der architekt 1/17

glaube, liebe, hoffnung

empathie als grundlage der gesellschaft und ihrer architektur In Beiträgen von Annette Rudolph-Cleff, Barbara Eifert, Andreas Denk, Thorsten Nolting, Simon Runkel, Alberto Pérez-Gómez und Harald Welzer widmet sich das Heft der Tatsache, dass technisch-bauliche Lösungen allein nicht ausreichen werden, um unsere Kommunen und ländlichen Strukturen in dem Maße umzubauen, wie es der nicht mehr aufzuhaltende Klimawandel, die auch daraus resultierenden … Mehr lesen

editorial

posaunenengel

Seit nicht mehr erinnerbarer Zeit haben Politiker mehr und mehr vermieden, auf die Begründung ihres Handelns hinzuweisen. Sollte es, was wir hoffen, tatsächlich auch von anderen als eigennützigen Motiven geleitet werden, haben sie die Pflicht, über Optionen, Szenarien und mögliche Entwicklungen aufmerksam zu machen, die ihre Politik – das heißt: ihre Planung – begründen sollten. Stattdessen hat sich in der … Mehr lesen

Andreas Denk

Live and let live

Die Stadt und ihre soziale Resilienz Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass im Jahre 2050 bis zu 80 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben wird. Der Klimawandel, die fortschreitende Umweltzerstörung, globale Wanderungswellen und Urbanisierungsprozesse bilden ständig neue Herausforderungen. Klimaprojektionen lassen gravierende Auswirkungen von Hitzewellen, Überflutungen, „Starkregenereignissen“ und Stürmen für das Ende des 21. Jahrhunderts erwarten. Die Komplexität städtischer Systeme … Mehr lesen

der architekt 6/16

res publica

der raum des öffentlichen Im „Wettbewerb der Städte und Metropolen“ um die Ansiedlung von Unternehmen und Finanzdienstleistern arbeiteten viele Kommunen an ihrer „Markenbildung“. Für den Städtebau heißt dies meist, dass die Stadt als „Welt ohne Widersprüche“ inszeniert wird. Statt spezifischer Orte entstehen, unter gleichzeitigem Diktat der Kostenminimierung und der teilweisen Aufgabe kommunaler Verantwortung, Stätten des Konsums und der Freizeitgestaltung. Der … Mehr lesen

editorial

ritter, tod und teufel

Der deutsch-französische Publizist und Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit sprach neulich bei einer TV-Diskussion wahre Worte. Er sähe in der gegenwärtigen politischen Situation den großen Mangel, dass niemand in der Lage sei, der Emotionalisierung der Politik durch die Rechtspopulisten – nicht nur in der BRD –  entgegenzuwirken. Anstatt das Ideal einer offenen und freien Gesellschaft mit Leidenschaft zu verteidigen, starre man in … Mehr lesen

kritischer raum

Ein Architektur-Erlebnis

Der Umbau der St.-Agnes-Kirche von Brandlhuber+ Emde, Burlon, Berlin, 2012–2015 (Sanierung und Ausführung: Riegler Riewe Architekten) St. Agnes war ein katholisches Gemeindezentrum in der Alexandrinenstraße in Berlin-Kreuzberg, das nach Plänen von Werner Düttmann zwischen 1964 und 1967 entstand. 2005 gab die Gemeinde angesichts der rückläufigen Zahl der Gemeindemitglieder die Anlage auf.  Zwischenzeitlich mietete eine evangelische Freikirche die Räume für ihre … Mehr lesen

Andreas Denk

Res Publica

Der öffentliche Raum als demokratisches Ideal Die Divergenzen und Widersprüche, die die Gesellschaft unserer Zeit prägen, zeigen sich besonders deutlich in der völlig unterschiedlichen Bewertung, die der „öffentliche Raum“ unserer Städte derzeit erfährt. Auf der einen Seite ist insbesondere der mit Konsum verbundene Aufenthalt unter freiem Himmel und in der anregenden Atmosphäre urbaner Geschäftigkeit so beliebt wie niemals zuvor. Die … Mehr lesen

Spaziergänge mit Heiner Farwick

am warmen herd

Der November ist eine dunkle Zeit, die jedes Jahr aufs Neue mühsam ausgelotet werden will. Das erfuhren auch unsere beiden Protagonisten Heiner Farwick, Präsident des BDA, und Andreas Denk, Chefredakteur dieser Zeitschrift, als zum Ende des Herbstmonats die Termine für einen gemeinsamen Spaziergang knapp wurden. Stattdessen einigten sie sich auf ein Telefongespräch, das den Vorteil klimatischer und menschlicher Wärme trotz … Mehr lesen

Das 21. Berliner Gespräch des BDA

Zu spät für Pessimismus

Blauer Himmel, Sonne, Raureif an den Bäumen: Draußen ein klarer Berliner Wintersamstag, drinnen ein vollbesetzter Taut-Saal. Das 21. Berliner Gespräch im DAZ beginnt am 3. Dezember mit einer eher deprimierenden Bestandsaufnahme. BDA-Präsident Heiner Farwick zitiert den Klimaforscher Joachim Schellnhuber mit seiner These vom bevorstehenden „Umzug der Menschheit”, der durch die drohende Unbewohnbarkeit ganzer Landstriche aufgrund des Klimawandels erforderlich werden wird. … Mehr lesen

21. Berliner Gespräch im DAZ

Glaube, Liebe, Hoffnung

Unsere Gesellschaft wird in zunehmendem Maße mit Herausforderungen konfrontiert, über deren Ausmaß und Auswirkungen wir nur begrenzt Prognosen treffen können. Dazu zählen Entwicklungen wie der Klimawandel, andauernde Urbanisierungsprozesse und damit verbundene Migrationsbewegungen, die nicht zuletzt Einfluss auf die Gestalt unserer Städte nehmen. Technisch-bauliche Eingriffe werden nur einen Teil der zu erwartenden Probleme lösen – mindestens genauso ist die soziale Anpassungsfähigkeit … Mehr lesen