Werkbund ehrt Kenneth Frampton

Julius Posener Preis

Julius Posener (1904–1996) hat einen zentralen Beitrag zur Architekturtheorie und -kritik im 20. Jahrhundert erbracht, wofür er unter anderem bereits 1983 mit dem BDA-Preis für Architekturkritik ausgezeichnet wurde. Seinem hohen Ansehen und seinen wissenschaftlichen Leistungen ist es zu verdanken, dass nun ein Preis nach ihm benannt wurde. Dieser soll ab diesem Jahr herausragende Beiträge zur Geschichte und Theorie der Architektur und der Stadt würdigen. Der erste Julius Posener Preis – ausgelobt vom Deutschen Werkbund Berlin, für den Posener von 1973 bis 1976 als Vorsitzender tätig war – geht an den britisch-US-amerikanischen Architekten und Architekturhistoriker Kenneth Frampton.

Frampton machte sich in den achtziger Jahren unter anderem durch seine herausragende Publikation „Moderne Architektur – eine kritische Baugeschichte“ einen Namen. Weitere Werke zu Le Corbusier und Alvaro Siza sowie eine vergleichende Abhandlung zur Entwicklung der Architektur im 20. Jahrhundert folgten. Insbesondere für diese publizistische Tätigkeit wird Frampton nun auch vom Werkbund gewürdigt, wenngleich er auch als Architekt „bedeutende gebaute Spuren hinterlassen“ habe. In der Begründung der Jury wird zudem herausgehoben, dass Frampton sich nicht im „akademischen Elfenbeinturm“ verschanzt, sondern mit „ungewöhnlicher Integrität und Zivilcourage“ in die öffentliche Diskussion eingebracht habe.

Die feierliche Verleihung des Julius Posener Preises findet am 4. November in der Universität der Künste statt. Die Laudatio hält der ebenfalls mit dem BDA-Preis für Architekturkritik ausgezeichnete Publizist Niklas Maak.

elp

Julius Posener Preis 2016
4. November, 19.00 Uhr
Universität der Künste Berlin
Konzertsaal, oberes Foyer
Hardenbergstraße 33
10623 Berlin-Charlottenburg

Foto: privat/Werkbund

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