Podiumsdiskussion in der Akademie der Künste

Das Kulturforum nutzen

Das Kulturforum in Berlin versammelt einige der wichtigsten Architekturzeugnisse der Nachkriegsmoderne, gleichzeitig leidet das Areal an der „offensichtlichen Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, also der Vorstellung eines Forums und dem, was man hier tatsächlich zu sehen bekommt“, wie Matthias Sauerbruch es formuliert. Im wiedervereinigten Berlin hat das – ursprünglich am Stadtrand als Stadtlandschaft geplante – Kulturforum noch nicht seinen städtebaulichen Platz finden können. Im Rücken des Potsdamer Platzes gelegen, durchschnitten von der Stadtautobahn ähnelnden Potsdamer Straße, vermögen es die beeindruckenden Einzelbauwerke – wie Mies van der Rohes Neue Nationalgalerie und Scharouns Philharmonie – nicht, das Areal über ihre Funktion hinaus zu beleben und zu fassen.

Die Akademie der Künste greift das Thema Anfang Februar – nach der letztjährigen Diskussion im Rahmen der Ausstellung Kultur:Stadt – erneut auf und lädt zum Podiumsgespräch an den Pariser Platz. Unter dem Titel „Kulturforum Berlin 2.0.2.0“ sollen abseits von architektonisch-gestalterischen Fragen vor allem Nutzungen und Bedarf der Stadt und des Forums in den Fokus genommen werden. Thematisiert wird, was Berlin überhaupt bedarf und wie von den ansässigen Kulturschaffenden ein Mehrwert für die Stadt außerhalb ihrer Häuser ausgehen kann. Die Gesprächsrunde setzt sich aus einer Vielzahl illustrer Gäste zusammen: Begrüßen und einführen werden Wilfried Wang, Hermann Parzinger sowie Wulf Herzogenrath, sich dem Gespräch anschließen daraufhin Leonie Baumann, Michael Eissenhauer, Martin Hoffmann, Udo Kittelmann, Christophe Knoch, Christhard-Georg Neubert und Moritz Wullen. Tickets für die Veranstaltung gibt es Vorab per Email.
Red.

Kulturforum Berlin 2.0.2.0
Podiumsdiskussion
Montag, 3. Februar, 19.00 Uhr
Akademie der Künste
Plenarsaal
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Eintritt 5/3€

Foto: Dirk Laubner © Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

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