Ausstellung zu Alfred Arndt in Probstzella

Das Bauhaus im Wald

Es soll die letzte Ausstellung zum Bauhaus im Jubiläumsjahr sein: In Probstzella wird am 18. Dezember unter dem Titel „Das Bauhaus im Wald“ eine Schau über den Architekten Alfred Arndt eröffnet. Arndt hatte in Weimar studiert und zwischen 1930 und 1931 die Ausbauabteilung des Bauhauses geleitet – in der Folge entwarf und leitete er zwischen 1926 und 1960 zahlreiche Bauprojekte im Grenzgebirge zwischen Thüringen und Bayern. Für kleine Orte und Städte entstanden dabei Wohnhäuser sowie Fabrik- und Bürogebäude – laut den Ausstellungsmachern ein Œuvre abseits der bekannten Schauplätze, dessen Entdeckung überfällig war.

Das Ausstellungsprojekt, das Teil des Programms der Bauhaus-Universität Weimar im Jubiläumsjahr ist, zeigt Fotografien von Arndts Bauwerken, die erstmals recherchiert und dokumentiert wurden. Insgesamt sind dabei 43 Neu-, Um- und Erweiterungsbauten aus der wenig bekannten Region des Schiefergebirges zusammengekommen. Die Fotografie ist laut den Gestaltern der Schau auch deswegen das Medium der Wahl gewesen, da hierin das teils „unterschwellig Moderne“ der Werke herausgearbeitet werden konnte. Zur Vernissage sprechen unter anderem Elke Harjes-Ecker (Thüringer Staatskanzlei), Marko Wolfram (Landrat des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt), Dieter Nagel (Eigentümer des „Haus des Volkes“) und Dr. Mark Escherich (Architekturhistoriker). Zum selben Termin wird in den historischen Räumen des „Haus des Volkes“ – dem ersten Werk Alfred Arndts – die biografisch angelegte Dauerausstellung „Alfred Arndt. Ein Bauhausmeister in der Provinz“ eröffnet.

Elp

DAS BAUHAUS IM WALD – Alfred Arndts Architektur im Schiefergebirge
Eröffnung: 18. Dezember 2019
Ausstellung: 19. Dezember bis 31. Mai 2020
Eintritt frei
Galerie im
„Haus des Volkes“
Bahnhofstraße 25
07330 Probstzella

Foto: Mark und Maren Escherich

Foto: Mark und Maren Escherich

 

 

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