Versteigerung von Poelzig-Nachlass in Berlin

120 Lose

Nachdem der Versuch, den Nachlass des Architekten Hans Poelzig (1869–1936) in eine öffentlich zugängliche Sammlung zu überführen, aus unterschiedlichen Gründen scheiterte, wird der private Teil des Nachlasses am 30. Mai in Berlin versteigert. Unter den Hammer kommen dabei – aufgeteilt auf 120 Lose – hunderte von Zeichnungen, darunter allein 30 Studienbücher. Im Konvolut findet sich auch – Architektenklischee hin oder her – der auf eine Serviette skizzierte Entwurf für die Fassade des Berliner Schauspielhauses (1918–1919). Außerdem werden Entwurfsstudien für die Projekte Haus des Rundfunks (Berlin, 1929) und Verwaltungsgebäude der I.G. Farben (Frankfurt, 1928–1931) versteigert – aber auch Ungebautes wie der expressionistische Hochhausentwurf für Berlin oder Entwurfszeichnungen der Bühnenbilder für die Theaterstücke Hamlet und Faust (großes Bild) sowie Paul Wegeners Film „Der Golem, wie er in die Welt kam“ (1920).

Poelzigs Familie, die in der Vergangenheit immer wieder einzelne Blätter oder kleinere Konvolute an Museen verkaufte, lässt den Nachlass nun im Berliner Auktionshaus Bassenge verauktionieren. Die Einzelwerke werden jeweils auf Preise im „moderaten vierstelligen“ Bereich geschätzt, wie das Auktionshaus bekannt gab.

Red.

Fotos: Bassenge / David Kasparek / wikimedia

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