BDA-Preis Schleswig-Holstein verliehen

Qualität im hohen Norden

Am 30. September wurde in Kiel der BDA-Preis Schleswig-Holstein verliehen. Der Vorsitzende der Jury, Peter Schürmann (Architekt BDA, Stuttgart) und der Vorsitzende des Landesverbands Schleswig-Holstein, Jan O. Schulz (Architekt BDA, Kiel), ehrten Bauherren und Architekten der ausgezeichneten Projekte vor rund 180 geladenen Gästen. Der im Turnus von vier Jahren vom BDA Schleswig-Holstein verliehene Preis ist der wichtigste Architekturpreis in Schleswig-Holstein. Er wird für vorbildliche Bauten im nördlichsten Bundesland vergeben und gilt der gemeinsamen Leistung von Bauherren und Architekten.

Insgesamt hatten 33 Architekturbüros aus ganz Norddeutschland 56 Projekte zur Beurteilung eingereicht, von denen die Jury zunächst 22 Arbeiten in die Engere Wahl nahm und ihnen eine Anerkennung aussprach. Aus dieser Auswahl qualifizierten sich schließlich die mit dem BDA-Preis und Auszeichnungen prämierten Arbeiten. Um die Finalisten angemessen beurteilen zu können, hatten die Juroren, neben Peter Schürmann, Katja Viltoft (Frederiksberg, Dänemark), Claus Anderhalten (Berlin) und der Architekturjournalist Falk Jaeger (Berlin) die Bauten vor Ort besichtigt.

In diesem Jahr wurden sechs Projekte gleichrangig geehrt: der Eingangsbereich der Kunsthalle zu Kiel (CAU) von Sunder-Plassmann Architekten (Bauherr: Christian-Albrechts-Universität, vertreten durch GMSH), die Erweiterung der Hans-Christian-Andersen-Schule in Kiel von Petersen Pörksen Partner Architekten und Stadtplaner BDA (Bauherr: Landeshauptstadt Kiel), die Fassadensanierung und Grundinstandsetzung des Dienstgebäudes des Landes SH/FA von bbp Architekten BDA (Bauherr: GMSH Geschäftsbereich Landesbau SH), der Andachtsraum im Hof des Hauses am Schüberg von Konermann + Siegmund Architekten BDA (Bauherr: Ev.-lutherischer Kirchenkreis Hamburg-Ost), das Torhaus Kultur auf dem Gut Hasselburg von BIWERMAU Architekten BDA (Bauherr: Stahlberg Stiftung) sowie das Ulrich-Gabler-Haus an der Marienkirche in Lübeck von Konermann + Siegmund Architekten BDA (Bauherr: Ulrich-Gabler-Stiftung).

Im zweiten Rang wurden zudem sechs Projekte mit Auszeichnungen geehrt: die Erweiterung der Gemeinschaftsschule Handewitt von Petersen Pörksen Partner Architekten und Stadtplaner BDA (Bauherr: Gemeinde Handewitt), das Haus Schwansen in Winnemark von KBNK Architekten (Bauherr: Hildegard Krause), das Käte-Ahlmann-Haus in Büdelsdorf von Architekurbüro Hansen, Heike Hillebrand und Catharina Gauda (Bauherr: AC-Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG), das KulturWerk und die Musikschule Norderstedt von me di um Architekten, Roloff Ruffing + Partner und Höhler + Partner Architekten (Bauherr: Stadt Norderstedt vertreten durch Stadtpark Norderstedt GmbH), die Muthesius Kunsthochschule in Kiel von Schmieder.Dau.Architekten., (Bauherr: GMSH Schleswig-Holstein) und die Osterkirche in Klein Offenseth-Sparrieshoop von Petersen Pörksen Partner Architekten und Stadtplaner BDA (Bauherr: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Barmstedt).

Wie schon in den Jahren zuvor wurde aus dem Kreis der Arbeiten des ersten und zweiten Rangs zusätzlich ein Publikumspreis ermittelt. In Zusammenarbeit mit den Tageszeitungen Kieler Nachrichten, den Lübecker Nachrichten, dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag und dem Boyens Verlag wurden die Arbeiten der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Leser konnten anschließend ihre Stimme abgeben und haben mehrheitlich für das Käte-Ahlmann-Haus in Büdelsdorf votiert.

Alle mit Preisen und Auszeichnungen geehrten Arbeiten werden in einer Ausstellung gezeigt – ergänzt um die zehn Projekte des dritten Rangs, die eine „Anerkennung“ erhalten haben. Eine Dokumentation des Preises und aller Projekte ist beim Landesverband und im Buchhandel erhältlich.

Red.

Fotos: Johanna Sunder-Plassmann/Stephan Baumann/Alexander de Cuveland/Dorfmüller Klier/Klaus Frahm/Bernd Perlbach/Volker Rebehn

 

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