Ausstellung im Architekturforum Aedes

Auf alten Fundamenten

Von Gerkan, Marg und Partner (gmp) sind vor allem für ihre Großprojekte bekannt: Flughäfen, Kulturbauten und Bahnhöfe sorgen naturgemäß für Aufmerksamkeit und – oftmals emotional geprägte – Diskussionen. Nicht ganz so bekannt ist hingegen ihr Oeuvre, das sich dem Umgang mit historischer Bausubstanz widmet. Ein Beispiel ist das Hauptgebäude der Technischen Universität Hamburg-Harburg, das am Standort der ehemaligen Schwarzenbergkaserne entstand. Der unter Denkmalschutz stehende Bestandsbau von 1871 ist ein Ziegelbaukomplex und stand zuletzt größtenteils leer. Er wurde entkernt und saniert, wobei die Altbausubstanz mit den statischen Bauteilen im Inneren weitgehend erhalten blieb. Neue Bestandteile wie kubische Anbauten wurden ergänzt.

Das Architekturforum Aedes widmet dieser Sparte des Büros jetzt eine Ausstellung: „On Old Foundations“ heißt sie, es geht ums Weiterbauen auf alten Gründen. „Angesichts der Tatsache, dass es sich in Europa inzwischen bei über 65 Prozent des Bauvolumens in Städten um Neunutzungen historischer Bausubstanz durch Umbau, Sanierung und Erweiterung handelt, ist dies eine vorrangige und verdienstvolle Aufgabe, die große Verantwortung und Sensibilität voraussetzt und kaum dazu angetan ist, mit spektakulären Entwürfen Furore zu machen“, sagen die Kuratoren. „Vielmehr entsteht aus der Fügung zwischen Neu und Alt eine Architektur, die auf dem „Fundament des Vorhandenen“ basiert, um daraus etwas dem jeweiligen Ort angemessenes Neues zu schaffen.“

Die Ausstellung zeigt an exemplarischen Beispielen, wie sich die Architekten von gmp in ihren Projekten dem Thema des Ortes und seiner Geschichte nähern und welche unterschiedlichen Antworten sie darauf finden.

Red.

Auf alten Fundamenten. Bauen im historischen Kontext
Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg

bis 28. Mai 2015
Öffnungszeiten: Di bis Fr 11.00 bis 18.30 Uhr, Sa bis So 13.00 bis 17.00 Uhr

Aedes Am Pfefferberg
Christinenstraße 18-19
10119 Berlin

Fotos: Klaus Frahm, Hans-Georg Esch, gmp Archiv

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