Alexander Stumm

Die Stadt der Dokumente

Venedig zwischen Zerstörung und Erneuerung Seit der Renaissance betrachteten Architekten antike Bauten als vorbildlich. Es war nicht so, dass den Ruinen des untergegangenen römischen Reichs in den Jahrhunderten zuvor keine Beachtung geschenkt worden wäre, aber man sprach ihnen keinen Dokumentcharakter zu. Erst im 19. Jahrhundert begann unter Architekten und historischen Gelehrten eine Auseinandersetzung darüber, wie mit relevanten historischen Baudokumenten in … Mehr lesen

Züblin-Haus, Stuttgart-Möhringen, 1981 – 1985

Warten auf die Stadt

von Christian Holl  Direktauftrag Nutzung: Bürogebäude Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Dörte Gatermann, Jürgen Minkus, Federico Valda, Klaus Beckmannshagen Nach seinen frei geformten, brutalistischen Ikonen hat Böhm auch einen kreativen Umgang mit der Bauweise in Betonfertigteilen gefunden. Ein weiteres Beispiel ist die Siedlung Talstraße in Saarbrücken. Diesen urbanen, ansprechenden Raum wünschte man sich in der City und nicht in einem unstrukturierten Neubaugebiet!“ … Mehr lesen

Geplanter Abriss der Zentralen Tierversuchslaboratorien in Berlin

„Mäusebunker“ in Gefahr

„Mäusebunker“ wird das Sichtbetongebäude der Zentralen Tierversuchslaboratorien in Berlin-Steglitz mit drastischer Klarheit genannt. Gerd und Magdalena Hänska entwarfen das Gebäude mit seinen wie Kanonenrohre aus der geböschten Fassade hervorschauenden blauen Lüftungsrohren zwischen 1969 und 1972. Erst 1981 wurde es fertiggestellt. Der Bau dient heute der Forschungseinrichtung Experimentelle Medizin (FEM) und gehört zum Berliner Universitätsklinikum, der Charité. Sie will den „Mäusebunker“ … Mehr lesen

Buch der Woche:

Schwimmbäder

Im diesjährigen Sommer jagt ein Hitzerekord den nächsten. Da erscheint für einige das türkisblaue Chlorwasser öffentlicher Schwimmbäder so verlockend wie nie. Für all die Architekturaffinen, die sich selbst nicht ins kühle Nass stürzen können, empfehlen wir die neue Publikation „Schwimmbäder“ von Matthias Oloew, die sich mit der 200-jährigen Geschichte des Bäderbaus beschäftigt. Es liege „einiges im Argen“ bei der „Betrachtung … Mehr lesen

IBA Thüringen revitalisiert Eiermannbau

Hotel Egon

„Ausgerechnet Apolda?!“, fragt die IBA Thüringen selbstironisch – nur um sich umso deutlicher zur mittelthüringischen Kreisstadt zu bekennen. Denn dort hat sie 2017 im sogenannten Eiermannbau ihre Geschäfts- stelle bezogen und entwickelt das Gebäude seitdem zu einem kreativen Zentrum, während in den Nachbarstädten Jena, Weimar und Erfurt die Räume knapp werden. Momentan fungiert der Eiermannbau gleichzeitig als Bürolandschaft, Ausstellungshalle und … Mehr lesen

Tagung und Ausstellung in Berlin zu U-Bahnarchitektur

Tiefgang statt Untergang

Die internationale Konferenz „Underground Architecture Revisited“ vom 20. bis 23. Februar in der Berlinischen Galerie widmet sich der architektonischen Gestaltung von U-Bahnhöfen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im europäischen Vergleich. Sie stellt damit Verkehrsbauten in den Mittelpunkt, die in besonderem Maße den städtischen Raum bestimmen und durch ihre oftmals prägnante Gestaltung unterirdische Identifikationsorte bilden. Erst 2017 wurden in Berlin … Mehr lesen

Ausstellung im martini|50 in Osnabrück

Umbau im Denkmal

Das Forum für Architektur und Design in Osnabrück martini|50 präsentiert ab dem 22. Oktober in einer Ausstellung die Gewinner des Gestaltungspreises der Wüstenrot Stiftung. Der im zweijährigen Turnus ausgelobte Wettbewerb mit wechselndem Thema zeichnet in diesem Jahr bundesweit Bauwerke aus, die einen herausragenden Umgang mit denkmalwürdiger Bausubstanz vorweisen. Gewinner des mit 15.000 Euro dotierten Preises ist das Büro Diener & … Mehr lesen

Andreas Hild

Der Primat des Sichtbaren

Ein ideeller Widerspruch zwischen Schein und Sein Häuser erhalten – im Unterschied zu gewollten Denkmälern wie Skulpturen oder Gedenktafeln – ihren Schutzstatus erst im Laufe der Zeit und durch besondere Deklaration. Dafür kommen unterschiedliche Gründe in Frage. Die rechtlichen Normen, wie beispielsweise das Bayerische Denkmalgesetz, berufen sich auf eine Anzahl verschiedener Kriterien wie die geschichtliche, künstlerische, städtebauliche, wissenschaftliche oder volkskundliche … Mehr lesen

Buch der Woche: Welche Denkmale welcher Moderne?

Heterogenität als roter Faden

Zur Frage, wie wir mit dem Gebäudebestand der Nachkriegsmoderne umgehen, sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Publikationen erschienen. Die Tatsache, dass eine rein zeitstrahltechnische Erfassung eine Vielzahl von Bauten unter Denkmalschutz stellen würde, hat zur Diskussion geführt, dass eine qualitative Einordnung des umfangreichen Gebäudebestands dringlich ist. Um welche Bauten geht es also? Und wie lassen sie sich architekturhistorisch einordnen? Das … Mehr lesen

Stahlprofile von Forster

Extra schmal

Seinen Siegeszug erlebte das Stahlprofilfenster insbesondere in den Industriebauten des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, die aufgrund ihrer Funktion über besonders große Fensteröffnungen verfügen mussten. Auch heute noch werden die Vorzüge dieser Fensterlösungen geschätzt, da sie eine besonders freie Gestaltung erlauben, feingliedrig und leicht wirken und ein eleganteres Erscheinungsbild ermöglichen als viele alternative Materialien. Auch bei der Renovierung oder … Mehr lesen