Andreas Denk

Integrale Intelligenz

Architektur als Teil einer „Lebenswissenschaft“

Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor;
Heiße Magister, heiße Doktor gar
Und ziehe schon an die zehen Jahr
Herauf, herab und quer und krumm –
Meine Schüler an der Nase herum
Und sehe, daß wir nichts wissen können!
Das will mir schier das Herz verbrennen.
Zwar bin ich gescheiter als all die Laffen,
Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;
Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,
Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel –
Dafür ist mir auch alle Freud entrissen,
Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,
Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,
Die Menschen zu bessern und zu bekehren.“
Goethe, Faust I

Zur Einführung ins Berliner Gespräch 2012
Der bekannte, mitunter ergreifende Monolog Fausts im Studierzimmer präsentiert einen menschlichen Typus, der im 19. Jahrhundert vermehrtes Interesse fand. In ihm ließen sich die umgreifenden Erkenntnisse der „aufgeklärten“ Welt idealerweise in einer Person vereinen: Faust vertritt den Idealtypus des „Renaissancemenschen“, der über humanistisches Wissen und naturwissenschaftliche Kenntnisse gleichermaßen verfügt – eine Kombination universeller Bildung, die sich angesichts der Epochenwende, die die Aufklärung, die Französische Revolution, der sprunghafte Anstieg naturwissenschaftlichen und kulturhistorischen Wissens und die  Industrialisierung mit sich brachte, bewähren sollte. Die Idee Alexander von Humboldts, mit seinem universalen Hauptwerk „Kosmos“ in fünf Bänden „die Erscheinungen der körperlichen Dinge in ihrem allgemeinen Zusammenhange, die Natur als ein durch innere Kräfte bewegtes und belebtes Ganzes“1 darzustellen, erinnert wohl nicht von ungefähr an Fausts Wunsch, zu erkennen, „was die Welt im Innersten zusammenhält.“ Und zweifelsohne darf man diese Näherung Humboldts an ein universales Bildungsideal durchaus auch als Form einer Selbststilisierung nach dem Vorbild Goethes respektive seines Protagonisten Faust betrachten.

Georg Kersting, Faust im Studierzimmer, Öl auf Leinwand, 1829, Privatsammlung

Der Architekt als „Gewaltmensch“
Eine wissenschaftliche Basis bekam die Anschauungsform des „Renaissancemenschen“ 1860 durch Jakob Burckhardts Buch „Die Kultur der Renaissance in Italien“. Burckhardt stellt fest: „Wenn nun dieser Antrieb zur höchsten Ausbildung der Persönlichkeit zusammentraf mit einer wirklich mächtigen und dabei vielseitigen Natur, welche sich zugleich aller Elemente der damaligen Bildung bemeisterte, dann entstand der ‚allseitige Mensch‘, l‘uomo universale, welcher ausschließlich Italien angehört.“2

Am meisten schien diesem Typus des „Gewaltmenschen“, wie Burckhardt ihn auch nennt, die Person des allseitigen, ja genialen Künstlers der Renaissance zu entsprechen: „Menschen von enzyklopädischen Wissen gab es durch das ganze Mittelalter in verschiedenen Ländern, weil dieses Wissen nahe beisammen war; ebenso kommen noch bis ins 12. Jahrhundert allseitige Künstler vor, weil die Probleme der Architektur relativ einfach und gleichartig waren und in Skulptur und Malerei die darzustellende Sache über die Form vorherrschte. Im Italien der Renaissance dagegen treffen wir einzelne Künstler, welche in allen Gebieten zugleich lauter Neues und in seiner Art Vollendetes schaffen und dabei noch als Menschen den größten Eindruck machen. Andere sind vielseitig, außerhalb der ausübenden Kunst, ebenfalls in einem ungeheuer weiten Kreise des Geistigen.“3 Burckhardts Begeisterung für den uomo universale kulminiert schließlich in der Beschreibung der Person Leon Battista Albertis, dessen umfangreiche Fähigkeiten und Kenntnisse als Architekt, Gelehrter, Künstler, Schriftsteller, Erfinder, Handwerker, Sportler und sogar als Hellseher auf mehreren Seiten hymnenhaft ausgebreitet werden.4

Alexander von Humboldt in seiner Bibliothek, Chromolithographie nach einem Aquarell von Eduard Hildebrandt, 1856, Staatliche Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Kunstbibliothek

Albertis Darstellung in den Viten der Renaissance, aus denen Burckhardt seine Kenntnisse des Autors von „de re aedificatoria“ bezieht, rekurriert wiederum auf das Bild des Architekten, das Vitruv in seinen „decem libri“ gezeichnet hatte, um deren Übersetzung und richtige Interpretation seit dem Fund der St. Galler Handschrift im Jahre 1416 das Denken der architekturinteressierten italienischen Humanisten kreiste: Vitruv postuliert im ersten Buch seiner Schrift, dass die Baukunst „vielerley Kenntnisse und mannigfaltiger Gelehrsamkeit“ bedürfe.5 Seiner Prüfung und Beurteilung unterlägen nämlich auch alle Werke, die von den anderen Künsten geschaffen würden. Deshalb müsse der Architekt profunde Kenntnisse in Praxis und Theorie der Architektur gleichermaßen besitzen. Zudem aber müsse der Architekt „fertig mit der Feder, geschickt im Zeichnen, der Geometrie kundig, in der Optik nicht unwissend, in der Arithmetik unterrichtet, in der Geschichte bewandert seyn, die Philosophen fleißig gehört haben, Musik verstehen, von Medizin Kenntnis haben, mit der Rechtsgelehrsamkeit bekannt seyn und die Sternenkunde samt dem Himmelslaufe erlernt haben.“6

Der vielgelehrte Alberti bot sich also als Projektionsfigur sowohl für das an der Nachahmung und das Übertreffen der Antike  begeisterte Italien des 16. Jahrhundert wie für Burckhardts Interpretation an, die dem von ihm empfundenen „Kulturverfall“ seiner Zeit ein historisches Ideal als Analogie entgegenstellen wollte.

Schwindende Substanz
Das Ende der idealisierten Vorstellung einer „enzyklopädischen Architektur“ im 18. und 19. Jahrhundert hat Gerd de Bruyn unlängst ausführlich und überzeugend dargestellt. Für ihn kennzeichnet diese Entwicklung eine Trennung der Disziplin in Kunst und Wissenschaft.7 Spätestens mit der Gründung der École Nationale des Ponts et Chaussées in Paris 1747 setzt jedenfalls eine Spezialisierungsbewegung ein, die zwischen Architekten, die an der Akademie studieren, und Ingenieuren unterscheidet, die an anderen Spezialschulen ausgebildet werden. Die systematisierte Konstruktionslehre Jean-Nicolas-Louis Durands an der 1794 gegründeten Ecole Polytechnique, die zugleich eine Gestaltungslehre war, erwies sich zwar als pragmatisch gegenüber den ins Überdimensionale und Unzählbare gewachsenen Bauaufgaben der take-off-Phase der Industrialisierung.8 Zugleich bedeutete sie aber auch einen Verlust an Ausbildungstiefe und Informationsdichte, die man den ingenieurtechnischen Zöglingen der Polytechnique nicht mehr zumuten wollte und konnte.

Philibert de l’Orme, Der gute und der schlechte Architekt, in: Le premier tome de l’architecture, Paris 1567

Eine weitere Verlusterfahrung von einstiger Universalität stellte sich noch im Verlauf des 19. Jahrhunderts ein: Sie betraf das Wissen um das richtige Verständnis historischer Stilformen, die sich im heute so genannten Eklektizismus – der mehr oder minder willkürlichen Verwendung von historischen Versatzstücken zur Fassadengestaltung – zeigen. Im Gegensatz zum „echten“ Historismus, der sich durch ein historisches Wissen auszeichnete, dass analog zu zeitgenössischen individuellen Positionen und  gesellschaftlichen Zuständen historische Phänomene erkennen und erklären konnte, war sich das von spekulativ bauenden Unternehmern praktizierte „Baupfuschertum“, wie es der BDA in seinem Gründungsmanifest 1903 bezeichnete, dieser historischen Bezüge nicht bewusst.

Philibert de l’Orme, Der gute und der schlechte Architekt, in: Le premier tome de l’architecture, Paris 1567

Im 20. Jahrhundert häufen sich solche teils selbst gewollten, teils erzwungenen Rückzüge: Allein das Schweigen der Gründergeneration der Moderne in Bezug auf die Quellen ihrer architektonischen Gestaltung hat hier Verheerendes bewirkt. Im Kampf gegen die überkommene „Stilkunst“ des kaiserzeitlichen „Protzentums“ und im Bestreben, dem Publikum die Möglichkeit einer völlig neuen, eben „stillosen“ Baukunst zu suggerieren, waren Gropius und Co. viele Mittel recht – insbesondere das Verschweigen proportionaler und typologischer Übernahmen aus der historischen Architektur, die wohl für alle Architekten der klassischen Moderne nachgewiesen werden können. Die Versuche Bruno Tauts, noch zur Hochphase des Internationalismus eine internationalismuskritische „Architekturlehre“als Remedium gegen die Überformung regionaler Traditionen zu lancieren, blieb in der fortschrittsgläubigen Epoche von vielen Fachkollegen wahrscheinlich nahezu unbemerkt.9

Auch die Nachkriegszeit eignete sich nicht zur neuerlichen Erweiterung des Blickwinkels. Die schiere Masse des neu zu Bauenden ließ sentimentale Annäherungen an ein romantisches Architektenideal kaum zu. Noch in den sechziger Jahren betrachtete die Moderne-Fraktion strenger Observanz die kulturanthropologische Wende Le Corbusiers, die mit Notre-Dame du Haut in Ronchamp 1954 ihren ersten Ausdruck fand, als „Sündenfall“. CIAM-Dissidenten wie Peter und Alison Smithson oder Giancarlo di Carlo, die eine gewissermaßen kulturhistorisch fundierte Auffassung von Architektur und Stadt entwickelten, blieben Ausnahmeerscheinungen – in der allgemeinen fachlichen Wahrnehmung der Zeit Sonderlinge, die eine eher theoretisch zu denkende Position inmitten einer selbstgewissen, allmählich routiniert werdenden Moderne vertraten – und damit keinen „Schaden“ anrichten konnten.

Den Rest servierte die in ihrer ironisch vorgeführten Gelehrsamkeit unverstandene Postmoderne ab – und das sich ihr verdankende Ausbildungssystem, das zwischen sprachlosem Geniekult und einseitiger Konzentration auf die formalen und kompositorischen Bestandteile der Architektur das „Entwerfen“ zur einzig wesentlichen architektonischen Disziplin stilisiert und dabei eine immer geringere Komplexität und Universalität in Kauf genommen hat. „Außerhalb ihres Fachs (…) erodiert die Bedeutung von Architekten seit Jahrzehnten“, schrieb Nils Ballhausen vor kurzem, „inzwischen hat der Generalist von einst viele Kompetenzen aus der Hand gegeben, an die Fachplaner, die Künstler oder die Fertighausanbieter. In der öffentlichen Wahrnehmung – zumindest in Deutschland – machen Architekten die Welt nur komplizierter (Kostenüberschreitung) und werden allenfalls als notwendiges Übel (Bauvorlageberechtigung) akzeptiert. Nur eine Minderheit kann sich auf den globalen Märkten profilieren, tendiert aber in ihren Aussagen oft zur Beliebigkeit.“10

Foto: Klein, Quelle: Bundesarchiv,

Ministerium für Aufbau, Modellwerkstatt: „ Am Hackeschen Markt in Berlin arbeiten erfahrene Architektur-Modellbauer und Bildhauer mit leichten, gewandten Händen an Modellen für neue Bauten in Berlin und der DDR. In der Schraubzwinge des Kollegen Hoffmann von den Architekturwerkstätten befindet sich hier einer der F-Blöcke der Stalinallee.“ Foto: Klein, Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-27387-0004 / CC-BY-SA

Neuer Zwang zur Universalität
Die Stadt als wesentlicher Wohnort des Menschen birgt in vielerlei Hinsicht eine Vielzahl von Problemen: die Themen Energiegewinnung, Klimawandel, drohende Engpässe bei der Wasserversorgung, globale Migration, Schrumpfungsprozesse in makro- und mikrogeographischen Dimensionen, die höhere Lebenserwartung der Bevölkerung, die zunehmende Segregation der Gesellschaft werden künftig noch mehr die Diskussion um die Existenz und die Gestalt unserer Lebensräume bestimmen.

Sie wiederum sind Anlass für eine ungeheure Anzahl von Interpretationsansätzen, die inzwischen so diversifiziert sind, dass sie die Gesamtheit des urbanen Gemeinwesens, für das sie eigentlich entwickelt werden sollten, völlig aus den Augen verloren haben. Dabei kommt jenem, der die unterschiedlichen Ergebnisse der „Spitzenforschung“ zur Kenntnis nimmt, immer mehr der Verdacht, dass der städtische Problemkosmos eigentlich so groß ist, dass es viel allgemeinere Fragestellungen sein könnten, die uns bewegen müssten, wenn wir das Leben und das Überleben in den Städten garantieren wollen.

Aus dieser Erkenntnis heraus erheben wir die Forderung nach einem integralen Denken in Bezug auf Architektur und Stadt: Die Komplexität unserer Welt, die Vielschichtigkeit unserer Städte können wir nicht durch Einzelergebnisse von Klimaforschern, von Migrationswissenschaftlern, von Gerontologen, Materialwissenschaftlern oder Elektrophysikern – aber auch nicht allein von Architekten – in den Griff bekommen.

Es ist dafür zwar nicht die Rückkehr zum Burckhardtschen Renaissanceideal, aber eine Neuorientierung am Humboldtschen Wissensethos nötig. Humboldt untersucht in seinem „Kosmos“ die Phänomene unserer Lebensumwelt mit annähernd gleichem Interesse und versucht, zwischen ihnen Verknüpfungen herzustellen, die die Welt in ihrer Gesamtheit erfassen wollen. Das müsste auch heute das Ziel sein. Bei einer integralen Zusammenschau der wissenschaftlichen, technischen und künstlerischen Lösungsansätze der anstehenden Probleme werden wir nicht mehr die Detailgenauigkeit der heutigen Forschungen und Studien erreichen können, weil gerade sie ein wesentlicher Grund für die Zersplitterung der Erkenntnisse der verschiedenen Disziplinen und damit für deren Sprachlosigkeit untereinander ist.

Foto: NASA/ERC

Der Wissenschaftler und ehemalige Testpilot Albert J. Kelley und der Architekt Edward Durell Stone präsentieren dem Direktor des Forschungszentrums Winston E. Kock das als joint venture erarbeitete Modell des Electronics Research Centers der NASA. Hier wurde ab September 1964 die elektronische Ausstattung der Apollo-Ära entwickelt. Foto: NASA/ERC

Dafür müsste neben die Ebene der Forschung eine Ebene der Vermittlung treten, die die Wissenschaften und Künste untereinander kommunikabel macht. Dafür ist eine pragmatische Durchdringungstiefe von Themen nötig, die durch die Fragen nach Relevanz, Übertragbarkeit und Anwendbarkeit bestimmt wird. Wir – Wissenschaftler, Techniker, Künstler – werden ein Gefühl dafür entwickeln müssen, wie tief wir das Wesen eines Gegenstands oder eines Sachverhalts durchdringen müssen, um die Resultate unserer Analyse und Forschungen an andere Ergebnisse, andere Sachverhalte, andere Wissenschaften anschließen zu können. Wir müssen dafür einen neuen Begriff einer anwendbaren Wissenschaft und ein neues Ethos des Denkens entwickeln, das uns auf breiter Basis kommunikations- und handlungsfähig macht.

An dieser ethisch begründeten, pragmatisch operierenden Querschnittswissenschaft muss sich die Architektur als Wissenschaft einer der wesentlichen kulturellen Errungenschaften des Menschen in besonderem Maße beteiligen. Das weite Feld der Architektur eignet sich besonders gut, Erkenntnisse unterschiedlicher Disziplinen der Gesellschaftswissenschaften, der Sozialwissenschaften, der Geisteswissenschaften und der technischen Disziplinen zu verbinden, so dass sie in den Entwurf von integralen Modellen für Häuser und Lebensräume münden, die den sich sehr schnell wandelnden Lebensbedingungen angemessen sind. Dabei lassen sich neben abstrakten und konkreten, architektonischen und stadtbaulichen Strategien Erkenntnisse über neue Arbeitsformen von freien Architekten in interdisziplinären Arbeitsgruppen und Netzwerken entwickeln. Wenn wir in diesem Sinne Architektur als Lebensmittel begreifen, würde die Architektur als Bildnerin des Raums in diesem erweiterten Sinn eine Kerndisziplin von etwas, was wir mit Recht als Lebenswissenschaft bezeichnen könnten.11

Anmerkungen
1 Alexander von Humboldt: Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung, Bd. 1, Stuttgart / Tübingen 1845, Vorrede.
2 Jakob Burckhardt: Die Kultur der Renaissance in Italien, Basel 1860, zit. n. d. Ausg. Leipzig 111913, S. 151. Zum „Berufsbild“ des Architekten im 15. und 16. Jahrhundert zuletzt: Hubertus Günther: Der Architekt in der Renaissance, in: Der Architekt. Geschichte und Gegenwart eines Berufsstandes. Publikation zur Ausstellung des Architekturmuseums der TU München in der Pinakothek der Moderne, 27. September 2012 bis 3. Februar 2013, hrsgg. von Winfried Nerdinger in Zsa. mit Hanna Böhm u.a., München 2012, S.81ff.
3 Ebda.
4 Ebda., S. 153ff.
5 August Rode: Des Marcus Vitruvius Pollio Baukunst, aus der römischen Urschrift übersetzt, Erster Band, Leipzig 1796, S. 12ff., hier S. 12.
6 Ebda., S. 13.
7 Gerd De Bruyn: Die enzyklopädische Architektur, Bielefeld 2008, insb. S. 97ff.
8 Hierzu: Ulrich Pfammatter: Die Erfindung des modernen Architekten. Polytechnische und industrielle Ausbildung für Architekten und Ingenieure – ein Kapitel Baugeschichte, Basel 1997.
9 Bruno Taut: Kenchiku Geijutsu-Ron, hrsgg. von Hideo Shinoda, Tokyo 1948; dt.: Bruno Taut. Architekturlehre. Grundlagen, Theorie und Kritik, Beziehung zu den anderen Künsten und zur Gesellschaft. Hrsgg. von Tilman Heinisch und Goerd Peschken, Berlin 1977; zuletzt erschienen in: ARCH­+ 194, Berlin 2010.
10  Nils Ballhausen: Das Bild des Architekten, in: Bauwelt 1-2 2010, S. 16f., hier S. 17.
11 Zumeist werden bislang die Biowissenschaften – von der anglosächsischen Benennung life sciences abgeleitet – als „Lebenswissenschaft(en)“ bezeichnet. Vgl. hierzu: Christoph Cremer (Hg.): Vom Menschen zum Kristall: Konzepte der Lebenswissenschaften von 1800 – 2000, Wiesbaden 2008. In Abgrenzung dazu ist hier eine neue, integrale Wissenschaft unter Mitwirkung zahlreicher verschiedener Disziplinen und Künste gemeint, die eine verträgliche Einrichtung des menschlichen Lebens auf der Erde zum Ziel hat.

Prof. i. V. Andreas Denk (*1959) ist Architekturhistoriker und Chefredakteur dieser Zeitschrift. Er lehrt Architekturtheorie an der Fachhochschule Köln, lebt und arbeitet in Bonn und Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen, Vorträge, Moderationen und Veranstaltungskonzepte.

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