BDA Nordrhein-Westfalen

Aufruf zum Erhalt

Der BDA Nordrhein-Westfalen unterstützt eine online-Petition zur Rettung des Gebäudes in Dortmund, in dem bis 2011 das Museum am Ostwall beheimatet war. Nach dem Auszug des Museums in das „Dortmunder U“ droht dem Bau nun am Ostwall der Abriss: der Rat der Stadt hat den Verkauf an den meistbietenden Investor bereits beschlossen. Es gibt Pläne, auf dem Grundstück Seniorenwohnungen zu bauen.

Das Haus am Ostwall, 1870 als Oberbergamt der preußischen Verwaltung errichtet, wurde nach Kriegszerstörung als eines der ersten Museumsgebäude Deutschlands wieder aufgebaut. Mit seiner bedeutenden Sammlung moderner Kunst stellte es über Jahrzehnte einen kulturellen Anziehungspunkt weit über die Stadt hinaus dar. Durch die Dortmunder Architekturtage von Josef Paul Kleihues in den 1970er Jahren wurde es gerade für Architekten zu einem Ort der Reflexion und Diskussion über architektonische und städtebauliche Themen.

„Der Rat der Stadt Dortmund wird aufgefordert, den oben genannten Ratsbeschluss aufzuheben und einem Verkauf nur zuzustimmen, wenn der Erhalt des Gebäudes und des Museumsparks sichergestellt ist“, so der BDA NRW. Es sollen insbesondere keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden, bevor über den eingereichten Antrag, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen, entschieden worden ist. Weiter wird gefordert, dass eine Nutzung des Hauses, „die seiner hohen architektonischen, kulturellen und Identität stiftenden Bedeutung für die Stadt entspricht“,  zusammen mit engagierten Persönlichkeiten und Institutionen zu entwickeln sei. Die solide Bausubstanz ermögliche eine weitere Nutzung ohne unangemessene Investitionen. Wer den Aufruf an die Stadt, das Gebäude zu erhalten, unterstützen möchte, kann die Petition hier einsehen und gegenzeichnen.
Red.

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