Vortrag und Film im Wallraf-Richartz-Museum

Gläsernes Heim

Mit dem Glass House in New Canaan, Connecticut, trieb Philip Johnson 1949 die Idee des transparenten Einraumhauses auf die Spitze. Inspiriert von Mies van der Rohes Farnsworth House – der auch die Möbel für Johnsons Haus konstruierte – entwarf er einen Glaspavillion, der sich komplett nach außen öffnet, und in dem die unterschiedlichen Nutzungsbereiche nur durch wenige Einbauten oder Materialwechsel angedeutet sind. Die verglasten Außenwände werden durch dezent platzierte Stützen und einem unauffällligen Geländer unterbrochen. Markant ist der gemauerte Kern, der, neben Kamin und Schornstein, die Nasszelle aufnimmt. Zu Recht erhielt der amerikanische Architekt für sein Werk 1979 den ersten verliehenen Pritzker-Preis.

Das UAA in Köln nimmt Johnsons Glass House als Auftaktveranstaltung für die neue Vortragsreihe ICONIC HOUSES – benannt nach dem internationalen Netzwerk bedeutender Architekturen aus dem 20. Jahrhundert, die öffentlich zugänglich sind. Seit 2013 ist das UAA selbst Mitglied von ICONIC HOUSES. Die Veranstaltung folgt damit dem von Natascha Drabbe (Direktorin des Schijndel Huis und von iconichouses.org) initiierten Programm, bei dem Direktoren von Iconic Houses eingeladen werden, ihr Haus zu präsentieren. In Kooperation mit dem Amerika Haus e.V. NRW lädt das UAA in Köln am 19. Februar in den Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums zu einem Vortrag von Henry Urbach, dem Direktor des Glass House. Anschließend wird der Film ´Philip Johnson: Diary of an Eccentric Architect´ gezeigt. Vortrag und Film finden in englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird jedoch gebeten.
Red.

ICONIC HOUSES – Das GLASS HOUSE
Mittwoch 19. Februar, 19.00 Uhr
Wallraf-Richartz-Museum
Obenmarspforten
50667 Köln
Eintritt frei

Fotos: Eirik Johnson, Stefan Müller

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