Dirk Baecker

Eine Zeitenwende?

Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung

Ich beginne mit einer Definition. Digitalisierung ist eine Übersetzung analoger Vorgänge in digitale Daten, die es ermöglicht, Frequenzen von Ereignissen zu erfassen und das Wissen um diese Frequenzen in die Systeme zurückzuspielen, die die Ereignisse produzieren.

I.
Digitalisierung ermöglicht somit das Registrieren, Protokollieren und die Kontrolle von Ereignissen in einem Modus, der mit dem Modus der Produktion der Ereignisse nicht identisch sein muss. Die Systeme werden „auf dem falschen Fuß erwischt“. Sie werden auf eine Weise reflektiert, die ihnen zunächst selbst nicht zur Verfügung steht. In technischen Systemen bedeutet das einen Gewinn an Steuerung, in sozialen Systemen einen Überschuss an Reflexion, in psychischen Systemen eine Faszination, die nicht weiß, wie ihr geschieht.

II.
Das „digitale Zeitalter“ wird in der Literatur mit einer Reihe von Stichworten beschrieben, die den Zusammenhang von Steuerung, Reflexionsüberschuss und Faszination genauer zu umschreiben erlauben.

(1) Elektronische Medien wie Telefon, Kino, Rundfunk, Fernsehen, Computer und das Internet ermöglichen eine instantane Kommunikation in Lichtgeschwindigkeit (McLuhan, 1964). Räumliche und zeitliche Abstände, die frühere Gesellschaften gekennzeichnet haben, schwinden, ohne dass deswegen Raum und Zeit verschwinden.

Matthäus Merian, Der Marktplatz von Bremen, etwa 1630

(2) Struktur und Kultur der Gesellschaft werden konnektiv im Sinne überraschender Querverbindungen zwischen Feldern, Bereichen, Systemen, die in der modernen Gesellschaft rational getrennt schienen (Schmidt / Cohen, 2013). Die Differenzierung der modernen Gesellschaft in Funktionssysteme wie Politik, Wirtschaft, Recht, Religion, Wissenschaft, Kunst und Familie wird auf die Differenzierung von Wertsphären oder Urteilskriterien zurückgenommen, deren Interdependenz die Orientierung sowohl komplexer werden lässt als auch mit neuen Ressourcen versorgt. Es entwickelt sich eine Netzwerkgesellschaft, in der jedes soziale System, dem es gelingt, sich auszudifferenzieren und zu reproduzieren, Anschlussfähigkeit in die Gesamtgesellschaft herstellen muss, sei es durch Konsens oder Dissens, durch Annahme oder Ablehnung, durch Kooperation oder Konflikt.

(3) Die Übersetzung analoger Vorgänge in digitale Daten führt zu einer erheblichen Ausweitung der Tiefenschärfe in der Erfassung von Ereignissen. Man spricht von einer Steigerung der Granularität (Kucklick, 2014), die die überlieferten Formen der Kategorisierung, Beschreibung und des Verstehens dieser Ereignisse überfordert. Es offenbart sich nicht nur in der Quantenwelt, sondern auch in der sozialen Welt eine Mikrologik der Ereignisse, einschließlich rätselhafter Phänomene der Überlagerung verschiedener Zustände (Ambivalenz) und Verschränkung ferner Ereignisse (Korrespondenz), mit der die moderne Rhetorik und Metaphorik von „Natur“, „Kultur“ und „Gesellschaft“ nicht gerechnet hat.

(4) Das digitale Zeitalter hat es mit zunehmend nicht-trivialen Maschinen zu tun (von Foerster, 1993), deren Transformations- und Zustandsfunktionen nicht per se interoperabel sind. Versteht man den Maschinenbegriff als ein Modell, das nicht nur technische, sondern auch organische, neuronale, psychische und soziale Systeme zu beschreiben erlaubt, bekommen wir es mit der Komplexität nicht-trivialer Systeme zu tun, deren Synchronisation ebenso unwahrscheinlich wie voraussetzungsreich ist. Die Einsicht in und der Umgang mit Komplexität im Sinne der grundsätzlich temporären Verschaltung prinzipiell inkommensurabler Systeme wird daher zu einer Basiskompetenz des digitalen Zeitalters. Die Zeit wird zur entscheidenden Variablen dieser Verschaltung, weil paradoxerweise nur der im Zeitverlauf erzwungene Zerfall und Wiederaufbau jedes Systems es erlaubt, deren Modus der Ausdifferenzierung und Reproduktion aufeinander einzustellen.

(5) Konnte die Inklusion der Bevölkerung in die Gesellschaft in der Moderne im Wesentlichen über Individualisierung im Sinne der Herauslösung aus Geburt, Herkunft und Stand gemeistert werden, so bekommen wir es jetzt zusätzlich mit Anforderungen der Personalisierung zu tun (Lupton, 2016), die jedem Individuum nicht mehr nur Undurchschaubarkeit und Adressierbarkeit, sondern auch Wiedererkennbarkeit und Selbstbindung zumutet. Ein Individuum ist, wer sich gemäß eigener Interessen an Politik, Wirtschaft, Kunst, Religion, Wissenschaft, Recht und Familie beteiligt. Eine Person ist, wer Bindungsbereitschaften ausflaggt, die Netzwerkkompatibilitäten zu kalkulieren erlauben. Nur Personen eignen sich als Elemente jener heterogenen Netzwerke, in denen Bezüge zwischen Orten, Praxen, Konventionen, Geschichten und Programmen zu idiosynkratischen Profilen gerinnen. Individuen können jederzeit weglaufen (Lehmann, 2011).

(6) Organisationen stellen sich durch Agilität auf das digitale Zeitalter ein (Robertson, 2009). Agilität bedeutet, dass die hierarchische Ordnung der Organisation aus der Vertikale in die Horizontale gelegt wird. Man hat es nicht mehr primär mit der Rangordnung von Oben und Unten zu tun, sondern mit der Rangordnung von Vorher und Nachher, Innen und Außen. Der klassischen Organisation fällt das außerordentlich schwer; Agilität ist hier ein Lippenbekenntnis. Doch in hochprofessionalisierten, interdisziplinär aufgestellten, technisch vernetzten Organisationen ist Agilität ein Synchronisationsmodus mit komplexen Umwelten, der es erlaubt, Anforderungs- und Bedarfsprofile in eng getakteten Arbeitsabläufen zu generieren, zu erproben und auszutauschen.

„Eine Art Dorf – eingefüllt mit gigantischen Baublöcken“: Stadtbaumeister Maarten Schmitt über die Generic City Den Haag, Foto: Rene Mensen (via flickr.com / CC BY 2.0)

(7) Und nicht zuletzt in dieser offenen Liste möglicher weiterer Punkte bekommt es das digitale Zeitalter mit einem neuen Verständnis von Gemeinschaft beziehungsweise community zu tun. In der professionalisierten Arbeit, in der Kunst und in sozialen Bewegungen entstehen Gemeinschaften, die sich nicht mehr auf eine wie immer erfundene gemeinsame Vergangenheit (Herkunft, Sprache, Religion) und ethnische Bindung, sondern auf eine gemeinsame, aber ungewisse Zukunft beziehen (Agamben, 2003). Eignete der vergangenheitsorientierten Gemeinschaft ein Hang zur Radikalisierung, da die „Wurzeln der Existenz“ mit jedem neuen Tag neuerlich gefährdet sind und das Bewusstsein laufend zu höchster Wachsamkeit aufgefordert ist (Plessner, 2002), so ist die zukunftsorientierte Gemeinschaft experimentell, behutsam und umsichtig. Sie pflegt nicht die Einheit, sondern die Differenz unter ihren Mitgliedern, weil sie nicht divers genug aufgestellt sein kann, um Gelegenheiten und Eventualitäten nicht nur gewachsen zu sein, sondern sie aufgreifen und verarbeiten zu können. Die kommende Gemeinschaft ist kein Bund, der sich auf einen Mythos der Vergangenheit beruft, sondern eine Heuristik, zu der man sich bekennt, weil sie zur Offenheit verpflichtet. Die Gemeinsamkeit entsteht aus der Verpflichtung auf eine Praxis, die sich auf eine Gegenwart bezieht, in der gelingt oder misslingt, was man sich vornimmt. Sich in dieser Praxis zu bewegen und aus ihr eine situative, gegenüber jeder Generalisierung skeptische Intelligenz zu gewinnen, ist dieser Gemeinschaft Bund genug.

III.
Die Stadt ist eine Einmalerfindung der menschlichen Gesellschaft, die sich in jeder der vier bisherigen Medienepochen der Gesellschaft erneut bewähren muss, aber auch unverzichtbar für die Suche nach einer neuen Struktur und Kultur der Gesellschaft ist. Die Stadt ist einer der symbiotischen Mechanismen der Gesellschaft (Luhmann, 1997, S. 378 ff.), indem sie deren Kommunikation durch Referenzen auf Räume, Orte, Wege, Gebäude und Bewegung auf Körper und Bewusstsein der Menschen bezieht und so sowohl zählt (die Möglichkeit der Wiederholung) als auch ordnet (die Möglichkeit der Ein- und Abgrenzung).

Die soziale Funktion der Stadt ist für jede Gesellschaft dadurch definiert, dass sie das Miteinanderleben von Menschen regelt und ermöglicht, die sich untereinander nicht persönlich kennen (Weber, 1990, S. 727). Stadt ermöglicht Anonymität. Sie emanzipiert die Zivilisation aus den Bedingungen persönlicher Bekanntschaft in der Stammesgesellschaft und ist so ein wesentlicher Mechanismus der weiteren Evolution der Struktur und Kultur der Gesellschaft. Sie stellt neue Variationsspielräume von Verhalten, Handeln und Kommunikation bereit und entwickelt Selektionsmechanismen zu deren Bewältigung. Sie ermöglicht es, sich dem Druck jeglicher Interaktion zu entziehen und strukturiert sich durch die Kultivierung entsprechender Negationschancen gegenüber kommunikativen Angeboten aller Art (Simmel, 1995). Ihre Ordnung ist eine strikt ökologische, insofern Nachbarschaften, Berufe, Märkte und das Nachrichtenwesen eine Orientierung sicherstellen, die ohne übergreifende Strukturen und ohne eine mit sich identische Kultur auskommt (Park/Burgess/McKenzie, 1967). Und ihre wichtigsten architektonischen Elemente sind die Abschirmung und die Verbindung zwischen Orten, die sich isotopisch, heterotopisch oder utopisch anziehen, abstoßen oder wechselseitig voraussetzen (Lefebvre, 1976; Feldtkeller, 1989).

IV.
Im digitalen Zeitalter wird diese Stadt generisch (Koolhaas, 1996). Sie gibt ihre funktionale Ordnung auf und beansprucht stattdessen, jeden funktionalen Bezug im Prinzip jederzeit an jedem denkbaren Ort aufrufen und realisieren zu können. An die Stelle einer funktionalen Ordnung, in der man jederzeit weiß, was man zu erwarten hat und was nicht, tritt ein Verständnis der Stadt als Protokoll ihrer selbst, in dem es nur vom mathematischen und statistischen Geschick der registrierenden Apparate abhängt, welche Reflexion denkbarer Möglichkeiten einem Ort aufgespielt wird. Die „elektronische Revolution“ ermöglicht Rückkopplungsschleifen, die überraschenderweise nicht zu Unfällen führen, wie William Burroughs noch annahm (und hoffte) (Burroughs, 1970), sondern zu neuen Profilierungschancen im Netzwerk komplexer Möglichkeiten.

Gegenwärtig ist kaum absehbar, was das heißt. Digitale Architekturentwürfe, Apps zur Unterstützung neuer Mobilitätschancen im Verkehr, autonome Fahrzeuge, Plattformen zur Vermittlung von Arbeit, Konsum, Fitness, Gesundheit und Unterhaltung vermitteln eine Ahnung davon, wie tiefgreifend die Digitalisierung in die Reorganisation von Raum und Zeit eingreift. Mit der Digitalisierung wird ein neuer „Verweisungsüberschuss von Sinn“ (Luhmann, 1997, S. 409) verfügbar, der die Vorstellungskraft herausfordert und jeden bisherigen Sinn der Gesellschaft unter einen Vergleichsdruck mit weitgehend unerprobten Möglichkeiten setzt, seien dies neue Formen von Arbeit, von Demokratie und Verwaltung, von Unterhaltung oder Erziehung, von Religion oder Kunst. Die einst kaum jemanden interessierende Kunst der Formulierung von Geschäftsmodellen wird zum Element tendenziell disruptiver Analysen und Produkt- und Leistungsentwicklungen. Das Reizwort der „Echtzeit“ erschließt neue Märkte des Handels mit Kapital, Arbeit, Sexualität und Tourismus.

Der symbiotische Mechanismus der Stadt wird um sensorische und motorische Schnittstellen zwischen Technik, Körper, Kommunikation und Bewusstsein erweitert. Jede Institution, jede Konvention, jeder Markt, jede Öffentlichkeit stellt sich auf mehr oder minder „katastrophale“ Veränderungen ein, die ein mehr oder minder radikales Umdenken ausgerechnet dort erfordern, wo man bisher mit Selbstverständlichkeiten rechnete, die keiner Aufmerksamkeit bedurften. Und doch scheint sich ein Muster herauszuschälen, das die Veränderungen zu beschreiben erlaubt. Digitalisierung gelingt überall dort und ist überall dort tiefgreifend und disruptiv, wo Kontrolle mit Kontrolle beantwortet werden kann.
Die Stadt war immer schon ein Ort der Inszenierung und Ausbeutung jener Komplexität, die sich aus der Synchronisation prinzipiell inkommensurabler Systemreferenzen ergibt.

Stadt als Medium ihrer selbst? New York, Foto: Jörg Schubert (via flickr.com / CC BY 2.0)

Jede Mauer macht evident, wo es nicht weitergeht, jede Fassade macht wahrnehmbar, was und was man nicht zu erwarten hat. Jede Straße führt von einem Ort weg und auf einen anderen Ort zu. Plätze, Türme, Schilder, Lichter und Passanten strukturieren und kultivieren die Stadt als einen nicht nur symbiotischen, sondern überdies semiotischen Raum, in dem Zeichen zu Symbolen werden und Symbole physische Referenzen für Kommunikation und Bewusstsein adressierbar machen. Das Muster einer Digitalisierung der Stadt, das allmählich und vielleicht trügerisch sichtbar wird, besteht nicht darin, dass jede dieser Symbiosen und Semiosen technisch unterlaufen werden kann, sondern darin, dass Kommunikation und Bewusstsein im Hinblick auf technische Anschlussbedingungen ihrer eigenen Operationen im medialen Raum ihrer bisher kaum denkbaren Alternativen analysiert, zerlegt und rekombiniert werden. Das aber setzt voraus, dass jede Schnittstelle als Form einer wechselseitigen Kontrolle ausgelegt wird. Diese wechselseitige Kontrolle kann asymmetrisch, zu ungleichen terms of trade ausgelegt und mit einer erheblichen Intransparenz ausgestattet sein, aber sie kann nicht vollkommen abwesend sein. Das digitale Zeitalter ist in der Hinsicht ein kybernetisches Zeitalter, als die Kybernetik auf die Zirkelstruktur der Kontrolle als Grundlage der Kontrolle komplexer Systeme aufmerksam gemacht hat.

Wenn die Annahme stimmt, dass die Funktionssysteme der modernen Gesellschaft aufgelöst und als Urteilskriterien jedem sozialen System im Netzwerk gesellschaftlicher Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, und wenn überdies die Annahme stimmt, dass sich soziale Systeme in diesem Netzwerk nur dann ausdifferenzieren und reproduzieren können, wenn sie in einer idiosynkratischen Art und Weise im Referenzsystem der Netzwerkgesellschaft ihr entsprechend „singuläres“, aber in dieser Hinsicht selbstähnliches (gesellschaftlich skalierbares) Profil ausbilden, dann kann man den Flaschenhals benennen, den die Digitalisierung der Stadt bewältigen muss: Man kann nur kontrollieren, wovon man sich kontrollieren lässt.

Was heißt das konkret? Wird man die digitale Stadt als ein rhizomartiges Geflecht selbstähnlicher Ansatzpunkte für eine in allen anderen Hinsichten nahezu beliebige Kombination von Macht auf der Basis der Androhung von Gewalt, Geld auf der Basis der Durchsetzung von Knappheit, Glauben auf der Basis des Versprechens von Gnade und Trost, Wahrheit auf der Basis von Evidenzerlebnissen und Kunst auf der Basis einer ästhetisch überraschenden Formfindung verstehen müssen? Ist dies eine unter Umständen nicht vollständige Liste von Kriterien, denen politische Bewegungen, kriminelle Netzwerke, unternehmerische Kampagnen, künstlerische Possen, wissenschaftliche Projekte und Jugendgangs gleichermaßen genügen müssen, die sich überdies untereinander nur durch die Nuancen unterscheiden, in denen sie auf die einen Kriterien mehr, auf die anderen weniger Wert legen? Genügt es, auf den Zwang zur Mitführung einer technischen Implementation, einer digitalen Anschlussstelle, einer elektronischen Kommunizierbarkeit zu verweisen, um diese Form einer singulären Ausdifferenzierung im selbstähnlichen Netzwerk gesellschaftlicher Möglichkeiten zu erklären?

Als „edge city“, „city of bits“ und „smart city“ virtualisiert sich die digitale Stadt zu einem Medium ihrer selbst. Jedes Zimmer, jedes Gebäude, jede Straße wird informativ. Luft, Wasser, Licht und Leute werden registriert, protokolliert und reflektiert. Erst jetzt merken wir, wie sehr wir auf die Stadt und allenfalls noch auf den kaum mehr glaubwürdigen Unterschied von Stadt und Land angewiesen sind, um uns, unser Handeln und Denken in dieser Gesellschaft zu orientieren. Wir misstrauen den Pionieren, die sich an unsere Konventionen nicht gebunden fühlen. Aber wir sind auf sie angewiesen, um beobachten zu können, wie sich die Stadt verändert. Man muss sich aus der Kontrolle lösen, um neue Kontrollchancen zu finden. Die soziologische Theorie kann Hypothesen formulieren, aber verändern kann sich die Stadt nur anhand der Reflexionschancen, die vor Ort, aus spezifischen Blickwinkeln, mit spezifischen Interessen und nicht zuletzt mithilfe eines mathematischen Vorstellungsvermögens der Relationierung heterogener Elemente identifiziert und ausgebeutet werden.

Prof. Dr. Dirk Baecker studierte Soziologie und Nationalökonomie in Köln und Paris, promovierte und habilitierte in Soziologie bei Niklas Luhmann an der Universität Bielefeld und forschte an der Stanford University, der John Hopkins University und an der London School of Economics, er lehrte unter anderem an der Universität Witten / Herdecke und der Zeppelin Universität Bodensee, bevor er 2015 den Ruf an den Lehrstuhl für Kulturtheorie und Management an der Universität Witten /Herdecke erhielt. Seine Arbeitsgebiete sind soziologische Theorie, Kulturtheorie, Wirtschaftssoziologie, Organisationsforschung und Managementlehre. Jüngste Veröffentlichung: 4.0 oder Die Lücke die der Rechner lässt (Merve, 2018).

www.uni-wh.de/baecker und
catjects.wordpress.com
E-Mail: dirk.baecker(at)uni-wh.de

Literatur
Agamben, Giorgio: Die kommende Gemeinschaft, dt. Merve, Berlin 2003.
Burroughs, William: Electronic Revolution, Expanded Media, Bonn 1970.
Feldtkeller, Christoph: Der architektonische Raum – eine Fiktion: Annäherungen an eine funktionale Betrachtung, Vieweg, Braunschweig 1989.
Foerster, Heinz von: Prinzipien der Selbstorganisation im sozialen und betriebswirtschaftlichen Bereich, in: ders.: Wissen und Gewissen: Versuch einer Brücke, Suhrkamp, S. 233-268, Frankfurt am Main 1993.
Koolhaas, Rem: Die Stadt ohne Eigenschaften, in: arch+ 132, S. 21–27, 1996.
Kucklick, Christoph: Die granulare Gesellschaft: Wie das Digitale unsere Wirklichkeit auflöst, Ullstein, Berlin 2014.
Lefebvre, Henri: Die Revolution der Städte, Syndikat, Frankfurt am Main 1976.
Lehmann, Maren: Theorie in Skizzen, Merve, Berlin 2011
Luhmann, Niklas: Die Gesellschaft der Gesellschaft, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997.
Lupton, Deborah: The Quantified Self: A Sociology of Self-Tracking, Cambridge / USA 2016.
Park, Robert E. / Burgess, Ernest W. /  McKenzie, Roderick D.: The City. Reprint Chicago, IL: University Press, Chicago / USA1967.
Plessner, Helmuth: Grenzen der Gemeinschaft: Eine Kritik des sozialen Radikalismus, Nachdruck, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002.
Robertson, Brian J.: Holacracy: The New Management System for a Rapidly Changing World, Macmillan, New York / USA 2015.
Schmidt, Eric / Cohen, Jared: The New Digital Age: Reshaping the Future of People, Nations and Businesses, John Murray, London/ GB 2013.
Simmel, Georg: Die Großstädte und das Geistesleben, in: Gesamtausgabe, Bd. 7: Aufsätze und Abhandlungen 1901 – 1908, Bd. I, S. 116-131, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft: Grundriß der verstehenden Soziologie, Studienausgabe, Mohr, Tübingen 1990.

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