13. BDA-Tag 2017 in Münster

Geliebte Stadt

Unter dem Titel „Die Stadt, die ich brauche – die Stadt, die ich liebe” findet am 1. Juli 2017 der 13. BDA-Tag im Theater Münster statt. Am Vorabend gibt es erneut einen Pecha-Kucha-Abend, an dem sich neu berufene BDA-Mitglieder vorstellen. Am Abend des 1. Juli wird dann mit Peter Zumthor der Preisträger des Großen BDA-Preises 2017 geehrt und im Anschluss gefeiert. Am Sonntag finden thematische Stadtspaziergänge statt, bei denen es auch Gelegenheit zum Besuch der Großausstellung „Skulptur Projekte 2017” gibt. Der BDA-Tag ist neben dem Berliner Gespräch eine der beiden jährlichen Veranstaltungen des BDA-Bundesverbands mit einer bundesweiten Ausstrahlung.

Das Symposium beschäftigt sich mit der Problematik, wie sich unsere Städte angesichts eines starken Bedarfsanstiegs und Wachstums entwickeln und welche Idee von Stadt hierbei realisiert wird. Es stellt sich den Veranstaltern zufolge die Frage, ob nun ein Stadtplanungsverständnis folge, „das die enorme Nachfrage in sich zufällig ergebenden Einzelaspekten abarbeitet, sich durch vorhaben-bezogene Planungen in einen aktionistischen Eifer treiben lässt und dabei die Komplexität städtischer Gefüge aus den Augen verliert“. Eine solche „zufällige Stadt“ aber wolle und brauche man nicht, so der BDA. „Eine Stadt, die wir brauchen und lieben, ist mehr als ein strukturelles Fundament – es ist eine Stadt, die den Anforderungen und Erwartungen ihrer Bürger als Lebensort mit einem ästhetisch-gestalterischen Anspruch und als sinnliches Erlebnis gerecht wird.“

Nach den Grußworten von BDA-Präsident Heiner Farwick, Staatssekretär Gunther Adler und dem Oberbürgermeister der Stadt Münster, Markus Lewe, wird der Münchner Kultursoziologe Armin Nassehi einen einführenden Vortrag halten. Es folgt eine Reihe von Thesen zur Stadt, die Heiner Farwick und BDA-Vizepräsident Kai Koch vorstellen. Unter dem Titel „Bewusstsein für die Stadt“ diskutieren am Nachmittag in drei Panels zunächst die Bürger, dann die Politik und schließlich die Verwaltung. Peter Haimerl (Peter Haimerl Architektur, München) und Tim Rieniets (Geschäftsführer StadtBauKultur NRW, Gelsenkirchen) werden dabei die Perspektive der Bürger einnehmen. Andreas Hofer (Leiter Forschung und Innovation, mehr als wohnen, Zürich) wird mit einem Bürgermeister das Bewusstsein im politischen Willen abhandeln. Das Bewusstsein im Verwaltungshandeln wird von Piero Bruno (Bruno Fioretti Marquez, Berlin) und der Münchner Stadtbaurätin Elisabeth Merk diskutiert. Moderiert wird die Veranstaltung von Andreas Denk, Chefredakteur von der architekt, und Robert Kaltenbrunner (Abteilungsleiter im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn/Berlin). Den Abschluss des Symposiums bildet der Vortrag „Stadt als Kultur“ von Kasper König, Künstlerischer Leiter der „Skulptur Projekte Münster

Ab 20 Uhr wird im von Staab Architekten entworfenen LWL Museum am Domplatz der Große BDA-Preis 2017 verliehen. Preisträger ist der Schweizer Architekt Peter Zumthor. Abgerundet wird der Tag vom traditionellen BDA-Fest am gleichen Ort. Für eine bessere Planung ist für alle Veranstaltungen eine Online-Anmeldung erforderlich. Das Programm finden Sie zum Download hier.

Red.

13. BDA-Tag 2017
Die Stadt, die ich brauche – die Stadt, die ich liebe
Samstag, 1. Juli, ab 10.30 Uhr
Theater Münster
Neubrückenstraße 63
48143 Münster

Verleihung Großer BDA-Preis an Peter Zumthor und Fest
Samstag, 1. Juli, 20.00 Uhr
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10
48143 Münster

Abbildung: © OpenStreetMap-Mitwirkende, openstreetmap.org / SCHWARZPLAN.eu

 

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