahrscheinlich immer schon eine bodenständige Mentalität begründet haben, … Mehr lesen