Buch der Woche: Offenbach ist anders

Chabos wissen, wer der Babo ist

Seit dem deutschen Beitrag zur Architekturbiennale in Venedig 2016 wissen wir, „Offenbach is almost alright“. Offenbach ist ganz in Ordnung also. Ausgangspunkt dieser zur These gemachten Aussage waren die Untersuchungen des Kuratorenteams Anna Scheuermann, Oliver Elser und Peter Cachola Schmal, die unter dem Eindruck der steigenden Flüchtlingszahlen das Potential Deutschlands als „Arrival Country“ zur Aufnahme all jener Vertriebenen ebenso beleuchteten … Mehr lesen

Buch der Woche: Durch Manhattan

Die Stadt als Wundertüte

Kaum eine Stadt ist so mit Klischees überfrachtet wie New York. Die meisten Menschen in der westlichen Welt meinen, ein gewisses Bild der US-amerikanischen Metropole vor Augen zu haben. New York war Hintergrund von so vielen Filmen, Musikvideos und historischen Ereignissen, so dass wir mindestens eine Idee von „Big Apple“ im Kopf haben. Ob das Woody Allens „Stadtneurotiker“ oder „Manhattan“ … Mehr lesen

Buch der Woche: Baukultur

Grundstein

Was für ein Konvolut! Dem zweiten Partizip des lateinischen convolvere folgend, haben der Architekturhistoriker Werner Durth und der Kunsthistoriker Paul Sigel für das epochale Werk „Baukultur. Spiegel gesellschaftlichen Wandels“ bereits 2007 die deutsche Architekturgeschichte seit dem Kaiserreich der Jahrhundertwende in einem dicken Buch „zusammengerollt“. Nun erscheint es in einer aktualisierten Studienausgabe – statt als schwerer Backstein kommt das Werk jetzt broschiert … Mehr lesen

Buch der Woche: Architektur in Japan

Deutungen eines Sehnsuchtsort

Neben der Schweiz ist Japan wohl das Land, auf das sich die meisten Architekturenthusiasten als Sehnsuchtsort und Quell neuer Ideen gleichermaßen einigen konnten. Anders jedoch als das bergige Nachbarland im Süden der Bundesrepublik, scheint dem Land der aufgehenden Sonne eine Art modische Wiederkehr gegeben zu sein. Schon Muthesius und Taut äußerten sich beeindruckt über Japan, Architekten der 1960er bis -80er … Mehr lesen

Buch der Woche: Snapshot

Nabelschau

Die beiden Brüder Ansgar und Benedikt Schulz sind zwei der aktivsten Architekten des Landes – nicht nur was ihre Bautätigkeit angeht. Beide leiten seit 2010 den Lehrstuhl für Baukonstruktion an der TU Dortmund, zudem publiziert das Brüderpaar regelmäßig. Zuletzt unter anderem das Lehrbuch „Perfect Scale“ zur Frage einer maßstabsgerechten Darstellung in der Architekturzeichnung. Seit Ende letzten Jahres liegt nun das … Mehr lesen

Buch der Woche: Otto Bartning

Am Puls der Zeit

Im Rahmen des Pressegesprächs zur Eröffnung der Ausstellung „Otto Bartning. Architekt einer sozialen Moderne“ (siehe der architekt 2/17, S. 12-13) am 30. März dieses Jahres erzählten die Kuratorin Sandra Wagner-Conzelmann und der Darmstädter Architekturhistoriker Werner Durth begeistert von der Sichtung des Nachlasses des 1959 verstorbenen Bartnings. Fast entschuldigend fügten beide an, der nun vorliegende Ausstellungskatalog sei eigentlich nur ein Vorspiel … Mehr lesen

Buch der Woche: „Arch+“-Doppelausgabe über Vietnam

Ohne Leben keine Kultur

In der Regel besprechen wir an dieser Stelle Bücher, die Mitglieder der Redaktion unter verschiedenen Kriterien bemerkenswert finden. Etwa, weil sie die aktuelle Diskussion zu einem spezifischen Thema bereichern, weil sie inhaltliche Maßstäbe setzen oder besonders fein gesetzt sind, durch ihre Bebilderung oder ihre grafische Konzeption auffallen. In diesem Fall erscheint es angebracht, davon abzuweichen. Die seit einiger Zeit vorliegende … Mehr lesen

Buch der Woche: Taut baut

Uneitle Verbeugung

Max Taut, 1884 in Königsberg geboren, ist unzweifelhaft eine der wichtigen Persönlichkeiten in der Deutschen Architekturgeschichte. Seit 1911 arbeitete er als selbständiger Architekt in Berlin, ab 1913 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Bruno und Franz Hoffmann. Max Taut war Mitglied im „Arbeitsrat für Kunst“, den er 1918 mit anderen mitbegründete und er veröffentlichte ab 1919 Beiträge in der von Bruno … Mehr lesen

Buch der Woche: Rudolf Schwarz

Monumentale Ordnung

Wie lässt sich christliche Sakralität und Spiritualität in moderne Architektur übersetzen? Der Architekt Rudolf Schwarz (1897-1961) lieferte mit seinen zahlreichen Kirchenbauten der 1930er bis 1960er Jahre einige maßgebliche Antworten zu dieser Frage. Unter dem Titel „Rudolf Schwarz and the Monumental Order of Things“, herausgegeben von Adam Caruso und Helen Thomas, ist eine englischsprachige, neue große Publikation zu dem wegweisenden Kirchenbaumeister … Mehr lesen

Buch der Woche: Frank Geiser – Hauptwerke 1955–2015

Geschlossener Kreis

Frank Geiser ist außerhalb seiner Geburtsstadt nur wenigen bekannt. Dennoch muss der 1935 in Bern geborene Architekt zu den Großen der an guten Architekten reichen Schweiz gezählt werden. Konrad Tobler, bis 2007 Kulturredakteur der Berner Zeitung, wo er ab 2000 das Kulturressorts leitete, macht diesen Umstand mit dem Buch „Frank Geiser. Architekt – Hauptwerke 1955–2015“ deutlich, das Ende des letzten … Mehr lesen