Buch der Woche: Das Kotti-Prinzip

Manual für Selbstwirksamkeit

Der ehemalige Berliner Postzustellbereich Südost 36 ist im Laufe der Zeit Bestandteil derart vieler Erzählungen geworden, dass sich die Mythen und Legenden um diesen Teil der Stadt scheinbar verselbstständigt haben. Von Sven Regener in seiner „Lehmann“-Trilogie auf eine Art besungen, die die ganze Bandbreite zwischen hymnischer Verklärung der gemeinsamen Andersartigkeit all jener betont, die die unterschiedlichsten Biografien in diesen Teil … Mehr lesen

Buch der Woche: Bauhaus 1919 – 1933

Einstiegsdroge

Am Ende waren es nur 14 Jahre, die diese Schule existierte und doch kann man sich ihr anno 2019, einhundert Jahre nach ihrer Gründung, kaum entziehen. 1919 wurde das Bauhaus als eine Schule in Weimar gegründet, deren erklärtes Ziel die „Sammlung alles künstlerischen Schaffens zur Einheit, die Wiedervereinigung aller werkkünstlerischen Disziplinen – Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Handwerk – zu einer … Mehr lesen

Buch der Woche

Zeugnisse eines Handlungsreisenden

Peter Degen, 1970 an der ETH Zürich diplomierter Architekt, führte von 1975 bis 1994 gemeinsam mit Alfred Grazioli das Büro Argos in Basel und Berlin, danach leitete er die Geschicke des Büros bis 2012 alleine. Seit 2007 übernahm Degen, der 1994 als Professor für Stadtbautheorie und Stadtbaugeschichte sowie für städtebaulichen Entwurf an die Peter Behrens School of Architecture in Düsseldorf … Mehr lesen

Buch der Woche: Elemental

So weit erstmal

Bis zum 28. Februar 2019 zeigt das Louisiana Museum of Modern Art im dänischen Humlebæk als zweiten Teil seiner Reihe „The Architect´s Studio“ die Ausstellung „So Far… Elemental ǀ Alejandro Aravena“. Nach Wang Shu nun mit Aravena also der nächste Pritzker-Preisträger. Wie der Titel der Schau andeutet, handelt sich dabei um eine Art retrospektiver Bestandsaufnahme. Sowohl die beiden Kuratoren der … Mehr lesen

Buch der Woche: Eine Methode des Entwerfens

Struktur

Dass unsere Lebenswelt zusehends komplexer wird, ist so eine omnipräsente Aussage, dass sie schon zur Binse wird. Manche reagieren auf die Multikomplexität von Problemen, denen wir auf unterschiedlichen Ebenen begegnen, mit radikalen Vereinfachungen, ja falschen Zuschreibungen, andere versuchen, das Geflecht von Themen zu entwirren und zu ordnen. Der österreichische Architekt Dietmar Eberle ist jenen zuzurechnen, die diese Entflechtung mittels klarer … Mehr lesen

Buch der Woche: Gion A. Caminada und Florian Aicher im Gespräch

Landjäger und Strickbau

Um die Architektur Gion A. Caminadas ist in den letzten zwanzig Jahren ein regelrechter Hype entstanden. Erste Publikationen der Bauten in Vrin, dem Heimatort des Architekten, reichte man sich in den frühen 2000er Jahren wie kostbare Schätze weiter – glücklich, wer eines jener Büchlein sein eigen nennen konnte. Rückblickend erscheint die damalige und an vielen Orten aufblühende Rückbesinnung auf lokale … Mehr lesen

Buch der Woche: Costa Smeralda

Zwischen Mimikry und 007

In „James Bond 007 – Der Spion, der mich liebte“, dem zehnten Teil der legendären Filmreihe, gibt es die wunderbare Szene, in der Roger Moore als Agent 007 und Barbara Bach als Major Anya Amasova mit einem weißen Lotus Esprit aus dem Mittelmeer an den sardischen Strand fahren. Von Q, dem tüftelnden Erfinder des „Geheimdiensts ihrer Majestät“ mit allerlei technischen … Mehr lesen

Buch der Woche: Unbuilding Walls

Materialsammlung

Mauern können Umfriedung sein, Schutz vor dem Unbill der Umgebung bieten, das eigene Hab und Gut umhegen. Aber sie können auch Gefängnis sein für all jene, die nicht im Stande sind, sie zu überwinden. Ein solches war die Mauer, die Deutschland ab dem 13. August 1961 bis zu ihrer Öffnung 28 Jahre später trennte. Am 6. Februar dieses Jahres war … Mehr lesen

Buch der Woche: Fotografien von Klaus Kinold

Grammatik eines reichen Werks

Klaus Kinold, Jahrgang 1939, fotografierte schon während seines Architekturstudiums bei Rudolf Büchner und Egon Eiermann an der damaligen TH Karlsruhe. Als er sein Studium 1968 abschloss, wandte er sich gänzlich der Fotografie zu, fokussierte dabei mit dem Blick eines Architekten vor allem Gebautes. Man kann sich vorstellen, welch immenses Archiv in den letzten fünfzig Jahren angewachsen sein muss. Für den … Mehr lesen

Von den Pyramiden bis heute

Der Glaube an Größe

Die neu erschienene Publikation „Der Glaube an das Große in der Architektur der Moderne“ widmet sich den Megabauten der sechziger und siebziger Jahre und zeigt dabei die unterschiedlichen Denkansätze, nach denen man die gewaltigen Bauwerke konzipierte und gestaltete. Die Autorin Sonja Hnilica macht damit deutlich: Die schiere Größe in der Nachkriegsarchitektur wurde bislang zu Unrecht vernachlässigt. Für Verächter der großmaßstäblich … Mehr lesen