Ausstellung im Architekturmuseum der TU Berlin

Wettbewerb Bauakademie

1995 wurde das DDR-Außenministerium, das sich neben Schinkels Friedrichswerderscher Kirche in Berlin-Mitte befand, abgerissen. Statt des zehngeschossigen langgezogenen Hochhausbaus schwebte einigen der Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie vor, die auf Veranlassung der DDR-Regierung Anfang der 1960er Jahre ebenfalls abgerissen worden war. Doch auch andere Meinungen wurden laut: Der Architekturkritiker Manfred Sack (1928-2004) hielt nichts vom Wiederaufbau und initiierte stattdessen einen Protestwettbewerb, bei dem 225 Entwürfe für eine alternative Bebauung eingingen. Das Architekturmuseum der TU Berlin erinnert ab dem 11. Mai mit einer Ausstellung an den damaligen „ZEIT-Wettbewerb“ und zeigt mehr als fünfzig der eingereichten Ideen.

Die Ausstellung reagiert damit auf die Aktualisierung der Debatte der 1990er Jahre: Im November 2016 entschied der Bundestag, 62 Millionen Euro für den Wiederaufbau des historischen Gebäudes am Schloss freizugeben. Kürzlich hieß es hierzu, dass so bald wie möglich ein Wettbewerb ausgelobt werden soll. Zur Eröffnung der Schau sprechen Hans-Dieter Nägelke, Leiter des Architekturmuseums und Beauftragter des Präsidenten der TU Berlin für die Neue Bauakademie, und der Berliner Architekturkritiker Gerwin Zohlen.

elp

Schinkel erhebt sich aus seinem Schrein – der ZEIT-Wettbewerb zur Bauakademie 1995
Eröffnung: 11. Mai 2017, 19.00 Uhr
Ausstellung: 15. Mai bis 15. Juni
Öffnungszeiten: Mo – Do 12.00 – 16.00 Uhr
Architekturmuseum der TU Berlin
Straße des 17. Juni 152, Untergeschoss im Flachbau
10623 Berlin

Abbildungen: Verena von Beckerath und Frank Boehm, Georg Windeck, Larissa Eichwede und Julius Klaffke

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