Online-Symposium zu Gottfried Böhm

Zeitschnitte

Das Wirken des Kölner Architekten Gottfried Böhm begleitet die deutsche Architekturlandschaft seit den 1940er Jahren. Anlässlich des 100. Geburtstags des Pritzker-Preisträgers veranstaltet die Fakultät für Architektur der TH Köln ein ganztägiges Symposium im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Böhm100“. Am Freitag, den 27. November 2020 werden in je halbstündigen Vorträgen zehn Bauten Gottfried Böhms aus verschiedenen Phasen seines Schaffens von  Architekturwissenschaftlerinnen und … Mehr lesen

Buch der Woche: Computer in der Architektur

Architekturmaschine

Zuerst „nur“ Zeichenmaschine, später auch Entwurfswerkzeug, inzwischen sogar Medium des Geschichtenerzählens und interaktive Plattform: In den vergangenen 60 Jahren ist der Computer zum integralen Bestandteil der Architektur geworden – und er wird sie auch in Zukunft weiter verändern. Teresa Fankhänel hat sich für einen Moment aus dem Strudel immer neuer technischer Errungenschaften gelöst, um in einer Ausstellung am Architekturmuseum der … Mehr lesen

Buch der Woche: Kunst am Bau in der DDR

Die Wandbild-Entmüdung

Ob am Berliner Alexanderplatz oder im Stadthallenpark in Chemnitz: noch heute ist das künstlerische Erbe der DDR vielerorts nicht zu übersehen. Die öffentliche Wahrnehmung war jedoch jahrelang von einer „Wandbild-Ermüdung“ oder tiefsitzenden Vorurteilen geprägt. Spätestens der Erfolg des im Januar 2020 in der Akademie der Künste abgehaltenen Symposiums „Kunst am Bau in der DDR – gesellschaftlicher Auftrag, politische Funktion, stadtgestalterische … Mehr lesen

Buch der Woche: Architekturführer Frankfurt 1970–1979 und 1980–1989

Architektur als kulturelle Praxis

Wilhelm Opatz, 1962 geboren und studierter Innenarchitekt, führt mit Natalie Opatz in Frankfurt eine Kommunikationsagentur. Er ist ein guter Kenner der Architekturszene am Main und gibt seit 2014 im Zweijahrestakt gemeinsam mit dem Verein „Freunde Frankfurts“ eine bemerkenswerte Reihe von Architekturführern heraus. Die Bände „Frankfurt 1950–1959“ (vergriffen) und „Frankfurt 1960–1969“ erschienen noch im schweizerischen Niggli-Verlag, „Frankfurt 1970-1979“ und das nun … Mehr lesen

Kunst und/im/am Bau: Maurice van Tellingen

Modell und Wahrheit

Der in Amsterdam lebende und wirkende Künstler Maurice van Tellingen setzt sich in seinen Arbeiten mit alltäglichen Raummomenten auseinander. Seine Modelle zeigen – ähnlich einem Guckkasten – reliefartige Raumausschnitte von omnipräsenten Szenerien: etwa ein Garagentor, ein Gehweg oder zweckmäßigste Interieurs. Eine Werkschau van Tellingens im Karlsruher Architekturschaufenster präsentiert bis zum 13. November detailreiche Objektstudien von Raumöffnungen und Alltagsszenerien. Dabei sollen … Mehr lesen

kritischer raum

Vierzig Baumstämme und mehr Licht

Wegkapelle von John Pawson in Lutzingen-Unterliezheim, Landkreis Dillingen / Schwaben, 2018 Der Weg führt vom ehemaligen Kloster Unterliezheim und dem dazugehörigen Pfarrdorf hügelaufwärts. Durch das vielfältige Grün von Wiesen und Weiden läuft man über ein Sträßchen bis zum Waldsaum: Da wird – im Schatten des dichten Mischwalds fast verborgen – ein hoher Stapel dicker Baumstämme erkennbar. Auf den ersten Blick könnte es … Mehr lesen

Gespräche mit Susanne Wartzeck

im platanenhain

Räume bilden Gedanken: Auf der Mathildenhöhe, im 1914 vom Bildhauer Bernhard Hoet­ger skulptural ausgestatteten Platanenhain, am Fuß des von Olbrich 1905 entworfenen „Hochzeitsturms“, treffen sich an einem Septembernachmittag Susanne Wartzeck, die Präsidentin des BDA, und Andreas Denk, Chefredakteur dieser Zeitschrift. Dieser Ort hat eine besondere Bedeutung für den BDA: Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt berief 1898 sieben Künstler nach Darmstadt, … Mehr lesen

neu im club

Den Geist der Gebäude erhalten

Inga Soll und Heiko Sasse, soll sasse architekten BDA, Dortmund In einer ehemaligen Bäckerei im Dortmunder Kaiserviertel, die sie zu ihrem Büro umgebaut haben, sitzen Inga Soll und Heiko Sasse. Von zwei Seiten schauen interessierte Blicke in das Ladenlokal: durch das Schaufenster die Passantinnen und Passanten – durch ein virtuelles Fenster der Interviewer. Der Robert-Koch-Platz vor der Tür, mehr Parkplatz … Mehr lesen

Buch der Woche: Umbaukultur - Für eine Architektur des Veränderns

Was Bestand hat

Mit ihrem wachsenden Ressourcenverbrauch und stetig steigenden CO2-Emissionen ist die Bauindustrie zu einem ökologischen Problemfall geworden. Ein zukunftsgerichtetes Bauen bedarf daher innovativer Technologien und kreativer Lösungsansätze genauso wie einer (Rück-)Besinnung auf ressourcenschonendere Baupraktiken. Damit einher geht auch die Frage nach dem Potenzial unserer Städte, den dort in Bauwerken gebundenen Rohstoffen und dem Energieeinsparpotenzial bei Aktivierung von Leerständen. In ihrem Buch … Mehr lesen

Buch der Woche: Architektur in der Epoche der Kybernetik

Werkzeug unserer Zeit

„Die Maschine ist das Werkzeug unserer Zeit“, schreibt Konrad Wachsmann 1959 in seinem zum Standardwerk gewordenen Buch „Wendepunkte des Bauens“. Wachsmann war mit seinen Bauten wie in seiner Lehre stets auf der Suche nach Möglichkeiten, Industrialisierung und Architektur zu vermählen. Von den frühen Holzbauten, die er in den 1920er Jahren für das Oberlausitzer Unternehmen Christoph&Unmark entwickelte, bis hin zu den … Mehr lesen