Mies van der Rohe Award für Stettiner Philharmonie

Mies in Stettin

Die Stettiner Philharmonie, entworfen von Barozzi/Veiga (Alberto Veiga und Fabrizio Barozzi) in Zusammenarbeit mit Studio A4, ist der Gewinner des diesjährigen Mies van der Rohe Awards, dem Preis für zeitgenössische Architektur der Europäischen Union. Das gaben die Europäische Kommission und die Mies van der Rohe Stiftung am vergangenen Donnerstag bekannt. Neben der Stettiner Philharmonie wurde das katalanische Studio ARQUITECTURA-G mit dem „Emerging Architect“-Preis ausgezeichnet. Die vier Architekten Jonathan Arnabat, Jordi Ayala-Bril, Aitor Fuentes und Igor Urdampilleta erhalten den Preis vor allem für ihr Projekt „Haus Luz“ im spanischen Ort Cilleros. Der Mies van der Rohe Award ist mit 60.000 Euro dotiert, der „Emerging Architect“-Preis mit 20.000 Euro.

Jens Nymand Christensen, stellvertretender Generaldirektor für Bildung und Kultur der Europäischen Kommission, und Xavier Trias, Bürgermeister von Barcelona, übergaben den Gewinnern die Preise am vergangenen Donnerstag im Mies van der Rohe Pavillon in Barcelona. Außerdem erhielten die Gewinner eine Skulptur des spanischen Künstlers Xavier Corberó, die Finalisten und Bauherren wurden mit einer Medaille für „…ihren Einsatz für Architektur auf höchstem Qualitätsniveau auf europäischem Gebiet“ geehrt.

Der Bau der Stettiner Philharmonie birgt eine Konzerthalle mit Raum für 1.000 Zuschauer, einen Kammermusiksaal für 200 Zuschauer, einen Multifunktionsraum für Ausstellungen und Vorträge sowie ein großzügig gestaltetes Foyer. Die von innen beleuchtete Glasfassade führt zu einer äußeren Nüchternheit, die gemeinsam mit dem Aufbau der inneren Durchgangsräume im Kontrast zu dem ausdrucksstarken Hauptsaal und dem mit Gold getäfelten Konzertraum stehen.

Auf der fünf Projekte umfassenden Short List standen außer dem Siegerprojekt noch das von Lederer Ragnarsdóttir Oei (Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei und Katja Pütter) entwickelte Kunstmuseum Ravensburg, das von BIG – Bjarke Ingels Group (Bjarke Ingels und David Zahle) entworfene neue Danish Maritime Museum in Helsingør, das von Archea Associati (Laura Andreini, Marc Casamonti, Giovanni Polazzi und Silvia Fabi) entworfene Weingut Antinori nahe Florenz und das Saw Swee Hock Student Centre der London School of Economics, aus der Feder von O’Donnell + Tuomey (Sheila O’Donnell, John Tuomey und Willie Carey).

Red.

Fotos: Mies Van Der Rohe Award/Simon Menges

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*