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Ein Herz für Eltern

Das Ronald-Mc-Donald-Elternhaus in Sankt Augustin von GRAFT, 2012–2014 Ein Krankenhausareal wie viele andere auch. Zwischen neuen Mehrfamilienhausquartieren von der Stange, ausdruckslosen Bürobauten einer Hochschule, im Übergang zu einer von allen Seiten attackierten Auenlandschaft: Hier, in Sankt Augustin bei Bonn liegt die Asklepius-Kinderklinik mit dem deutschen Kinderherzzentrum. Im Krankenhaus werden Kinder mit schweren und pflegeintensiven Leiden behandelt: Herzkrankheiten, Krebs, orthopädische Erkrankungen, … Mehr lesen

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Ein Architektur-Erlebnis

Der Umbau der St.-Agnes-Kirche von Brandlhuber+ Emde, Burlon, Berlin, 2012–2015 (Sanierung und Ausführung: Riegler Riewe Architekten) St. Agnes war ein katholisches Gemeindezentrum in der Alexandrinenstraße in Berlin-Kreuzberg, das nach Plänen von Werner Düttmann zwischen 1964 und 1967 entstand. 2005 gab die Gemeinde angesichts der rückläufigen Zahl der Gemeindemitglieder die Anlage auf.  Zwischenzeitlich mietete eine evangelische Freikirche die Räume für ihre … Mehr lesen

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Nichts ist, wie es scheint

Erweiterung des Sprengel-Museums in Hannover von Meili & Peter Architekten, Zürich, 2009–2015 1972 gewannen die Kölner Architekten Peter und Ursula Trint den Wettbewerb um ein Museum am Nordostufer des Maschsees, in dem unter anderem die vom Schokoladen-Hersteller Sprengel der Stadt Hannover gestiftete Kunstsammlung mit Hauptwerken der klassischen Moderne aufbewahrt und ausgestellt werden sollte. Zwischen 1975 und 1979 konnten sie das Bauwerk gemeinsam … Mehr lesen

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Die rote Wohnfabrik

Wohnen am Lokdepot von ROBERTNEUN, Berlin, 2006 – 2016 Die Monumentenbrücke an der gleichnamigen ost-west-orientierten Straße war lange Zeit ein typischer Ort in Berlin, an dem man die Weite und Härte der Stadt ablesen konnte. Das breite Bauwerk überspannte eine  Vielzahl von Eisenbahngleisen ziemlich genau zwischen Gleisdreieck und Südkreuz. Im Winter pfeift hier immer noch ein eisiger Wind über die Nord-Süd-Trasse. Die … Mehr lesen

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Ein Haus mit Beziehungen

Der „Kö-Bogen“ von Daniel Libeskind, Düsseldorf 2009–2015 Daniel Libeskind hatte in den 1980er Jahren regelrechten Kultstatus. Als einer der wenigen „Dekonstruktivisten“ (wenn dieser Begriff jemals passte, dann auf Eisenman und ihn) hat er es damals verstanden, den gezackten und springenden Formen seiner Gebäude eine Theorie zur Grundlage zu geben. Die Arbeit mit „Musenlinien“ machte die Form- und Raumgebung seiner Bauten … Mehr lesen

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Katechetische Schatulle

Katholische Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig von Schulz und Schulz Architekten, Leipzig, 2012–2015 Gute Architektur ist – heute mehr denn je – eine soziale Kunst. So ist es vielleicht die gedankenvolle, raumbildende Setzung in einem städtischen oder landschaftlichen Kontext, die sie bemerkenswert macht. Es ist vielleicht das um Beruhigung der Sinne und Einprägsamkeit bedachte Zusammenspiel von Körpern, Räumen und ihren … Mehr lesen

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Leviathan

Das Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main von Coop Himmelb(l)au, 2003–2015 Da steht er nun, der Riesenlümmel. Etwas sehr breitbeinig, fast behäbig hat er sich  am Mainufer aufgebaut, aber strategisch geschickt, denn hier kann er von weitem  gesehen werden. Und er bildet den neuen point-de-vue der nord-süd-orientierten Straßen im Frankfurter Ostend, die jetzt förmlich auf ihn zulaufen. Vorbei … Mehr lesen

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Acht zum Denken

Das Neue Gymnasium in Bochum von Hascher Jehle, Berlin, 2011–2013 Die Frage nach den Bedingungen einer Wissensgesellschaft entscheidet sich auch im Architektonischen. Dass der Raum dabei der „dritte Lehrer“ sei, ist dabei ein viel benutztes Diktum, das gleichermaßen wahrscheinlich wie unbewiesen ist. Neuere Schulbautypologien weisen darauf hin, dass großzügige Gemeinschaftsflächen, sorgfältig ausgestattete Lehrräume, schöne Mensen und überhaupt eine lichte Gestaltung … Mehr lesen

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Schlange am Turm

Das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen in Duisburg von Ortner & Ortner Baukunst, Wien/Berlin, 2007–2014 Der Duisburger Innenhafen hat das Zeug, irgendwann einmal zum Museum der Architektur der Neo-Moderne zu werden. Foster, Ingenhoven, Herzog und de Meuron und Gott weiß wer alles, haben hier ihre Spuren hinterlassen – meist halbwegs gutgemachte Standards, aber nichts Weltbewegendes. Charakteristische Architektur ist bislang nur in Form des Jüdischen Gemeindezentrums … Mehr lesen

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Ein Traum vom Leben

Uwe Schröder: Studentenwohnheim ROM.HOF, Bonn 2009 – 2014 Sonntagmorgen im „Waschsalon“ des ROM.HOFS. „Stört’s Sie, wenn wir hier fernsehschauen“? Das Girl ist vielleicht 14. Zu viert sind sie hierhin gekommen, zwei Jungs, zwei Mädchen. Jetzt sitzen sie an einem der Metalltische und zappen. Die „Herren“ verbergen ein Bierdöschen vor den eintretenden Erwachsenen. Sie kommen aus der benachbarten Siedlung. Kein einfacher Ort, diese … Mehr lesen