der architekt 2/20

gottfried böhm

typen – räume – figuren Gottfried Böhm ist der erste deutsche Architekt, der mit der höchsten Architekturauszeichnung der Welt – dem Pritzker-Preis – geehrt wurde. Zum 100. Geburtstag des bedeutenden Baumeisters beziehen jüngere Generationen Stellung zu seinem Werk. Zum einen nehmen sie seine skulpturalen Kirchenbauten wie die Wallfahrtskirche Neviges unter die Lupe, für die er besonders bekannt ist. Zum anderen … Mehr lesen

editorial

das ende der illusion

Die globalisierte Gesellschaft hat trotz ihrer regional unterschiedlich entwickelten Systeme, trotz der im Detail verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Systeme ein gemeinsames Credo: Es ist der Glaube an die Eigengesetzlichkeit von Waren- und Geldströmen, die am besten und am meisten nützen, wenn sie frei fließen. Diese bei genauerem Hinsehen anachronistische „Säftelehre“, die auf der irregulären Vorstellung der Welt als eines sich … Mehr lesen

kritischer raum

Drei Stücke für Auge, Leib und Geist

Max Dudler, Restaurierung und Ergänzung des Hambacher Schlosses, Neustadt an der Weinstraße, 2005 – 2018 Das Hambacher Schloss ist wie die Frankfurter Paulskirche einer jener wenigen Traditionsorte, in der die deutsche Demokratie ihrer Wurzeln in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gedenkt. 1832 war die Kästenburg bei Neustadt an der Weinstraße, später auch Maxburg oder Hambacher Schloss genannt, Ort des „Hambacher Festes“. … Mehr lesen

Zum 100. Geburtstag von Gottfried Böhm

Auf der Suche nach dem Gemeinsamen

von Andreas Denk Der Kölner Architekt Gottfried Böhm ist im Januar dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Ungewöhnlich an diesem Jubiläum ist nicht nur sein hohes Alter, sondern auch der Umstand, dass mit Böhm ein künstlerisch tätiger Mensch, der weite Teile des letzten Jahrhunderts mit seinen Entwicklungen, Brüchen, Fortschritten und Irrtümern erlebt hat und Teil daran hatte, in unsere Zeit … Mehr lesen

Haus Böhm, Köln-Weiß, 1954 – 1955

Ein großes Vorbild

von Martin Bredenbeck Eigenes Wohnhaus Erweiterung: Gottfried Böhm, 1962 – 1965 In den ersten Jahren seiner Selbständigkeit orientierte sich Böhm, insbesondere beim Bau von Wohnhäusern, an den Formen der zeitgenössischen internationalen Moderne. Ein weiteres Beispiel ist Haus Kendler in Köln-Junkersdorf. Bauhaus und Böhm – das denkt man im ersten Moment nicht unbedingt zusammen. Die virtuosen Betonskulpturen und fröhlichen Postmodernismen, die das Hauptwerk … Mehr lesen

Züblin-Haus, Stuttgart-Möhringen, 1981 – 1985

Warten auf die Stadt

von Christian Holl  Direktauftrag Nutzung: Bürogebäude Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Dörte Gatermann, Jürgen Minkus, Federico Valda, Klaus Beckmannshagen Nach seinen frei geformten, brutalistischen Ikonen hat Böhm auch einen kreativen Umgang mit der Bauweise in Betonfertigteilen gefunden. Ein weiteres Beispiel ist die Siedlung Talstraße in Saarbrücken. Diesen urbanen, ansprechenden Raum wünschte man sich in der City und nicht in einem unstrukturierten Neubaugebiet!“ … Mehr lesen

Gespräche mit Susanne Wartzeck

in der kathedrale der arbeit

Architektonische Räume stiften eine Atmosphäre, die sich auf unser Fühlen und Denken auswirkt. Diesmal haben sich Susanne Wartzeck, die Präsidentin des BDA, und Andreas Denk, Chefredakteur dieser Zeitschrift, für ihr architekturkulturelles Gespräch ein legendäres Bauwerk der Moderne ausgesucht. Sie treffen sich im ehemaligen Verwaltungsgebäude der I.G. Farben in Frankfurt-Hoechst, das Peter Behrens zwischen 1920 und 1924 errichtete. Die farbige Gestaltung … Mehr lesen

neu im club

Vernünftiger bauen

orange architekten, Anna Weber und Peter Tschada, Architekten BDA, Berlin Das Ladenlokal in der Eckertstraße 1 steht noch leer – nicht, weil es bisher keine Interessenten gegeben hätte, sondern weil das Geschäftsmodell zum Pioniercharakter des gesamten Hauses passen soll. Sie wünschen sich einen regionalen Lebensmittelladen, erklären Anna Weber und Peter Tschada, während sie plaudernd mit einem der Bewohner ihres Hauses … Mehr lesen