David Kasparek

Alles gut gemeint

Von ungenutzten Chancen in Köln-Kalk

 

Irgendwann hatte es uns gereicht. Dass die armen Gestalten eine nach der anderen von der Polizei aus der Wohnung über uns abgeführt wurden, erschreckte uns zwar, aber eigentlich taten sie uns leid. Wahrscheinlich aus der Ukraine nach Deutschland gekommen, waren sie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in der Nacht auf den Gründonnerstag in das Haus bei uns in Köln-Kalk eingezogen: Unter lautem Getöse stießen sie so oft an unsere wackelige Altbauwohnungstür, dass wir uns ernsthafte Sorgen um die Einfachverglasung machten – ausreichend Zeit dazu hatten wir allemal, da an Schlaf zwischen ein Uhr und halb sieben am Morgen nicht zu denken war. Endlich, so dachten wir, als der Morgen graute, sei Ruhe, doch oben wurde der erfolgreiche Einzug ausgiebig und entsprechend lautstark mit Modern-Talking-Hits gefeiert. Als die Cheri-Cheri-Lady-Beschallung auch am dritten Tag in Folge nicht abbrach und selbst durch wiederholtes Zureden nichts erreicht werden konnte, griffen wir zum Telefonhörer und tätigten zum ersten Mal in unserem Leben den für uns bis dahin als Inbegriff des Spießertums verpönten Ruhestörungsanruf bei der örtlichen Polizei.

Die Streife, die versuchte, die Dauerparty im Dachgeschoss zu beenden, rief noch im Treppenhaus nach Verstärkung. Für uns war alles gut zu hören, da unsere Wohnungstür ein dünnwandiges Konstrukt aus der Zeit der Jahrhundertwende war. Als Reaktion auf diesen Funkspruch wurde unsere

kleine Straße in unmittelbarer Nähe der Kalker Post auf beiden Seiten von je einem Mannschaftswagen der Polizei abgesperrt – zum großen Interesse all unserer Nachbarn –, und die zwölf Osteuropäer ohne Arbeitsund Aufenthaltserlaubnis wurden aus einer Wohnung abgeführt, die deutlich kleiner als unsere Drei-Zimmer-Wohnung ist. Für den Einsatz leitenden Polizisten, der uns im Nachgang befragte „…ein Wohnklo mit Wasseranschluss“. Selbst angemietet hatten die elf Männer und eine Frau die Wohnung nach Auskunft des zunächst sehr freundlichen, später zunehmend zwielichtigen Vermieters, natürlich nicht.

Irgendwie fanden wir die Situation zwar etwas dubios, aber nicht so sehr erschreckend, wie man heute meinen könnte. Auch die Fahrraddiebstähle aus dem Keller und dem Hof schoben wir darauf, dass wir eben urban und nicht auf dem Land wohnten. Das innerhalb einer Nacht bis auf den Rahmen zurückgebaute Rennrad aus den späten siebziger Jahren – eine Folge städtischen Lebens. Ein Vermieter, der sich um nichts im Haus kümmert – das gibt es doch überall. Oder?

Über einen Umzug aus dem Veedel (Kölsch für Viertel, Anm. d. Red.) hatten wir erst dann ernsthaft nachgedacht, als eine Zivilstreife mit gezogener Waffe an unsere Tür pochte. Einer offen gezogenen Waffe in den Lauf zu blicken, ist auch nicht weniger erschreckend, als sich die vier Herren in Kunstlederjacken nicht als Rächer der vertriebenen Schwarzarbeiter herausstellten, sondern als Mitarbeiter der Kriminalpolizei in Zivil ausweisen konnten. Sie waren auf der Suche nach einem anderen Hausbewohner. Unter Tränen bestätigte uns wenige Tage später die Mutter der Familie aus der Wohnung unter der unsrigen die Geschichte. Die Pistole war es: es reichte uns. Und so wurden auch wir zu denjenigen, die zwar wegen des günstigen Wohnraums in das irgendwie schöne, bunte und multikulturelle Kalk gezogen waren, dem Viertel aber nach dem Studium wieder den Rücken kehrten.

Statt für eine Erhöhung der Kaufkraft im strukturschwachen rechtsrheinischen Stadtteil Kalk zu sorgen, zogen wir in die saturierte Kölner Südstadt: auch gründerzeitliche Altbauten, auch Pizza aus dem Steinofen (lange nicht so gut, wie bei Enzo aus unserer Straße in Kalk), auch Döner, auch Gemüse- und Obsthändler, aber eben auch teure, dreirädrige Kinderwägen, Latte Macchiatto trinkende Menschen mit Trucker-Cappies und deutlich mehr Finns, Oles, Zoes und Mathildas auf dem Spielplatz als Yakubs, Murats, Jaquelines und Chantalles.

Ab diesem Zeitpunkt waren wir Teil eines der größten Probleme Köln-Kalks: der Segregation. Wir wollten weg. Den Charme, den das Viertel einst versprühte, hatte es in unseren Augen durch einige sehr persönliche negative Erfahrungen verloren. Dass der Vermieter uns bei der Wohnungsübergabe noch um exakt die Hälfte unserer Kaution zu prellen versuchte, war nur noch die Bestätigung für unsere These: sesshaft werden, Kinder kriegen – nicht in Kalk.

Diese Tendenzen bestätigen Engelbert Schlechtrimen und seine Mitstreiter der „StandortGemeinschaft“ in Kalk: Junge Familien bleiben nach dem Studienabschluss nur selten in Kalk. Bereits 2005 hatte der gelernte Konditormeister Schlechtrimen die mischtem Angebot, einem größeren Kaufhaus, Einzelhändlern und Gastronomie. Zumindest war das einmal so auf der Kalker Hauptstraße. Eine der Folge der hohen Arbeitslosigkeit war und ist bis heute das Schwinden der Kaufkraft in Kalk. Von den einst über 100 Fachgeschäften der Straße sind noch knapp zehn in der Hand ihrer Besitzer und vor Ort. Die anderen Ladenlokale sind in stetem und häufigem Wechsel von „Ein-Euro-Läden“, Handy-Shops, Imbissen und Selbstbedienungs-Bäckereien. Vor dem Bau der Mall standen den Menschen in Kalk 16.500 Quadratmeter Einkaufsfläche zur Verfügung. Die „Köln Arcaden“, ein Entwurf von HPP in Zusammenarbeit mit RKW Architekten, stellen dem noch einmal 27.000 Quadratmeter gegenüber.

„Nur geringen Einfluss“ auf die Entwicklung der Kalker Hauptstraße als Einkaufsstandort hatte ein Gutachten dem Einkaufszentrum damals bescheinigt. Ein Irrglaube, sagten schon vor dem Bau der „Arcaden“ Zeichen der Zeit erkannt und befunden, dass er etwas gegen die dauerhafte Abwärtsspirale unternehmen müsse, in der sich „sein Veedel“ befindet. Im Zuge des Strukturwandels der 1980er und 1990er Jahre hat der Kölner Osten das Wegbrechen ganzer Industriezweige erlebt: die Stadtteile „op d´r Schälsick“ (auf der falschen, also dem Dom abgewandten, Seite des Rheins) Mühlheim, Deutz und Kalk waren von massiver Deindustrialisierung betroffen.

Die Arbeitslosenquote in Kalk liegt seitdem konstant bei rund 20 Prozent, der Kölner Durchschnitt bei etwa elf. Immense Brachflächen zeugen von der einstigen Präsenz der Industrie auf der einen und dem Potential, das dem Kölner Osten eigentlich innewohnt und noch in weiten Teilen ungenutzt ist, auf der anderen Seite. Ausschlaggebend für die Initiative zur StandortGemeinschaft war die Fertigstellung der Shopping Mall „Köln Arcaden“ auf dem Gelände der ehemaligen Chemie Fabrik Kalk (CFK), das den Auftakt zur Kalker Hauptstraße bildet – eine klassische städtische Einkaufsstraße mit gut durch viele und sehen ihre Befürchtungen in der Entwicklung auf der ehemals pulsierenden Hauptstraße bestätigt. Selbst die Filiale der Warenhauskette Kaufhof hat inzwischen ihre Türen geschlossen. Jahrelang schrieb sie rote Zahlen, passte ob ihrer relativ geringen Größe nicht in das „Galeria“-Konzept der Kette, das endgültige Aus wurde schließlich durch die nur wenige Meter Richtung Innenstadt gelegene Mall besiegelt.

Foto: Daniel Hubert

Inzwischen geschlossen: Die Kalker Kaufhof-Filiale

Zersiedeltes Paradebeispiel

Dennoch, so Dirk Kranefuss, Geschäftsführer der StandortGemeinschaft, habe man inzwischen seinen Frieden mit den „Köln Arcaden“ geschlossen. Nichtsdestotrotz bleibt die Geschichte rund um die Mall eines der Paradebeispiele, wie sich Städte nicht nur von Investoren vorführen, sondern darüber hinaus gewachsene Strukturen zerstören lassen. Von den ursprünglichen und teilweise hoch ambitionierten Plänen für das CFK-Gelände ist kaum etwas übrig geblieben. Ein städtebaulicher Baustein, ein bauliches Bindeglied zwischen dem unmittelbar am Rhein und der Kölner City angrenzenden Deutz und dem weiter östlich liegenden Kalk hätte das Gelände werden können.

Ein Einkaufszentrum als Publikumsmagnet wurde ins Feld geführt, eine Vielzahl von Wohnungen und dazu kulturelle Einrichtungen und eine weitläufige Grünanlage versprochen. Die Mall steht, das neue Polizeipräsidium inklusive riesengroßem Parkhaus auch. Die Grünanlage wurde ebenso angelegt – und wird dank der vielen, den öffentlichen Raum tatsächlich nutzenden Kalker Bürger mit Migrationshintergrund rege bespielt. Mehr als die Hälfte aller Bewohner Kalks haben ihre Wurzeln im Ausland. Von den Wohnungen wurden allerdings nur einige wenige gebaut, der Musical Dome ist weit und breit nicht zu sehen. Die Fahne der Kultur hält das nach einem Entwurf des Kölner BDA-Architekten Kaspar Kraemer erbaute „Odysseum“ hoch.

Kenner der Kalker Szene kritisieren weniger den Bau, dessen formale Erscheinung eigentlich von allen im Stadtteil gelobt wird, sondern vielmehr das Ausstellungskonzept, das mit seiner Erlebnispädagogik vor allem Schulklassen anlocke, nicht aber zahlungskräftiges Publikum, das im Vorfeld oder Nachgang eines Besuchs Geld in Kalk ausgeben könnte.

„Eine Gebäudeabwurfstelle“ sei das CFK-Gelände geworden, spottet Kranefuss. Und Schlechtrimen sekundiert sarkastisch: „Statt Wohnungen und Musical haben wir ein Bauhaus und ein McDondald´s – na herzlichen Glückwunsch!“ Ihren Widerstand gegen die Arcaden hatten die Köpfe hinter der StandortGemeinschaft nicht zuletzt auch deswegen eingestellt, weil man nicht als Verhinderer der Wohnbebauung und damit als Buhmänner des Quartiers dastehen wollte. Mit dem derzeitigen Stand der Dinge könne man beileibe nicht zufrieden sein. Viel gäbe es zu tun. Und auch hier bestätigt sich der Eindruck, den man schon an anderer Stelle in der Domstadt gewinnen konnte: eine echte Vision, was mit bestimmten Gebieten Kölns passieren sollte, fehlt.

Städtebauliche Leitideen sucht man vergebens. Den von der lokalen Privatwirtschaft in Auftrag gegebene Masterplan des Frankfurter Büros von Albert Speer und Partner erkennt die Stadt zwar als Leitfaden und Quelle für Inspiration an, bindend ist er jedoch für sie nicht – für Außenstehende zudem auf Privatengagement fußend und so mit einigem köllschen Dünkel umgeben. Und so sagt ein Kölner Insider hinter vorgehaltener Hand: „Es gibt hier eine Clique, die kann machen, was sie will, die kümmern sich um das Große und Ganze“ und meint damit auch die Initiatoren des Masterplans.

Und das Kleine – wer kümmert sich darum? Kranefuss und Schlechtrimen mit ihrer StandortGemeinschaft versuchen es zumindest. Sie vernetzen sich, nehmen Kontakte auf, starten Aktionen. Alles fürs Veedel – alles in relativ kleinem Rahmen. Zusammen mit der von der Montag Stiftung Urbane Räume initiierten „Kalk Schmiede“, der „Kalk Stiftung“ und dem „AZK“, dem Autonomen Zentrum Kalk. Aktive Fachleute von außen seien dabei, so Kranefuss, vor allem Geografen und Soziologen. Architektinnen und Architekten, Stadtplaner oder -planerinnen fände man dabei nur sehr selten. Obschon man auf Bezirksebene als StandortGemeinschaft gut vernetzt sei und sich hier einiges an Gehör verschafft habe, bliebe vor allem von Seiten der Stadt hinsichtlich der Kommunikation oft ein schaler Geschmack zurück. „Nur wenn es von deren Seite opportun ist“, so Dirk Kranefuss, käme man auf die Initiative zu.

Und so bleiben die Erfolge in Kalk bescheiden. Allein das Vorhaben, sich dem geförderten Programm der Immobilien Standort Gesellschaften (ISG) anzuschließen, war und ist ein Kraftakt. Seit 2007 unternehmen die Kalker den Versuch, in dieses vom Land geförderte Programm aufgenommen zu werden. Seit letztem Jahr ist nun wenigstens die erste Hürde gemeistert und man als Verein jetzt eine freiwillige ISG unter Einbindung der Stadt. Der nächste Schritt wäre nun der zur gesetzlichen ISG.

Diesen wollte die StandortGemeinschaft eigentlich mit einem Quartiersmanager gehen, bei dem alle Fäden der geplanten Aktionen zusammenlaufen. Immerhin 125.000 Euro stehen dem Verein zur Verfügung, 80 Prozent davon stellt das Land zur Verfügung, die restlichen 20 Prozent teilen sich Stadt und Verein. Schon jetzt zeichnen sich aber Probleme ab, die genau in dieser Verquickung begründet sind: Der Quartiersmanager ist von Seiten der Stadt zugunsten der bundesweit agierenden Beraterfirma CIMA gestrichen worden.

Statt dem Verein vor Ort Geldbeträge zur Verfügung zu stellen und so kurzfristige, spontane und unmittelbare Aktionen im Quartier zu ermöglichen, müssen alle nötigen Gelder – und sei es nur für einen Eimer Farbe – vom bürokratischen Apparat der Stadt freigegeben werden, was zu langatmigen Abläufen führt. Dennoch will man den Schritt zur gesetzlichen ISG mit Hilfe der CIMA gehen. Dieser sieht zunächst eine Befragung aller am Standort ansässigen Vertreter vor. Immerhin 140 sind das im Bereich zwischen Kalk-Post und Kalk-Kapelle, dem Gebiet der StandortGemeinschaft. Mindestens 75 Prozent davon müssen sich für den Übergang zur gesetzlichen ISG entscheiden. Eine ziemlich hohe Hürde, an der jüngst ein ähnliches Vorhaben in Neuss gescheitert ist. Zum Vergleich: In Hamburg genügt bei ähnlichen Initiativen ein Quorum von 33 Prozent.

Trotz all der Misserfolge und Verzögerungen wollen sich die Kalker nicht unterkriegen lassen. Stromkästen haben sie in jüngster Vergangenheit von Graffiti gesäubert und stattdessen selbst bunt angemalt. Die Rabatten um die Bäume entlang der Kalker Hauptstraße wurden gereinigt und mit Blumen bepflanzt. Zudem setzen sie sich seit geraumer Zeit dafür ein, Parkbuchten entlang der Straße um 45 Grad zu neigen, um so mehr Parkflächen bei gleichbleibendem Raum für die Gehsteige zu erzeugen – und damit die Straße attraktiver für kurzfristige Einkäufe zu machen.

Die Menschen mit Migrationshintergrund, so Kranefuss, sind eines der Potentiale des Viertels. Sie beleben die Straße, halten sich deutlich mehr im Freien auf, als die alten und eingesessenen Kalker. Ein weiteres Potential sieht er in den leerstehenden Ladenlokalen und Gebäuden. Diese böten Platz für subkulturelles jeglicher Art. Ob das nun Shisha-Bars, Frauentreffs, Studentenkneipen oder türkische Brautmoden seien, ist in seinen Augen dabei zunächst einmal nachrangig. Es gäbe noch viele Möglichkeiten zur Veränderung und Umnutzung im Veedel – die unmittelbar an schöne Straßenzüge angrenzenden Brachflächen zum Beispiel, oder die Vielzahl der Bauten aus den 1950er Jahren.

Foto: Daniel Hubert

Get all the Dollars: Spielcasino statt Herrenausstatter; Foto: Daniel Hubert

Schälsick is chic

Trotzdem ist Kalk nicht ganz so schlecht wie sein Ruf. Dieser beruht nicht zuletzt auf seichten Komödien wie „Voll normaaal“ von und mit Tom Gerhardt und seiner Fernsehserie „Hausmeister Krause“ sowie den Meldungen rund um Kalk-Post als Drogenhochburg. Auch der Rapper Eko Fresh, deutschlandweit mit einigem Renomée in der Szene, nennt Kalk und das benachbarte Gremberg sein „Ghetto“. Junkies und Ausländer lebten hier, so die Meinung vieler Bewohner des linksrheinischen Kölns.

Das alles hat mit der Lebenswelt der allermeisten Kalker jedoch wenig zu tun und spiegelt die Wirklichkeit auf den Straßen nur bedingt wieder. Zwar sind Dreck und Graffiti für einige ein Problem, doch die Sicherheit ist weder von Graffiti noch vom Abfall gefährdet. Dafür wurde das „Drogenproblem Kalk-Post“, wie von der Stadt deklamiert, nicht „gelöst“, sondern lediglich zwei U-Bahn-Stationen weiter östlich nach Vingst verschoben, was in Kalk tatsächlich zu einem „cleaneren“ Erscheinungsbild führt. Ein „neues Ehrenfeld“ zu werden, ein Viertel also, bei dem die Einzelhänder von „gelungener Gentrifizierung“ sprechen – diese Möglichkeit besteht an und für sich auch in Kalk. Auch die Nähe zur Innenstadt und die verhältnismäßig niedrigen Mieten könnten auf lange Sicht dazu führen, dass Kalk sich erholt.

Wieviel die StandortGemeinschaft am Ende dazu beigetragen haben wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Noch nicht einmal, ob die Eingriffe dann auch wirklich gut gemacht, oder doch nur gut gemeint waren. Allein: Das Engagement von unten, das Gefühl fürs Veedel, das Wissen um die Potentiale und die Ausdauer, mit der die vor Ort Handelnden ihre Initiative in Sisyphusarbeit Schritt für Schritt voran bringen, bieten eine Chance für die Entwicklung des Stadtteils, die von offizieller Seite der Stadt bislang fahrlässig verkannt wurde. Auch wir dachten während unseres Studiums schließlich einmal, dass das Viertel ein Potential hat, als hip und angesagt zu gelten. Dem Motto „Schälsick is chic“ hätten wir uns gerne angeschlossen…

 

David Kasparek (*1981) studierte Architektur in Köln und lebte während dieser Zeit überwiegend in Köln-Kalk. Er war Mitarbeiter des „Unortkataster Köln“ an der Kunsthochschule für Medien Köln und als freier Grafiker und Journalist tätig. Seit 2008 ist er Redakteur dieser Zeitschrift. David Kasparek lebt und arbeitet in Berlin.

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