Architektursommer Rhein-Main und Veranstaltungsreihe des BDA Hessen

Zwischen Mitte und Rand

„Brückenschlag: Städte wachsen zusammen“, proklamiert der diesjährige Architektursommer Rhein-Main, der am 9. September eröffnet. In Offenbach, Frankfurt, Wiesbaden und Mainz wird innerhalb verschiedener Formate debattiert und vorgetragen, spaziert und zugehört. Die Themen der Workshops, Performances, Konzerte, Symposien und Kongresse spinnen sich mal mehr mal weniger eng um die Relation zwischen Metropole und Region, um öffentliche Räume in den Städten und auf dem Land, um Ortstypik, Dezentralität, medial gut ausgeleuchtete und weniger beachtete Räume in Stadt und Region. Eine Vielzahl von Gruppen und Institutionen aus den Feldern der Architektur, Stadtplanung, Kunst und Kultur versammeln sich unter dem Dach des Architektursommers; die Agenda ist jedenfalls dick und beim Scrollen der Programm-PDF braucht man einen ausdauernden Zeigefinger. Letztlich geht es den Veranstaltern darum, „innovative Ideen zu nachhaltiger Regionalplanung, Städtebau und Gebäudeplanung sowie Visionen zu Wohn- und Lebensraum zu erleben“.

Innerhalb des Architektursommers widmen sich mehrere Veranstaltungen des BDA Hessen unter dem Titel „Dezentral“ den ländlichen Räumen, den Dörfern und Kleinstädten, Stadtperipherien und der Verbindung zwischen dem (Stadt-)Zentrum und seinem Gegenpol, dem Rand. Programmatisch ist dem Flyer ein Zitat vorangestellt, in dem es heißt, man wolle sich der „anderen Hälfte“ der Menschheit widmen: Jener, die nicht in den Städten wohnt und wohnen wird. Den Auftakt bildet am 10. September das Symposium „Stadt von Übermorgen“, das in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR, dem Deutschen Architekturmuseum DAM und der HfG Offenbach ausgerichtet wird. „Das Symposium nimmt exemplarisch Zukunftsthemen in den Blick, die von ebenso grundsätzlicher wie für die Regionen Hessens besonderer Relevanz sind: Mobilität und Smart Cities, Baukultur 2030/2050 sowie regionale Peripherien“, schreiben die Organisatoren. „Diskutiert wird, welche langfristigen Herausforderungen sich Städte gerade als Teil der Region stellen müssen und welche Aufgabe Gestaltung dabei erfüllen kann.“ Der Ort der Veranstaltung verspricht, ein ungewöhnlicher zu sein: Es ist eine temporäre Bühne, die nach dem Konzept von feld 72, Wien (Michael Obrist), und ASRM F/OF (Felix Nowak, Stephanie Wellnitz, Kai Vöckler) direkt unter der A661 aufgebaut wurde. Bis Ende September folgen weitere „Dezentral“-Veranstaltungen wie Diskussionen, Buchvorstellungen und Workshops.

Im Anschluss an den Architektursommer, der am 27. September endet, findet vom 31. Oktober bis zum 8. November im ASRM-Zukunftspavillon auf dem Frankfurter Goethe-Platz eine Perspektivwoche statt, in der über die zukünftige Entwicklung der Region diskutiert werden wird.

Red.

Architektursommer Rhein-Main 2015
9. bis 27. September 2015
Programm
Eröffnungsfeier 9. September 2015, 18.00 Uhr
MAK – Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt am Main
Eröffnungsparty 9. September 2015 / 21 Uhr
ASRM-Plattform, unter A 661-Brücke, Offenbach

Dezentral. Dorf, Kleinstadt, Landschaft
Veranstaltungsreihe des BDA Hessen
ab 10. September 2015
Programm

Architektursommer Rhein-Main 2015
9. bis 27. September 2015
Programm
Eröffnungsfeier 9. September 2015, 18.00 Uhr
MAK – Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt am Main
Eröffnungsparty 9. September 2015 / 21 Uhr
ASRM-Plattform, unter A 661-Brücke, Offenbach

Dezentral. Dorf, Kleinstadt, Landschaft
Veranstaltungsreihe des BDA Hessen
ab 10. September 2015
Programm

Die Stadt von übermorgen
Symposium im Rahmen von „Dezentral“
10. September 2015, 11.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt frei
Programm

 

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