Gerhard Matzig erhält den BDA-Preis für Architekturkritik

Analytische Schärfe

Der BDA-Preis für Architekturkritik 2018 geht an Gerhard Matzig. Matzig ist seit 2001 leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und führte über mehrere Jahre das Ressort „SZ Wochenende“. Die Jury unter Vorsitz von BDA-Präsidiumsmitglied Susanne Wartzeck begründete ihre Auswahl wie folgt: „Ob es sich um die Auswirkung von Normung und Vergaberecht auf die Architekturqualität oder um das Verschwinden der Frauen aus der Leitungsebene großer Architekturbüros handelt: Er beherrscht die Kunst, auch scheinbar komplizierte Themen des Baugeschehens mit einer eigenen Sprache auf hohem sachlichen Niveau, gleichzeitig unterhaltsam und vergnüglich weit über enge Fachkreise hinaus zu vermitteln, ja zu erklären. Ihm gelingt so ein Zugang zur allgemeinen Öffentlichkeit, dabei greift er auf einen fundierten Hintergrund zurück und bezieht klare Positionen, die dem Leser plausibel und überzeugend erscheinen.“ Die Jury würdigt „seine rhetorische Brillanz, seine analytische Schärfe und die Qualität seiner ‚gebauten‘ Sprache.“ Gerhard Matzig rage unter den Zeitungsjournalisten mit „…einem klaren Willen zur Gestaltung seines Mediums in besonderer Weise hervor.“

Analog wie digital: „Gerhard Matzig ragt unter den Zeitungsjournalisten mit einem klaren Willen zur Gestaltung seines Mediums in besonderer Weise hervor“, so die Jury des BDA-Preises für Architekturkritik

Der 1963 geborene Matzig studierte Rechtswissenschaft, Politische Wissenschaften und Architektur in Bochum, Passau und München. Von 1986 bis 1991 absolvierte er studienbegleitend während der Semesterferien ein Volontariat bei der Passauer Neuen Presse. Seit 1994 arbeitet Gerhard Matzig bei der Süddeutschen Zeitung. Neben dieser Tätigkeit veröffentlichte er zahlreiche Bücher, darunter „Nettelbeck und Familie“ (2015), „Meine Frau will einen Garten“ (2012) und „Einfach nur dagegen“ (2011). Darüber hinaus war Matzig Lehrbeauftragter für Produktdesign an der FH München, unterrichtete Kulturjournalismus an der Deutschen Journalistenschule München und war als Honorarprofessor für Wissenschaftstheorie an der Universität für angewandte Kunst in Wien tätig. 2013 erhielt er den DAI-Literaturpreis.

Die Verleihung des BDA-Preises für Architekturkritik an Gerhard Matzig findet am 16. Juni im Schmidt-Theater in Hamburg statt. Sie ist Teil des BDA-Tags, der am 15. Juni mit dem „neu im club“-Pecha-Kucha-Abend im Resonanzraum im Bunker am Heiliggeistfeld eingeläutet wird.

David Kasparek

Gerhard Matzig, Foto: SZ

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