Gerhard Matzig im Gespräch

Über Geschmack lässt sich sehr wohl streiten

Am 16. Juni zeichnete der Bund Deutscher Architekten BDA den Leitenden Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung Gerhard Matzig mit dem BDA-Preis für Architekturkritik 2018 aus. Im Vorfeld der Preisverleihung im Hamburger Schmidt-Theater sprachen Benedikt Hotze, Pressereferent des BDA, und David Kasparek, Redakteur bei der Zeitschrift der architekt, mit Matzig über seine Arbeit, Architekturkritik, messbare Baukultur und den Wandel des … Mehr lesen

Gerhard Matzig erhält den BDA-Preis für Architekturkritik

Analytische Schärfe

Der BDA-Preis für Architekturkritik 2018 geht an Gerhard Matzig. Matzig ist seit 2001 leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und führte über mehrere Jahre das Ressort „SZ Wochenende“. Die Jury unter Vorsitz von BDA-Präsidiumsmitglied Susanne Wartzeck begründete ihre Auswahl wie folgt: „Ob es sich um die Auswirkung von Normung und Vergaberecht auf die Architekturqualität oder um das Verschwinden der … Mehr lesen

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Icon, Index und Symbol

Die Elbphilharmonie in Hamburg von Herzog & de Meuron, Basel, 2001 – 2017 Vor mehreren Jahren prophezeite ein Sachwalter des Bauvorhabens Elbphilharmonie bei einer Besichtigung des noch nicht vollendeten Rohbaus, dass in der Annahme der zu erwartenden Symbolkraft des neuen Hauses schon bald niemand mehr über die gewaltigen Termin- und Preisüberschreitungen sprechen würde. „Hamburg braucht ein neues Symbol, und die Elbphilharmonie wird es werden“, … Mehr lesen

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Milieu und Atmosphäre

Das Kreativwirtschaftszentrum „C-HUB“ in Mannheim von Hartwig Schneider Architekten, Stuttgart, 2012 – 2015 Das Einfache ist meist das Schwere. Dabei muss man nicht gleich an Mies van der Rohes Lebensleistung denken, für die Verbindung von architektonischer Form, Konstruktion und Ausdruck die vermeintlich „einfachste“ Figur zu finden. Das Einfache kann vielmehr auch eine unmittelbare Erfordernis der Umgebung sein. Auch dadurch wird es nicht … Mehr lesen

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Ein schönes Bergwerk

Das Europäische Hansemuseum in Lübeck von Andreas Heller Architects and Designers, 2012–2015 Lübeck hat einen neuen kulturellen Kulminationspunkt: Das „Europäische Hansemuseum“ ist eine weitgehend unterirdisch angelegte Raumfolge, der große Teile des ehemaligen Dominikanerklosters angeschlossen sind. Den Entwurf fertigten Andreas Heller Architects and Designers aus Hamburg, die Finanzierung des 50 Millionen teuren Projekts leistete zu vier Fünfteln die Lübecker Possehl-Stiftung. An … Mehr lesen

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Ein Herz für Eltern

Das Ronald-Mc-Donald-Elternhaus in Sankt Augustin von GRAFT, 2012–2014 Ein Krankenhausareal wie viele andere auch. Zwischen neuen Mehrfamilienhausquartieren von der Stange, ausdruckslosen Bürobauten einer Hochschule, im Übergang zu einer von allen Seiten attackierten Auenlandschaft: Hier, in Sankt Augustin bei Bonn liegt die Asklepius-Kinderklinik mit dem deutschen Kinderherzzentrum. Im Krankenhaus werden Kinder mit schweren und pflegeintensiven Leiden behandelt: Herzkrankheiten, Krebs, orthopädische Erkrankungen, … Mehr lesen

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Nichts ist, wie es scheint

Erweiterung des Sprengel-Museums in Hannover von Meili & Peter Architekten, Zürich, 2009–2015 1972 gewannen die Kölner Architekten Peter und Ursula Trint den Wettbewerb um ein Museum am Nordostufer des Maschsees, in dem unter anderem die vom Schokoladen-Hersteller Sprengel der Stadt Hannover gestiftete Kunstsammlung mit Hauptwerken der klassischen Moderne aufbewahrt und ausgestellt werden sollte. Zwischen 1975 und 1979 konnten sie das Bauwerk gemeinsam … Mehr lesen

Buch der Woche: Momentaufnahme 2015

Sächsische Werkschau

In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht der BDA Sachsen Monographien im Eigenverlag – mal sind es Jahrbücher, mal Anthologien ausgezeichneter Bauten von BDA-Architekten, mal Rückblicke auf das Baugeschehen in Sachsen. Nun ist ein weiterer Band erschienen, der mit dem Titel „Momentaufnahme 2015“ eigentlich schon alles sagt: Es ist eine Beschreibung des Ist-Zustandes, eine Selbstvergewisserung und Tätigkeitsbericht. Eingeleitet wird das Buch von einem … Mehr lesen

Das NS-Dokumentationszentrum in München

Im Kasten

Welche Formensprache spricht ein Erinnerungsort, der sich inmitten von negativ konnotierten Erinnerungsorten befindet? Der Neubau des NS-Dokumentationszentrums in München hat den Weg der Vermeidung gewählt: der Vermeidung jeglicher typologischer, städtebaulicher und architektonischer Annäherungen sowohl an seinen Vorgängerbau als auch an die Nachbarbebauung. Er will sich nicht einfügen, weder ins Stadtbild der Maxvorstadt noch in die axiale Anlage rund um den … Mehr lesen

Zum Tod des Architekturkritikers Dieter Bartetzko

Rekonstruktion und Chanson

„Durch Ihre Ehrung fühlt sich auch der BDA geehrt.“ Das sagte der große Max Bächer in seiner Laudatio auf die beiden ex aequo mit dem BDA-Preis für Architekturkritik 2006 ausgezeichneten Journalisten Heinrich Wefing und Dieter Bartetzko. Gestern nun ist Dieter Bartetzko im Alter von 66 Jahren gestorben. Bächer fuhr – unter Hinweis darauf, dass Bartetzko das Schlüsseljahr 1968 als 19-Jähriger … Mehr lesen