Symposium "Annäherungen an Cäsar Pinnau"

Hochhaus, Jachten, Reichskanzlei

Als Cäsar Pinnau 1988 starb, hinterließ er ein umfangreiches Werk im In- und Ausland. Dennoch haben sich bis heute nur wenige Experten mit ihm beschäftigt – zu sehr determinieren seine Tätigkeiten für Albert Speer die Rezeption. Pinnau renovierte unter anderem 1937 das Reichspräsidentenpalais anlässlich des Staatsbesuchs von Mussolini, 1938 übernahm er die Innengestaltung der Neuen Reichskanzlei und später die Planung von Bauten für die anvisierte Nord-Süd-Achse in Berlin.

Ein Symposium im Altonaer Museum in seiner Heimatstadt Hamburg möchte nun eine „adäquate, historisch-kritische Annäherung an die Person und das Schaffen Pinnaus“ unternehmen. Gegenstand der Veranstaltung sind neben seiner Rolle im ‚Dritten Reich‘ seine Tätigkeiten in der Nachkriegszeit – von Villen für private Auftraggeber über die Ausstattung verschiedener Schiffe und Luxusjachten bis zur Reederei-Zentrale Hamburg-Süd und dem Olympic-Tower in New York. Sein Oeuvre wird dabei in den zeit- und stilgeschichtlichen Kontext gesetzt und mit Werken seiner Berufskollegen kontextualisiert, aber auch unter der erweiterten Perspektive des „Politischen in der Architektur“ befragt. Das Symposium ist darüber hinaus ein Ausgangspunkt für ein zukünftiges Ausstellungsprojekt.

Red.

Annäherungen an Cäsar Pinnau (1906-1988). Person und Werk in kritischer Analyse
Symposium im Altonaer Museum in Kooperation mit der Hamburgischen Architektenkammer
Donnerstag, 28. Mai bis Samstag, 30. Mai 2015
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten unter info@altonaermuseum.de
Programm

Altonaer Museum
Museumstraße 23
22765 Hamburg

 

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