DAZ

Wer macht die Stadt?

Stadtplanung als zentralistisch organisiertes Expertengeschäft wird vielerorts von neuen, oft informellen Konstellationen unterschiedlicher Akteure ergänzt, infiltriert oder streckenweise abgelöst. Wer also macht die Stadt von heute? Das fragt die Ausstellung „Weltstadt“ ab dem 2. Mai im Berliner DAZ. Die Schau will den verschiedenen Aktivisten und Initiativen ein internationales Schaufenster bieten und damit ihre Vernetzung unterstützen. Gemeinsam mit den Goethe-Instituten in Bangalore, Belgrad, Curitiba, Dakar, Johannesburg, Lissabon, Madrid, New York, Porto Alegre, Riga, Salvador, São Paulo, Seoul, Toulouse, Turin und Ulan Bator sind Projekte entstanden, die einen Einblick in das lokale Geschehen bieten und deren Vergleich ermöglichen.

Zur Eröffnung am 2. Mai sprechen Heiner Farwick, Präsident des Bundes Deutscher Architekten BDA, Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und die beiden Kuratoren des Projekts, Angelika Fitz und Matthias Böttger.

Am Folgetag findet im DAZ eine gleichnamige Konferenz statt, die lokale Lösungsansätze für globale Fragestellungen zur Diskussion bringen will. Im gemeinsamen Austausch soll hier ausgelotet werden, welche der mannigfaltigen Ansätze gut funktionieren und ob die Strategien und Erfahrungen auf andere Kontexte übertragen werden können. Welche Konzepte für eine neue Zivilgesellschaft entstehen und welches Potential  performative urbane Taktiken haben, wird ebenso Gegenstand der Verhandlung sein, wie die Fragen, ob sich die neue Mittelklasse in Ländern wie Brasilien, Südkorea oder Indien für eine bessere Stadt engagieren wird und wo produktive Schnittstellen zwischen dem Informellen und dem Formellen, zwischen Selbstorganisation und öffentlicher Verwaltung liegen könnten.

Die „Weltstadt“-Konferenz bietet einen gemeinsamen Horizont für die internationalen Akteure, ohne die lokalen Besonderheiten zu vernachlässigen. Zu den fünf Themenschwerpunkten „New Civil Society“, „Informal Formal Strategies“, „New Middle Class“,  „The City as a Collective Performance“ und „Self-Organization and Public Administration” diskutieren Architekten, Kulturaktivisten, Ingenieure, Urbanisten und Professoren – Eröffnung und Konferenz finden in englischer Sprache statt. Weitere Informationen und das komplette Teilnehmerfeld der Konferenz gibt es auf der website des DAZ.
Red.

Weltstadt – Who creates the city?
Eröffnung: 2. Mai, 18.00 Uhr
3. Mai – 1. Juni
Mi – So 14.00 – 19.00 Uhr
Konferenz (in englischer Sprache): 3. Mai, 10.00 – 17.00 Uhr
Deutsches Architektur Zentrum DAZ
Köpenicker Straße 48/49
2. Hinterhof
10179 Berlin

Fotos: Gamma Agentur, Todo por la Praxis, Dagmar Hoetzel, Department for Public Appearances

 

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