kritischer raum

Fiktive Harmonie

Das DomRömer-Quartier in Frankfurt von verschiedenen Architekten, 2009–2018 1994 verkaufte die Stadt Frankfurt ihr Technisches Rathaus, das an der Stelle der 1944 zerstörten Altstadt errichtet wurde, an eine Tochter der Deutschen Bank für 148 Millionen Mark. In einer Klausel wurde vereinbart, dass die Kommune das Gebäude nach zwölf Jahren für 136 Millionen Mark zurückkaufen könne. Unterdes hatte die Stadt jährlich … Mehr lesen

Hermann Holzknecht

Geschwisterpaar

Alpine Architektur und Wahrnehmungsvermögen Bauen in den Bergen unterscheidet sich in der Herangehensweise von Bautätigkeiten im urbanen Raum erheblich, weil die Rahmenbedingungen andere sind. Städtebauliche Aufgaben orientieren sich an einem Umfeld, wo Menschenwerk sich bereits manifestiert hat. Anders bei Projekten, die sich im alpinen Raum abspielen. Hier kommen unabdingbar von der Natur bestimmte Parameter zum Tragen, die bei Missachtung jeden … Mehr lesen

Pedevilla Architects

Alpenhotel

St. Jakob, Südtirol 2015–2017 Fast parallel zum Bergkamm, der die Grenze zwischen Österreich und Italien markiert, zieht sich das Ahrntal von Luttach nach Nordosten in Richtung Kasern. Etwa auf halber Wegstrecke liegt der Weiler St. Jakob. Im Tal schlängelt sich der Fluss, die Bergketten im Norden und Süden bilden den natürlichen Horizont. Hier haben die Brüder Alexander und Armin Pedevilla … Mehr lesen

Morpho-Logic

Kuhwiesenhanghaus

Trebesing, Österreich 2017 Das Münchner Büro MORPHO-LOGIC hat an einem Berghang oberhalb der Kärntner Gemeinde Trebesing ein kleines privates Ferienhaus realisiert, das einer Art optischem Verstärker gleichkommt. Erschlossen wird das ansonsten nicht weiter kultivierte und nach wie vor vom Nachbarhof als Kuhweide genutzte Grundstück nur durch einen schmalen Pfad, der vom PKW-Stellplatz an der Straße leicht geneigt zum oberen Rand … Mehr lesen

Architekturpreis 1:1

Prämierte Architektur

Beim Architekturpreis 1:1 des BDA Thüringen wurden in diesem Jahr drei gleichrangige Preise vergeben. Eingereicht waren insgesamt 28 Bauten, die seit 2015 in Thüringen realisiert wurden. Ausgezeichnet wurden das Projekt Eckermannhöfe in Weimar von motorplan Architekten BDA (Mannheim/Weimar) und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Weimar als Bauherrin, die **Radhaus titulierte Fahrradstation Erfurt von Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten BDA (Weimar) und der Landeshauptstadt Erfurt … Mehr lesen

tatort

Kontrast zum Monument

Wir suchen ein Bauwerk, das eine besondere Rolle in der Nachkriegs-Architekturgeschichte spielt oder gespielt hat – sei es durch eine spezifische Eigenschaft, eine ungewöhnliche Geschichte oder eine besondere Merkwürdigkeit. Lösungsvorschläge können Sie per Post, Fax oder E-Mail an die Redaktion senden. Unter den Einsendern der richtigen Antwort verlosen wir wie immer ein Buch. Einsendeschluss ist der 18. Mai 2018. Der … Mehr lesen

Tanzstudio in Köln

Strukturiert

Die Neusser Straße zieht sich scheinbar endlos vom nördlichen Abschluss des Kölner Rings gen Nordnordwest. Wie viele der Kölner Ein- und Ausfallstraßen ist auch sie ein Panorama städtischer Räume und ihrer jeweiligen Milieus. Unmittelbar am Ebertplatz beginnend, die ehemaligen Wall- und Fortanlagen des Inneren Grüngürtels kreuzend, ist sie in Nippes Teil eines bunten urbanen Viertels. Jenseits des Niehler Kirchwegs aber … Mehr lesen

Pritzker-Preis 2018 geht an Balkrishna Doshi

Ein Werk im Schatten

Der Pritzker-Preis 2018 für Architektur geht an Balkrishna Doshi. Der 1927 im indischen Pune geborene Architekt ist hierzulande eher wenigen Fachleuten ein Begriff. Zuletzt fiel sein Name unter anderem im Rahmen der im Deutschen Architekturmuseum DAM gezeigten Ausstellung „SOS Brutalismus“. Die dazugehörige Website sosbrutalism.org listet insgesamt sechs von Doshis Werken auf – darunter die abrissgefährdete Premabhai Hall (Ahmedabad 1956–1972) und … Mehr lesen

kritischer raum

Stolz der Stadt

Nicht nur im Fußball hält sich hartnäckig das Image der Stadt Bochum als „graue Maus“ im Revier. Der immer noch nicht überwundene Strukturwandel und die Schließung der Opel-Werke haben die Situation nicht sehr viel besser werden lassen. Trotzdem begegnet man im „Revier“ den Unwägbarkeiten des Lebens immer noch mit gutem Humor und Satire. Zumindest architektonisch verzeichnet Bochum allerdings immer wieder … Mehr lesen

Wohnhaus von Yonder in Stuttgart

Für die entscheidenden zwei Grad

Im Stuttgarter Südosten, den Weißenburgpark mit seinem legendären Teehaus im Rücken, hat das Architekturbüro Yonder Anfang des Jahres einen Wohnhausumbau fertigstellen können, der ein gutes Beispiel für das geflügelte Wort ist, nachdem Architektur immer nur so gut wird wie ihr Bauherr. Katja Knaus und Benedikt Bosch, die beiden Köpfe hinter Yonder (siehe der architekt 6/16, S. 82-85), haben auf dem … Mehr lesen