O. M. Ungers im Architekturmuseum der TU Berlin

(Entwurfs)Haltung

Oswald Mathias Ungers war ab 1963 Professor, ab 1965 Dekan der Fakultät Architektur der Technischen Universität Berlin. Bereits in seiner Antrittsvorlesung stellte er die gesamte Arbeitsweise damaliger Architekten in Frage und beendete seine prägende Lehrzeit mit dem unter Protesten abgebrochenen Symposium  „Architekturtheorie“. Sein Wirken als bedeutendster deutscher Vertreter der Postmoderne ging weit über die Universität hinaus. Besonders in Italien findet seine klare Gegenposition zur Haltung der Nachkriegs-Moderne einen starken Widerhall. Bereits 1960 unternahmen Aldo Rossi, Vittorio Gregotti und Giorgio Grassi eine Reise nach Köln, um das Werk und die Person Oswald Mathias Ungers besser kennenzulernen. Daraus entstand der bekannte Artikel Aldo Rossis in der Zeitschrift Casabella.

Um der Entwicklung seiner Entwurfshaltung und seinem Werk Rechnung zu tragen, findet im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin die Ausstellung „O.M. Ungers – Erste Häuser“ statt. Die Schau entstand aus einer Kooperation des UAA Ungers Archiv für Architekturwissenschaft Köln, der Politecnico di Milano und des Architekturmuseums der TU Berlin. Sie bildet den Auftakt einer dreiteiligen Ausstellungsreihe zum Schaffen des Architekten und den zentralen Aspekten seines Werkes. Drei seiner ersten Bauten der Jahre 1957 bis 1962 werden gezeigt, die als Schlüsselbauten für die Weiterentwicklung seiner morphologischen Denkansätze fungieren.

Zur Eröffnung spricht neben dem Leiter des Architekturmuseums, Hans-Dieter Nägelke, und dem Kurator, Stefan Vieths, auch Sophia Ungers, die Tochter von O. M. Ungers und Leiterin des UAA in Köln.

rob

O. M. Ungers – Erste Häuser
Eröffnung: Mittwoch, 22. Juni, 18 Uhr
Ausstellung: 23. Juni bis 28. Juli 2016
Öffnungszeiten: Mo-Do 12.00-16.00 Uhr
Architekturmuseum der TU Berlin
Straße des 17. Juni 152 (Untergeschoss Flachbau)
10623 Berlin

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