Buch der Woche: Adrian Streich Architekten

Zeitzeugnis

Für die aus einer imaginierten Zukunft getätigte Reflexion heutigen Handelns wird gerne die Frage herangezogen, was wohl unsere Kinder oder Enkel dereinst zu all dem sagen werden. Weniger moralinsauer kommt da die gedankliche Konstruktion des Futur zwei her, die unter anderen Harald Welzer in den Diskurs eingeführt hat und danach fragt, wie wir gelebt haben wollen. Wir denken uns also … Mehr lesen

Annette Hillebrandt

Urban Mining Design

Circularity Building Programme Viele unserer Rohstoffe sind nicht mehr am Ort ihrer natürlichen Entstehung vorhanden, sondern gebunden in unseren neuen anthropogenen Lagerstätten – unserem Gebäudebestand. Der Paradigmenwechsel für ein Bauen im Anthropozän baut auf die Wiedergewinnung von Baumaterialien. Er ist angewiesen auf die Trennbarkeit von Konstruktionen und Baustoffen, um Recycling mit Qualität umzusetzen. Er fußt auf zirkulärer Planung und zirkulärer … Mehr lesen

Dirk E. Hebel

Ungeheure Möglichkeiten

Die Stadt als Rohstofflager Die Bundesrepublik Deutschland gilt als rohstoffarmes Land. Deutschland importiert jedes Jahr rund 642 Millionen Tonnen an Materialien. Die benötigte Rohstoffmenge hierfür ist jedoch wesentlich größer, weil wir auch Halbzeuge und weiterverarbeitete Produkte (Güter) importieren, die einen wesentlich höheren Rohstoffverbrauch in den Produktionsländern haben als das fertige Produkt vermuten lässt – und zwar um den Faktor 2,5. … Mehr lesen

Buch der Woche: Die Stadt der Zukunft

Wege in die Globalopolis

In Deutschland leben derzeit gut drei Viertel der Bevölkerung in Städten. Das ist etwas mehr als das europäische Mittel (74 Prozent), aber deutlich weniger als der südamerikanische Durchschnitt, wo der Anteil der Stadtbevölkerung bereits 84 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Was alle Kontinente eint: Die Prognosen gehen davon aus, dass sich dieser Anteil weiter erhöhen wird. Und zwar merklich. In ihrem … Mehr lesen

Filmvorführungen zum Anthropozän im DAZ

Herausgezoomt

„Wir müssen reden! Wir wollen machen!“ lautet das Jahresthema im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in Berlin. Das DAZ stellt die Frage in den Fokus, wie Gestalter und Gestalterinnen nachhaltiger mit unserem Planeten umgehen können und im Januar und Februar unter dem Titel „Anthropozän, Kapitalozän oder Chthuluzän“ Filme, die sich künstlerisch mit dem Zeitalter beschäftigen, in dem der Mensch zu einem … Mehr lesen

Buch der Woche: Spekulationen. Transformationen

Szenario D

Matthias Böttger, Stefan Carsten und Ludwig Engel wagen Ausblicke. „Spekulationen Transformationen“ stellt „Überlegungen zur Zukunft von Deutschlands Städten und Regionen“, so der Untertitel der Anfang des Jahres vorgestellten Publikation, an. Zu Beginn des Buches stehen die Fragen, wie Deutschland im Jahr 2050 aussehen könnte und wie wir in diesem Land in gut dreißig Jahren leben wollen. Die Inhalte des Buches … Mehr lesen

Tallinner Architektur Biennale 2015

Digital ist besser?

Noch erzeugt die Vorstellung von Straßen mit selbstfahrenden Autos ohne Fahrer und Lenkrad bei den meisten Menschen zwiespältige Gefühle, erinnert es doch mehr an Fiktionen als an Realitäten. Dennoch ist es recht wahrscheinlich, dass diese vermeintliche Sci-Fi-Welt in nicht allzu ferner Zukunft Wirklichkeit werden kann – bereits um 2020 erwarten Experten selbstfahrende Autos im Verkehr. Die dritte Tallinner Architekturbiennale unter … Mehr lesen

Buchpräsentation URBAN LIVING im DAZ

Comme il faut

Seit vielen Jahren gilt Berlin als Experimentierfeld für außergewöhnliche Stadtentwicklungsprozesse und selbstorganisierte Bauprojekte. Aber mit 75 Prozent Mietwohnungen beeinflusst öffentlicher Wohnungsbau die Stadtentwicklung auch in Zukunft maßgeblich. Strategien für das Kommende, die sowohl die Vorteile des urbanen Lebens als auch die spezifischen Eigenheiten des jeweiligen Ortes stärken, sind genauso gefragt wie Lösungen, die die Qualitäten von Self-Made-Projekten auf (klassische) Akteure … Mehr lesen

Einfamilienhaus von UNStudio

Spiel mit Innen und Außen

Das von UNStudio realisierte W.I.N.D. House fügt sich mit ungewöhnlich geformtem Baukörper in die raue Polderlandschaft Nordhollands ein und deutet technisch auf die Zukunft des Wohnens. Schon der Name des Einfamilienhauses verweist auf das Wechselspiel von Außen und Innen, der hier besonders augenfällig ist: W.I.N.D. – ein Akronym der Initialen der Bauherrenfamilie – rekurriert zum einen auf den hier ständig … Mehr lesen

Ausstellungsserie im Ruhrgebiet

Zukunftsgegenwart

Wie lebt es sich in der Zukunft? Das können uns Architekten und Stadtplanerinnen aus der Vergangenheit fragend zurufen, die damals, in den sechziger und siebziger Jahren ihre Stadtvisionen und -utopien erst aufs Papier gebracht und dann in die gebaute Wirklichkeit überführt haben. Wie studiert es sich an der Ruhr-Universität? Wie shoppt es sich im Forum City in Mülheim an der … Mehr lesen