Andreas Hild und Andreas Denk im Gespräch

Original und Fälschung

Zur Neubegründung des Authentischen in der Architektur Andreas Hild: Denkmalpfleger und Architekten verwenden den Begriff „Authentizität“ immer so, als sei völlig klar, was damit gemeint ist: Sie assoziieren „Authentizität“ im denkmalpflegerischen und architektonischen Raum mit „Echtheit“ und „Dauerhaftigkeit“. Dabei ist es auffällig, dass der aktuelle Diskurs, der den Begriff weiter klären könnte, an anderer Stelle stattfindet und eine komplexere Vorstellung … Mehr lesen

Stefan Burmeister: Aura und Authentizität im Museum

Der schöne Schein

Die einfache Frage nach dem, was Museen auszeichnet, lässt sich so einfach wie knapp beantworten: die Exponate. Es sind die originalen Objekte, die meist als notwendige Bedingung eines Museums gelten (Korff 2002). Sie sind quasi Zeitzeugen, denen eine besondere Qualität eingeschrieben zu sein scheint, die sie befähigt, über vergangene Sachverhalte zu informieren oder die Meisterschaft ihrer ehemaligen Produzenten zu bekunden. … Mehr lesen

Workshop am Schloss Solitude

Zitiereren und Kopieren

Wolfgang Beltracchi wollte seine Arbeit als genuin künstlerische verstanden wissen. Er beherrschte den malerischen Duktus eines Max Pechsteins, eines Max Ernsts und eines Heinrich Campendonks derart gut, dass er selbst gestandene Kunsthistoriker von der Originalität seiner Replikate überzeugte. Interessant an seinem – inzwischen in seiner Verurteilung gemündeten – Kasus ist, dass auch gänzlich neue Werke erfand. Er setzte sie aus … Mehr lesen