Stahlsysteme von BDA-Partner Forster

Schlank und sicher

Über Sinn und Wichtigkeit von Messeauftritten wird derzeit wieder debattiert. Manch Hersteller hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr von dieser Plattform der Markenkommunikation verabschiedet und setzt auf alternative Instrumente, während andere Firmen  zufrieden damit sind. Der Schweizer Hersteller und BDA-Partner Forster gehört zu letzteren. Hier zeigt man sich durchweg einverstanden mit Aufwand und Ertrag des letzten Auftritts auf der Münchner Messe BAU, wie Norbert Jud, Leiter Kommunikation bei Forster erklärt.

Im Fokus von Forster Profilsysteme standen auf der diesjährigen BAU die Themen „nachhaltiges Bauen“ und „Sicherheitslösungen“. In den letzten Jahrzehnten hat sich Forster zu einem der führenden Hersteller von Profilsystemen aus Stahl und Edelstahl und Vorreiter für innovative Lösungen entwickelt.

In München wurde die Systemerweiterung Forster unico XS erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die filigranen Profile aus Stahl ermöglichen unerreicht schmale Ansichtsbreiten von 23 Millimetern für wärmegedämmte Fenster und Festverglasungen. Verdeckt liegende Beschläge für die drei Öffnungsvarianten „Dreh“, „Drehkipp“ und „Kipp“ erlauben eine Vielfalt von Ausführungsvarianten, zumal sie Glasdicken bis 60 Millimeter zulassen. Mit U-Werten bis zu 0,8 W/(m2.K) beim Festfeld und 0,9 W/(m2.K) beim Fenster entsprechen die Wärmedämmwerte den aktuellen Ansprüchen an Bauteile. Das Profilsystem besteht dabei komplett aus Stahl.

Die Schweiz und ihre Architekten üben seit geraumer Zeit eine Art Vorbildfunktion für hiesige Entwurfskultur aus – sowohl was gestalterische Lösungen im Entwurf als auch die Zulassung von Baustoffen und -teilen anbelangt. So ist etwa die Schiebetür EI30 auf Basis des bewährten Systems Forster fuego light schon seit einiger Zeit in der Schweiz zugelassen – und hat dort bei den Planern hohen Anklang gefunden. Auf der BAU hat Forster nun die Weiterentwicklung dieser Konstruktionsvariante vorgestellt, die dank vereinfachtem Aufbau mit neuen Verbreiterungs- und Labyrinthprofilen zusätzlich gewonnen hat. Ergänzende Prüfungen für die Kombination von Brand- und Rauchschutz wurden im Vorfeld durchgeführt, so dass die Schiebetür in Deutschland nun mit Zustimmung im Einzelfall verbaut werden kann. Die allgemeine Zulassung wird in Kürze erwartet.

Nicht nur auf Seiten der technischen Neuerung, sondern auch formalästhetisch haben die Eidgenossen nachgelegt. Vielen Architekten ist die sogenannte Mitnehmerklappe bei zweiflügeligen Türkonstruktionen ob ihres wenig attraktiven Aufbaus ein Dorn im Auge. Auf der BAU wurde im Januar eine verdeckt liegende Lösung vorgestellt. Damit verschwinden störende Aufbauten beim Türblatt. Diese neuen Mitnehmerhaken können sowohl in Brandschutztüren als auch in wärmegedämmten Türen eingesetzt werden.

Das Verschwinden lassen von störendem und technischem für die Gewinnung eines reduzierten und minimalistischen, aber dennoch funktionsfähigen und DIN-gerechten Bauteils, führt Forster mit der Vorstellung von Glas-Glas-Stößen fort. Die Brandschutzverglasung EI30 ist mit Elementhöhen bis zu 3.500 Millimetern möglich – minimale Fugen ermöglichen einen nahezu ungehinderten Durchblick. Wie auch bei der Schiebetür EI30 ist das Produkt in der Schweiz bereits zugelassen – sogar als Eckausbildung – jedoch nur mit Zustimmung im Einzelfall. In Kombination mit adaptierbaren Aussengläsern überzeugt das System zudem durch einfache und rationelle Endmontage auf der Baustelle. Neben integrierten Türschliessern können auch verdeckt liegende Bänder eingebaut werden, was bedeutet, dass ausser dem Drücker keine weiteren Beschläge mehr sichtbar sind.

Beim Blick auf die Messeneuheiten wird deutlich, dass Forster die bisherige Strategie mit einer sorgfältigen Ausweitung und Vervollständigung der bestehenden Produktlinien fortführt. So fusst auch die neue wärmegedämmte Fingerschutztür nach DIN 18650 mit isolierter Schwelle auf dem Standardsystem von Forster unico und benötigt nur ein zusätzliches Profil mit entsprechendem Dichtungskonzept. Beidseitig gleich feingliedrige Ansichten prägen den schlanken Aufbau, die isolierte Schwelle lässt sich vollständig in den Boden integrieren. Optisch ein Gewinn, wie auch die Erfüllung der Anforderungen nach DIN für barrierefreies Bauen.

David Kasparek

www.forster-profile.ch

Fotos: Forster

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