BDA-Partner: OGRO-Beschläge von DORMA

Klassiker in Berlin

Am 12. September diesen Jahres ehrt der Bund Deutscher Architekten BDA den Berliner Architekten Axel Schultes mit dem Großen BDA-Preis 2014. Mit dieser Auszeichnung würdigt der BDA Architekten, die eine spezifische Epoche der Architekturgeschichte geprägt und begleitet haben. Heiner Farwick, Präsident des BDA, erläutert in seinem Vorwort zur Festschrift, die der Verband anlässlich der Preisverleihung in Hannover vorlegt: „Der diesjährige Preisträger des Großen BDA-Preises, Axel Schultes, hat sich in besonderer Weise um die sinnstiftende und symbolträchtige Wirkung von Architektur verdient gemacht.“ Farwick betont in seinem Text vor allem auch das Berliner Bundeskanzleramt. „Das von Axel Schultes in Partnerschaft mit Charlotte Frank geschaffene Bundeskanzleramt und das Krematorium Baumschulenweg in Berlin, wie auch das frühere (in Partnerschaft mit Dietrich Bangert, Bernd Jansen und Stefan Scholz) errichtete Bonner Kunstmuseum eint eine Architektursprache, die ihre besondere Qualität und Raumwirkung aus dem feinen und wohlkomponierten Zusammenspiel von Licht und Dunkel, Öffnung und Volumen, Leichtigkeit und Schwere bezieht.“

Für das Bundeskanzleramt suchte Axel Schultes seinerzeit einen Türdrücker, dessen Design dem Ausdruck des Gebäudes gerecht wird und favorisierte einen Klassiker aus der Feder von Wilhelm Wagenfeld aus dem Jahre 1928. Da dieser aber nur in einer Messingversion existierte, entwickelte Axel Schultes mit OGRO by architects eine Edelstahl-Serie, spiegelpoliert inklusive der sichtbar verschraubten Rosetten und Schilder. DORMA passte das Modell den heutigen technischen Anforderungen eines solch renommierten Objektes an: 3.000 Türdrücker-Garnituren wurden schließlich für das Bundeskanzleramt produziert. Dazu die passenden Fenstergriffe und Sonderhebel sowie alle Feuerschutz- und Fluchtwegvarianten, womit der Drücker ein Comeback auf allerhöchster Regierungsebene erfuhr.

Neben der Ästhetik überzeugen die Türdrücker auch hinsichtlich Dauerfunktion und freier Winkelbewegung. Das Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen (MPA NRW) attestierte den DORMA Beschlägen zwei Millionen Betätigungen nach DIN EN 1906 – wobei deren Anforderung bei 200.000 Zyklen liegt. Dem Einsatz an hochfrequentierten Türen steht somit nichts im Wege. DORMA hat zudem die Ausschreibungstexte für die Beschläge aktualisiert und überarbeitet. Neu ist nun eine übersichtliche Aufteilung je Modellfamilie, für die jeweils eine Variante unter wwww.dorma.de bei dem jeweiligen Produkt zum Download bereit steht. Neben den Ausschreibungstexten stehen auch die MPA Zertifizierung sowie das EDP Zertifikat zum Download zur Verfügung.

In den Produkten der OGRO Linie von DORMA stecken über 140 Jahre Tradition: In der 1866 gegründeten Manufaktur für Beschlagtechnik von OGRO in Velbert werden die Türdrücker in Handarbeit gefertigt, geschliffen und veredelt. „Die Fertigung in Deutschland sichert nicht nur einen hohen Qualitätsstandard, sondern ermöglicht auch die nötige Flexibilität, um schnell und individuell auf Kundenwünsche eingehen zu können.“ So der Hersteller in einem Statement.

Seit den 1930er Jahren pflegt DORMA eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Architekten und Designern, die den Beschlag von jeher als Gestaltungselement der Architektur verstehen. Diese finden sich dann in der Produktlinie OGRO by Architects wieder. Für das Label hat DORMA inzwischen eine illustre Reihe von Architekten und Designern um Entwürfe gebeten, unter anderen sind dabei: Johannes Kister, Sergej Tchoban, Jean-Claude Welter (Web, Grevenmacher/Luxemburg), Jan Kleihues, Hans-Ullrich Bitsch und Hadi Teherani sowie Guido Canali und Gilberto Botti sowie der Architekt des Bundeskanzleramts: Der diesjährige Preisträger des Großen BDA-Preises Axel Schultes.

David Kasparek

www.dorma.de

Fotos: DORMA

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