Annette Rudolph-Cleff

Soziale Resilienz

Was Städte stark macht

Im Oktober 2016 wurde auf der UN Habitat III Konferenz in Quito die Urbane Agenda verabschiedet und das Ziel betont, Städte inklusiv, sicher, resilient und nachhaltig zu gestalten. Damit steht der spröde Begriff der Resilienz in der ersten Reihe der Entwicklungsziele gleichwertig neben der Nachhaltigkeit. Diese Setzung hat guten Grund, wenn man die Herausforderungen der Urbanisierung und des Klimawandels ernst nimmt, und ist doch der Nachfrage wert, denn sie steht für ein neues Verständnis von Planung und Planungszielen.

Die UN geht davon aus, dass bis 2050 etwa 80 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben wird. Klimawandel, Umweltzerstörung und Urbanisierungsprozesse formen ständig neue Herausforderungen. Die erwartete Intensivierung des Klimakreislaufs lässt gravierende Auswirkungen von Hitzewellen, Überflutungen, Starkregenereignissen und Stürmen für das Ende des 21. Jahrhunderts erwarten (World Bank 2012). Die Vulnerabilität der Städte ist bestimmt durch die wachsende Zahl der Stadtbevölkerung, die Lage vieler Städte in Küstennähe, in Überflutungsgebieten und entlang seismischer Riffs und die große wirtschaftliche Bedeutung, die Städte im globalen System einnehmen. Insbesondere der boomende asiatisch-pazifische Raum gilt weltweit als am stärksten gefährdete Region. Urbanisierung und Klimawandel fordern soziale Verantwortung und einen neuen Planungshorizont, der auf einem interdisziplinären Verständnis von Zusammenhängen und Prozessen im Stadtraum beruht.

Überflutete Straße in Obando, Metro Manila, Philippinen, Foto: Simon Gehrmann

Überflutete Straße in Obando, Metro Manila, Philippinen, Foto: Simon Gehrmann

Die Frage nach Risiko und Resilienz
Städte sind komplexe adaptive Systeme von vernetzten Serviceleistungen und Strukturen. Die wachsende Stadtbevölkerung, die Konzentration von Ressourcen und Kapital, unklare Mandate für Krisenfälle, ein oft unzureichendes Wasser- und Abwassermanagement mit Folgen für die Umwelt, die fortschreitende Zerstörung der Ökosysteme mit weitreichenden Folgen, überalterte städtische Infrastrukturen und Gebäudebestände stellen große Herausforderungen für die Planung dar. Innerhalb der gebauten Stadtstruktur gibt es aber nur wenige Spielräume, um räumliche Strukturen zu verändern und gestaltend einzugreifen. Es ist daher von zentraler Bedeutung, wie Fragen nach Risiken und Unsicherheiten beurteilt werden (World Bank 2012: 5) und welche Prioritäten man in der Planung setzen möchte.

Die Tatsache, dass es keine Sicherheit in den Annahmen zukünftiger Entwicklungen und Gefährdungen geben kann, hat in zweifacher Hinsicht Auswirkungen auf die Städte: Man geht zum einen davon aus, dass es keine optimale technologische Lösung geben kann, sondern robuste Lösungen für städtische Risiken nur in intelligenten Kombinationen von städtischen Infrastrukturen und gezielten Projektmaßnahmen zu suchen sind. Hier ist insbesondere auch die Integration von naturbasierten Lösungen gefragt. Andererseits bedeutet die Anerkennung eines Restrisikos auch, dass Städte in der Verantwortung sind, kontinuierlich Information und Kommunikation, Frühwarnsysteme und Notfallpläne zu verbessern (World Bank 2012).

Der Suchbegriff ist Resilienz: Als Resilienz wird die Fähigkeit eines Systems, einer Gemeinschaft oder Gesellschaft bezeichnet, Krisen und Gefahrensituationen zu bewältigen und sich mit Widerstandskraft zeitnah und nachhaltig von den Auswirkungen zu erholen und die notwendigen Grundstrukturen wiederherzustellen (UNISDR 2011). Das Konzept der Resilienz gilt seit Holling (1973) als wegweisender Ansatz, der in unterschiedlichen Interpretationen weiterentwickelt wurde. Für sozial-ökologische Systeme gelten Widerstandsfähigkeit, Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit als bestimmende Eigenschaften. (Folke et al. 2010)

Team B: Lara Giacometti, Felix Graf, Fabian Gräfe, Tyagita Hidayat, Boshra Khoshnevis, Min Kim, Rui Nong, Leonie Lube, Jonathan Mwanza, Ni Made Wenes Widiyani, Khatun E. Zannat: S.A.F.E. WATERSCAPE, Lageplan

Team B: Lara Giacometti, Felix Graf, Fabian Gräfe, Tyagita Hidayat, Boshra Khoshnevis, Min Kim, Rui Nong, Leonie Lube, Jonathan Mwanza, Ni Made Wenes Widiyani, Khatun E. Zannat:
S.A.F.E. WATERSCAPE, Lageplan

Neue Planungsperspektiven?
Mit dem Ziel, die Resilienz zu stärken, hat sich die Perspektive in der Planung verändert: Der Blickwinkel wird von der spezialisierten Ingenieursperspektive erweitert auf ein disziplinübergreifendes Verständnis von Zusammenhängen und Prozessen im Stadtraum. Resilienz ist ein vorausschauender Ansatz, der über Risikominderung hinausgeht und versucht, Systemausfälle zu mildern und Kapazitäten auszubauen. Der Fokus liegt auf Prinzipien, die eine nachhaltige Stadtentwicklung fördern, Ökosystemdienstleistungen und naturbasierte Lösungen einbeziehen, den Klimawandel adäquat berücksichtigen und die Klimaanpassung vorantreiben, sowie gemeinschaftsbasierte Ansätze und soziale Resilienz fördern. Dies sind keine neuen Themen, im Gegenteil, sie sollten längst fest verwurzelter Anspruch jeder Planung sein, ebenso wie der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen.

Neu ist die Auseinandersetzung mit Risiko und Unsicherheit: Die Einschätzung einer sozialen Gemeinschaft, welche Risiken sie zu tragen bereit ist und welche Ziele hinter Investitionen in ihre Sicherheit stehen, ist abhängig von der Bedeutung, die den unterschiedlichen Gefahren zugesprochen werden. Diese Einschätzung ist nicht nur gebunden an die statistische Wahrscheinlichkeit eines Krisenfalls oder die „gefühlte“ Bedrohung, sondern auch an die Kommunikation innerhalb der Gemeinschaft. Die strukturelle Unterscheidung in unterschiedliche Funktionssysteme wie Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Erziehung und Religion trägt dazu bei, dass einzelne Themen sehr viel oder sehr wenig Resonanz in der modernen Gesellschaft erfahren (Luhmann 2004). Mit dem Begriff der Kritikialität wird das Konzept der kontext- und gesellschaftsspezifischen Wahrnehmung von Risiken und Unsicherheiten beschrieben.(1) Gerade aus dieser Perspektive ist es sinnvoll, die Bedingungen von Vulnerabilität und Resilienz für jede einzelne Stadt und ihre Gesellschaft genau zu analysieren.

S.A.F.E. WATERSCAPE, bestehendes Wassersystem in Valenzuela City (Manila, Philippinen)

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE, bestehendes Wassersystem in Valenzuela City (Manila, Philippinen)

Neu ist auch das Verständnis von Raum und Zeit: Dass die Entwicklung von Städten und Stadtgesellschaften nicht linear verläuft, ist allgemein bekannt, doch das Panarchy-Modell sozial-ökologischer Systeme hat erst mit dem Resilienzbegriff in der Planung Einzug gehalten. Mit dem Bild eines Balls, der rollend im Bassin eine Schleife zieht – von Veränderung und Neuorganisation (in kleinem Radius) über Konsolidierung und Wachstum (in großem Radius) – und nur bei einschneidenden Entscheidungen die Ebene wechselt, wird die Entwicklung städtischer Gesellschaften in adaptiven Zyklen beschrieben. So hat beispielsweise das weit entfernte Fukushima in Deutschland den Ausschlag zur Energiewende gegeben. Jede Planung und jede umgesetzte Maßnahme bedarf der genauen Analyse der örtlichen Gegebenheiten und verweist zugleich auf seine höheren Maßstabsebenen. Das Ziel ist es, Innovationen durch die Entwicklung regional skalierbarer, aber lokal-spezifischer Lösungen zu fördern, die die Widerstandsfähigkeit in der Region erhöhen.

Neu ist die Konzentration auf die städtischen Infrastrukturen: Wasserversorgungssysteme und Hochwasserschutz stellen für Städte gegenwärtig die größte Herausforderung dar. Energieversorgung und Kommunikationssysteme beschäftigen die Überlegungen auf nationaler und subnationaler Ebene ebenso wie die Sicherung von Transport und Mobilität. Die städtischen Infrastrukturen – Wasser, Abwasser, Energie, Kommunikation und Transport – sind im Krisenfall von entscheidender Bedeutung für Notfallmaßnahmen und eine schnelle Wiederherstellung von Gesellschaft und Wirtschaft. Diese „kritischen Infrastrukturen” stehen derzeit im Mittelpunkt städtischer Planungen zur Resilienz (World Bank 2012: 32), um im Krisenfall gewappnet zu sein. Doch die kritischen Infrastrukturen sind längst selbst das Nervensystem moderner Städte, dessen Störung dramatische Krisen auslösen kann.(2) Die wachsende Vulnerabilität moderner Stadtgesellschaften durch ihre infrastrukturelle Vernetzung wird inzwischen sehr kontrovers diskutiert.

S.A.F.E. WATERSCAPE, Entwurf eines „linearen Parks“

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE, Entwurf eines „linearen Parks“

Neu ist der Fokus auf Ökosystemdienstleistungen: Den Vorzug, den die „grüne“ Infrastruktur in vielen Projekten vor der „grauen“ Infrastruktur der Stadttechnik erhält, ist nicht nur einem kritischen Verständnis von Technologieabhängigkeit geschuldet, sondern auch der Bedeutungszunahme naturbasierter Lösungen im Hochwasserschutz und in der Wasserversorgung. Ökosystemdienstleistungen werden als Möglichkeit verstanden, Technikabhängigkeit zu reduzieren und sinnvoll Schutzmaßnahmen städtischer Infrastrukturen zu ergänzen. Dies soll Städte davor schützen, sich in hoch investiven technologischen Lösungen festzulegen, die mit zukünftigen Entwicklungen an Bedeutung verlieren könnten (World Bank 2012). Große internationale Studien wie das Millennium Ecosystem Assessment haben sich eingehend mit den weltweit von Ökosystemen bereitgestellten Leistungen befasst und eindringlich auf die Folgen hingewiesen, die mit deren Verminderung oder Verlust einhergehen (Grunewald; Bastian 2012). Doch naturbasierte Lösungen können noch mehr, denn sie bieten die Chance, mit gestalterischen Maßnahmen im Freiraum einen attraktiven Stadt- und Landschaftsraum zu gewinnen, der nicht nur die Resilienz erhöht, sondern auch die Lebensqualität seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Die guten Planungs- und Projektbeispiele setzen genau an diesem Punkt an.

Designstrategien und Planungsbeispiele
Investitionen in neue Infrastrukturen, ein vorausschauendes Landmanagement und nachhaltige Gestaltung der Landschaftsräume sind gegenwärtig die zentralen Planungselemente, deren Ausgleich nur standortspezifisch für jede Stadt gefunden werden kann. Es sind hybride Lösungen, die als Spezialanfertigungen für den Ort und die prognostizierte Gefährdung entwickelt werden, aber zugleich Perspektiven auf neue attraktive Stadt- und Landschaftsräume eröffnen. Kritische Infrastrukturen sind in diesen Planungen nicht mehr alleiniges Thema der Fachingenieure, sondern der zentrale Gegenstand ressourcensensitiver Stadtgestaltung. Insbesondere das Zusammenspiel von Wassermanagement, Urban Design, Architektur und Landschaftsarchitektur in Konzepten des Water-Sensitive Urban Designs (WSUD) zeigt eindrucksvoll, wie es mit lokalen Netzwerken gelingt, zugleich lebenswerte, nachhaltige und attraktive Städte zu gestalten.

S.A.F.E. WATERSCAPE, Entwurf eines „linearen Parks“

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE, Entwurf eines „linearen Parks“

Ursprünglich in Australien entwickelt, gibt es heute viele Beispiele für ein integriertes Wassermanagement in unterschiedlichem Maßstab. Daneben verweist das Stichwort Low-Impact Development auf robuste, dezentrale und naturbasierte Lösungen, die im Krisenfall weniger anfällig sind als ihre vormals technokratischen Brüder. In diesem Zusammenhang ist auch der Blick auf Beispiele autochthoner Gebäude und klimaadaptiver Architektur interessant, denn er zeigt weitere Lösungsansätze, deren Wissen es zu bewahren lohnt und in neue Konzepte integriert werden kann. Im Folgenden werden Planungsbeispiele aus den Design-Wettbewerben Rebuild by Design und Designing Resilience in Asian Cities sowie Projekte zur wassersensitiven Stadtgestaltung vorgestellt.

The Big U: New York, NY
Das Projekt von einem Team um Bjarke Ingels(3) ist wohl eines der schillerndsten Beispiele. Die Frage, wie Manhattan nach Hurrikan Sandy seine Resilienz erhöhen und mit den Schutzmaßnahmen zugleich an Attraktivität, Aufenthalts- und Lebensqualität gewinnen kann, ist Ausgangspunkt der Planung. Die Südspitze Manhattans wird von einem schützenden grünen Band umfasst, das von der West 57th Street bis zur East 42th Street reicht und unterschiedliche Profile in den Abschnitten vor Lower East Side, The Battery, Chelsea, Red Hook und The South Bronx ausbildet. Hochwasserschutz und dezentrales Wassermanagement sind gestalterisch integriert in neue Uferzonen, neue Straßenprofile und neue städtische Räume, die soziale Funktionen aufnehmen und hohe freiräumliche Qualität bieten.(4)

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE, Polo Area, Manila, Philippinen, Lageplan

Team B,
S.A.F.E. WATERSCAPE,
Polo Area, Manila, Philippinen, Lageplan

Resist, Delay, Store, Discharge: Hoboken, Jersey City Weehawken, New Jersey
Das Team von OMA integriert ebenfalls den Hochwasserschutz in Strategien zur Aufwertung der Küstenzone. Der systematische Ansatz, auf verschiedene Phasen im Überflutungsfall aktiv zu reagieren, und diese Maßnahmen mit einem umfassenden Konzept der Kommunikation innerhalb der Akteure zu verbinden, zeichnet dieses Planungsprojekt aus.(5)

The Blue Dunes, New Jersey
West 8 adressiert unmittelbar den Küstenschutz und verbindet ihn mit Überlegungen zur Geomorphologie und zu Lebensräumen am Wasser. Die Abwehr von Sturmfluten soll durch vorgelagerte Inselketten erfolgen, um die Küstenstädte von New Jersey zu schützen. Der Name „The Blue Dunes“ steht für die Lage im offenen Meer und die Dünen für die naturnahe Gestaltung als Habitat für Fauna und Flora. Das Bild der neuen Küstenzone ist gewinnend und steht doch am Anfang einer notwendigen Forschung in interdisziplinären Teams aus Wissenschaftlern, Ingenieuren, Ökonomen und Meeresbiologen zu den Schlüsselthemen in der Gestaltung von Wasserqualität, Lebensräumen für Vögel und Fische, Anforderungen an die Schifffahrt und dergleichen.(6)

Rebuild by Design
Diese drei Beispiele entstammen demselben Planungswettbewerb und zeigen deutlich, welch breite Spanne an lokalspezifischen und regional übergreifenden Projekten in diesem Rahmen diskutiert wurden. Rebuild by Design wurde 2013 als Planungswettbewerb nach Hurricane Sandy vom US Department of Housing and Urban Development in Partnerschaft mit gemeinnützigen Organisationen ins Leben gerufen. Das Programm und den designorientieren Ansatz als Luxusprogramme reicher Städte zu beurteilen, mag auf den ersten Blick nahe liegen. Doch dieses Urteil wäre zu kurz gegriffen, denn die Initiative zielt auf eine kommunikative und partizipative Strategie, die die klassischen Barrieren von Akteuren und Zuständigkeiten überwinden soll. Es werden designorientierte Programme genutzt, gerade um Kommunen und Städte in Überlegungen einzubinden, wie ihre Resilienz erhöht werden kann.

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE, Polo Area, Manila, Philippinen, Schnitt AA

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE,
Polo Area, Manila, Philippinen, Schnitt AA

Die Arbeitshypothese ist, dass Gemeinschaften nur dann bestehende Barrieren überwinden können, wenn sie mit Planern, Wissenschaftlern, Politikern und Sachverständigen zusammenarbeiten. Diese Gemeinschaftsarbeit ist das Herzstück eines iterativen kreativen Prozesses. Der Wiederaufbau beginnt mit der Analyse, welche Personen und Organisationen über das beste Fachwissen verfügen und vernetzt sie mit denen, die die Herausforderungen der betroffenen Gemeinschaft am besten kennen, um dann gemeinsam Projekte zu entwickeln, die ihre Region stärker und belastbarer machen. Die Zusammenarbeit in der Grundlagenermittlung und im Planungsprozess ermöglicht es den Gemeinden, ein besseres Verständnis zu entwickeln, ihre eigenen Kapazitäten zu erhöhen, umsetzbare Projekte zu gestalten und neue Beziehungen zu knüpfen. Der Wettbewerb wurde zum Modell für integrative Planungsprozesse und im Rahmen der Partnerschaft mit 100 Resilient Cities (100RC) zu einem global agierenden Programm erweitert, das heute unter der Leitung des Niederländers Henk Ovink steht.(7)

Water Sensitive Urban Design (WSUD)
Die lange Erfahrung in den Niederlanden mit dem Hochwasserschutz hat sie längst zu Vorreitern innovativer Projekte werden lassen. Waterplan 2, Rotterdam, NL 2007 – 2030 zeigt eindrucksvoll, wie Wasser als Möglichkeit der Stadtgestaltung verstanden werden kann. Die Integration von Wasserrückhaltung und Speicherflächen in den dicht bebauten urbanen Gebieten erfolgt in einem integrierten Ansatz. Eigens die Gestaltung von „Wasserplätzen“, die 90 Prozent des Jahres als klassische „trockene“ Plätze genutzt werden, aber im Fall von Starkregenereignissen Wasserflächen mit hohen Aufnahmekapazitäten integrieren können, haben ebenso wie die temporäre Nutzung von Tiefgaragen als Auffangbecken Aufsehen erregt. Die Water Plaza in Rotterdam von De Urbanisten und Studio Marco Vermeulen zeigt, wie Flächen auf unterschiedlichen Niveauebenen zur räumlichen Gliederung eines Platzes und zur Differenzierung von unterschiedlichen Nutzungen beitragen können, und andererseits der Platz selbst bei Regen schrittweise bis zu 1.000 Kubikmeter Wasser speichern kann, bevor dieses langsam in die Kanalisation abgeführt wird,(8) um die vorhandene graue Infrastruktur zu entlasten.

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE, Polo Area, Manila, Philippinen, Schnitt BB

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE,
Polo Area, Manila, Philippinen, Schnitt BB

Im kleinen Maßstab haben Dreiseitl und Renzo Piano mit dem Wassermanagement am Potsdamer Platz in Berlin 1994 bis 1998 bereits eines der führenden Beispiele in der wasser-sensitiven Stadtgestaltung vorgelegt. Innovative ökologische Standards sind in den integrierten Wasserrecycling-Systemen der Gebäude zu sehen, die nicht nur das Regenwasser für die Toilettenspülung und zur Grünbewässerung nutzen, sondern auch aus dem in Zisternen gesammelten Regenwasser ein attraktives Gewässersystem speisen.

In diesem wird das Wasser durch bepflanzte Reinigungsbiotope biologisch gereinigt, so dass nur bei Bedarf in Sommermonaten technische Filter zugeschaltet werden müssen. Die Entlastung der städtischen Kanalisation gilt als große ökologische Errungenschaft, da so annähernd die Ablaufwerte eines unversiegelten Grundstückes erreicht werden.(9)

Die deutschen Landschaftsarchitekten sind neben den Ingenieuren von CH2MHill auch verantwortlich für Planung des Bishan Ang Mo Kio Parks in Singapur(10), der im Rahmen der Renaturierung des Kallang Rivers 2012 fertiggestellt wurde. Der Park dient den (scheinbar widersprüchlichen) Zielen der Wasserversorgung wie auch des Hochwasserschutzes. Der ehemals kanalisierte Fluss mäandriert heute über 3,2 Kilometer Länge in einem großen Park von 62 Hektar. Die Uferzonen sind sorgfältig gestaltet, um einerseits die Wasserqualität zu verbessern und andererseits schwankende Wasserstände ausgleichen zu können. Durch die integrierte Planung des Flussbetts und des Parks ist das System außerdem in der Lage, Starkregenereignisse abzupuffern. Weite Teile des Parks sind daher als Überflutungszone angelegt, die zunächst den Fluss hydraulisch entlasten, um das Wasser anschließend verlangsamt an die weiterführenden Kanäle abgeben zu können. Der Bishan Park gilt heute als Flagschiffprojekt des ‚ABC Waters Programme‘ (Active, Beautiful, Clean Waters), das Singapur 2006 ins Leben gerufen hat, um Wasser als Schlüsselelement im städtischen Leben ins Bewusstsein zu rufen.(11)

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE, Polo Area, Manila, Philippinen, Schnitt CC

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE,
Polo Area, Manila, Philippinen, Schnitt CC

Auf ähnliche Weise zeigen Ramboll Studio Dreiseitl im Copenhagen Strategic Flood Masterplan von 2013, dass Wassermanagement für eine Stadt und die Gestaltung ihrer Straßenprofile ein Gewinn sein kann. Diese neue Generation von „blau-grünen Infrastrukturen“ ist auf städtische Dienstleistungen im Bereich Mobilität, Erholung, Gesundheit und Biodiversität ausgerichtet und stellt sich gleichzeitig dem Ziel langfristiger Wirtschaftlichkeit.(12)

Designing Resilience in Asian Cities
Der internationale Wettbewerb und das Symposium „Designing Resilience in Asian Cities (DRIA)“ wurden 2013 von der National University of Singapore ins Leben gerufen, um eine fundierte Diskussion über innovative Ideen zur Stärkung der Resilienz und der Nachhaltigkeit im pazifisch-asiatischen Raum anzuregen. Dieses Programm, das zehn Universitäten verbindet, sucht die kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Urbanisierung. Über den Zeitraum von fünf Jahren werden an unterschiedlichen Aufgaben vorausschauende architektonische und stadtplanerische Konzepte ebenso wie innovative Technologien entwickelt, um die Resilienz städtischer Gemeinschaften zu stärken. Im jährlichen Turnus werden die Wettbewerbsaufgaben von den Universitäten bearbeitet und im Rahmen eines internationalen Symposiums in Singapur vorgestellt. Valenzuela City, als Teil von Manila auf den philippinischen Inseln gelegen, war beispielsweise für alle 19 eingereichten Beiträge beim Wettbewerb DRIA 2016 das Thema: Mit der Verstädterung und dem Klimawandel sind die wachsenden Stadtgebiete am Polo River von starken Umweltverschmutzungen geprägt und von wiederkehrenden Überschwemmungen bedroht, die in ihren Ursachen neben der konsequenten Umnutzung der schützenden Mangrovenwälder zu Fischzuchtanlagen auch auf ein massives Missmanagement von grauer Infrastruktur zurückzuführen sind.(13)

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE, Polo Area, Manila, Philippinen, Schnitt DD

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE,
Polo Area, Manila, Philippinen, Schnitt DD

Das Projekt „S.A.F.E. Waterscape“ basiert auf der Analyse bestehender Wasser-infrastrukturen und dem Vorschlag für ein neues Wassermanagement auf regionaler Ebene. Neue Wasserreservoires, vergrößerte Flussquerschnitte, Feuchtgebiete und Infrastrukturentwicklung sorgen für einen effektiven Hochwasserschutz. Darüber hinaus liefert das Projekt Ansätze zur nachhaltigen Trinkwasserversorgung der Region, um die Folgen der Tiefenbrunnenextraktion in Form von Landabsenkungen zu reduzieren. Alle Maßnahmen sind in die Gestaltung eines grünen Parks entlang der zwei wichtigsten Flüsse des nördlichen Manilas integriert. Mit den ökologischen Herausforderungen adressiert S.A.F.E Waterscape auch das soziale Leben vor Ort, indem öffentliche Einrichtungen und dringend benötigter Frei- und Grünraum für die Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung gestellt werden. Das preisgekrönte Projekt wurde von einem Studententeam der TU Darmstadt erarbeitet.(14)

Stadt als sozialer Raum
Schwierig wird es allerdings, gute Projektbeispiele zu finden, wenn es um die Siedlungen und städtischen Quartiere selbst geht. Die auf den ersten Blick nahe liegenden Lösungen, wie beispielsweise Umsiedlungen aus gefährdeten Küstenregionen in höher gelegene Gebiete oder der Verzicht auf Erdgeschossnutzung in von Hochwasser gefährdeten Stadtgebieten sind oft fragwürdig, wenn es um den Beitrag für das Zusammenleben in einer funktionierenden Nachbarschaft und den Stadtraum als sozialen Raum geht. Der Bau von ersten erdbebensicheren Wohnzeilen auf Stützen am Rand von L`Aquila nach dem schweren Erdbeben von 2009 – als neue Wohnungstypologie in neuer Siedlung – war gut gemeint, aber nicht gut gemacht und frei von allen städtischen Erinnerungsstücken für seine Bewohnerinnen und Bewohner. Während die Altstadt und alles Vertraute in Ruinen zerfällt, ist die schöne neue Siedlung Teil einer anderen Welt. Hier ist für die Menschen nicht nur das historische Zentrum von L´Aquila verloren gegangen, sondern mit internationaler Hilfe auch jeder Ortsbezug im Wiederaufbau. Deutlich wird an dieser Stelle die Problematik, zwischen globaler Expertise, lokalem Handlungswissen und politischen Entscheidungsstrukturen zu vermitteln. Die Balance ist kaum zu finden. Die Bewohner der informellen Siedlungen in gefährdeten Gebieten sind ebenso ungezählt wie die Fälle der Umsiedlungen.

Soziale Resilienz
Es ist offensichtlich, dass es neben der ökonomischen, ökologischen und institutionellen Resilienz vor allem um die soziale Resilienz geht. Der Hurrikan Katrina 2005 und der Tsunami in Südostasien 2004 zeigten zum ersten Mal nachdrücklich, welche Bedeutung gesellschaftliche Strukturen und soziale Gemeinschaften im Krisenfall haben. Unabhängig von Schäden und Verlusten entscheiden diese über Zusammenhalt oder Eskalation, kriminelle Übergriffe und die Strukturen des sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbaus. Die Vulnerabilität einer Gemeinschaft wird entscheidend durch ihren sozialen Zusammenhalt bestimmt. Soziale Resilienz ist vielleicht tragfähiger als technologische und ökologische Resilienz.

Doch soziale Resilienz ist nicht planbar. Sie wird bestimmt durch das soziodemographische Profil einer Gemeinschaft einerseits – und kann mit sozialen Merkmalen wie Geschlecht, Alter, sozio-ökonomischem Status, ethnischer Zugehörigkeit und Bildung beschrieben werden – und das soziale Kapital einer Gemeinschaft andererseits: Die Bindung an den Ort, bürgerschaftliches und /oder politisches Engagement, Interessenvertretungen, Religionsgemeinschaften entscheiden über den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinschaft und die Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Auch wenn es schwer ist, das soziale Kapital einer Gemeinschaft zu erfassen, ist den unterschiedlichen Konzepten (zum Beispiel Jacobs 1961, Bourdieu 1983, Putnan 1990) der Blick auf den normativen Zusammenhalt einer Gruppe und das Zusammenspiel von Gruppe und individuellem Verhalten gemeinsam. Soziales Kapital ist „akkumulierte soziale Energie“ und kann – zum Glück – angehäuft werden.

Team B, S.A.F.E. WATERSCAPE, Polo Area, Manila, Philippinen, Rendering

Team B,
S.A.F.E. WATERSCAPE,
Polo Area, Manila, Philippinen, Rendering

„Empowerment“ ist als Ziel partizipativer Planungsprozesse vielfach beschrieben worden, jedoch stellt sich die Frage, inwieweit es heute gelingen kann eine aktive Bürgerschaft zu fördern, wenn der Trend zur Entpolitisierung geht. Die Rahmenbedingungen für unser Zusammenleben ändern sich gerade grundlegend. Die großen gesellschaftlichen Veränderungen wie Globalisierung, Transnationalisierung und Migration konfigurieren unsere Lebensbedingungen neu und haben weitreichende Folgen für unser Gemeinschaftsleben und unsere Ängste als Individuen. Und diese Unsicherheiten und Ängste wachsen gegenwärtig ganz unabhängig vom (und vielleicht sogar mit dem) Wohlstand. Eine weitere Polarisierung der Gesellschaft erschwert aber die Sicht auf gesellschaftliche Herausforderungen und die notwendigen Aushandlungsprozesse. Es ist daher eine berechtigte Frage, inwieweit eine Kooperationsbereitschaft innerhalb der Gesellschaft bei der Lösung von Problemen und Konflikten (noch) besteht, bei denen es keine einvernehmliche Lösung geben kann, wie beispielsweise beim Thema Klimaschutz oder Migration.

„Are we ready for the new normal?“
Das war der provokante Titel einer Tagung der Katastrophenhilfe.(15) Katastrophenhilfe braucht kein Design, aber durchaus Visionen für eine wünschenswerte städtische Zukunft und den gesellschaftlichen Diskurs über städtische Entwicklungsmöglichkeiten. Die gesellschaftliche Resonanz, die einzelne Themen im Rahmen der Diskussion über Sicherheit gegenwärtig erfahren, ist bestimmt durch strukturelle Rahmenbedingungen, die von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Erziehung und Religion ausgehen. Aus diesem Grund können Fragestellungen zur städtischen Zukunft nicht in der Diskussion um Wertvorstellungen oder in der akademischen Auseinandersetzung beantwortet werden (Luhmann 2004).

Es ist aber von zentraler Bedeutung, wie Fragen nach Risiken und Unsicherheiten beurteilt werden und welche gesellschaftlichen Prioritäten gesetzt werden. Diese Einschätzung unterscheidet soziale Gemeinschaften ebenso wie ihre Anforderungen an (Versorgungs-)Sicherheit (mit Gütern und Dienstleistungen). Was als wichtig erachtet wird, folgt dem relativen Maß zugesprochener Bedeutung. Leider wird die gesellschaftliche Diskussion, welche Schwerpunkte man setzen und welche Ängste man bedienen will, weitgehend von den Medien und nicht von strategischen Überlegungen bestimmt.
In der Entscheidung, welche Risiken eine Gesellschaft zu tragen bereit ist, können integrierte Designlösungen eine besondere Bedeutung einnehmen, denn urbane Qualitäten lassen sich nicht abstrakt, sondern nur am konkreten Projekt diskutieren.

Die dargestellten Planungsbeispiele und Projekte zeigen nachdrücklich, welche Aufgaben designorientierten Lösungen im Planungsprozess zukommt, wenn Strategien zur Stärkung der Resilienz und Nachhaltigkeit gefragt sind: Es gibt attraktive Lösungen für schwierige Aufgaben, gerade weil es um die Gestaltung von öffentlichen Räumen, um lokale Netzwerke und ressourcensensitive Lösungen und um die nachhaltige Gestaltung von Landschaftsräumen und den Planungsprozess selbst geht. Es ist dabei unverkennbar, dass die Rolle der Öffentlichkeit im Planungsprozess und im Projekt entscheidend ist für die Qualität der Planung selbst.

Die Gestaltung öffentlicher Räume ist eine Voraussetzung für inklusive Stadtgestaltung und ein aktives Gemeinschaftsleben. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen kann es nicht darum gehen, Ängste zu bedienen, sondern es gilt gerade jetzt neue Perspektiven zu eröffnen. Visionen für eine wünschenswerte städtische Zukunft sind dringend notwendig. Kreative Lösungen für komplexe Aufgaben sind gefragt, gerade weil es keine Ableitungsstrategien geben kann. Hier sind wir in unserer Disziplin als Entwerfer und Generalisten gefragt: es gilt zwischen technologischen Strategien und unserer eigenen Sensibilität zu vermitteln. Im Zeitalter der Urbanisierung ist die alte Stadtangst wohl kaum angebracht bei der Suche nach guten Lösungen.

Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff studierte Architektur an der TH Karlsruhe und an der Ecole d´Architecture Paris-Belleville. Sie arbeitete nach dem Diplom (1991) bei Jean Nouvel in Paris und ab 1994 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Karlsruhe, an der sie 1995 mit Auszeichnung ihre Promotion ablegte. Seit 1994 ist sie freiberuflich tätig. Nach einer Vertretungsprofessur an der Bergischen Universität Wuppertal wurde sie 2006 an das Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung der Technischen Universität Darmstadt berufen. Sie ist in verschiedenen Forschungsprojekten tätig und leitet als akademische Direktorin den internationalen Master-Studiengang „International Cooperation in Urban Development – Mundus Urbano“ sowie seit 2013 das europäische Team des Wettbewerbs „Designing Resilience in Asia“.

Anmerkungen
1 Siehe hierzu: Lenz (2009): Vulnerabilität kritischer Infrastrukturen.
2 DFG-Graduiertenkolleg Kritis, TU Darmstadt.
3 BIG (Bjarke Ingels Group) with One Architecture, Starr Whitehouse, James Lima Planning + Development, Project Projects, Green Shield Ecology, AEA Consulting, Level Agency for Infrastructure, Arcadis, and the Parsons School of Constructed Environments.
4 http://www.rebuildbydesign.org/our-work/all-proposals/winning-projects/big-u; Seitenaufruf: 13.1.2017.
5 http://www.rebuildbydesign.org/our-work /all-proposals/resist-delay-store-discharge-a-comprehensive-strategy-for-hoboken; Seitenaufruf: 13.1.2017.
6 http://www.west8.nl/projects/all/blue_dunes_the_future_of_coastal_protection/; Seitenaufruf: 13.1.2017.
7 https://portal.hud.gov/hudportal/HUD?src
=/sandyrebuilding/rebuildbydesign; Seitenaufruf: 13.1.2017.
8 http://www.urbanisten.nl/wp/?portfolio =waterplein-benthemplein; Seitenaufruf: 13.1.2017.
9 http://www.dreiseitl.com/de/portfolio# potsdamer-plaza; Seitenaufruf: 13.01.2017.
10 http://www.landezine.com/index.php/
2012/06/kallang-river-at-bishan-ang-mokio-
park-by-atelier-dreiseitl/; Seitenaufruf: 13.1.2017.
11 http://www.ramboll.com/projects/singapore/bishan-park; Seitenaufruf: 13.1.2017.
12 http://www.landezine.com/index.php/
2015/05/copenhagen-strategic-flood-masterplan; Seitenaufruf: 13.1.2017.
13 http://www.designingresilience.com/dr-
main#main-content; Seitenaufruf: 13.1.2017.
14 Der Urban Excellence Design Award im DRIA Wettwerb 2016 ging an Lara Giacometti, Felix Graf, Fabian Gräfe, Tyagita Hidayat, Boshra Khoshnevis, Min Kim, Rui Nong, Leonie Lube, Jonathan Mwanza, Nimade Wenes Widiyni, Khatun Zannat.
15 Are we ready for „the new normal“? Forum Series Plus+: Assessing risks and managing climate change impacts, 2014 / RAFI EADSC.

Literatur
Folke, Carl et al.: Resilience thinking: integrating resilience, adaptability and transformability. Ecology and Society, 2010, Vol. 15, No. 4, Art. 20.
Günther, Elmar: Klimawandel und Resilience Management: Interdisziplinäre Konzeption eines entscheidungsorientierten Ansatzes, Springer, Trossingen 2009.
Hoyer, Jacqueline et al.: Water sensitive Urban Design. Principles and Inspiration for Sustainable Stormwater Management in the City of the Future, Berlin 2011.
Leichenko, Robin: Climate change and urban resilience, Current Opinion in Environmental Sustainability, 2011, S. 164-168.
Luhmann, Niklas: Ökologische Kommunikation. Kann sich die moderne Gesellschaft auf ökologische Gefährdungen einstellen? VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 42004.
Rudolph-Cleff: Urban Interplay, in: Wang, Fang / Prominski, Martin (Hrsg): Urbanization and Locality, Springer 2015, S. 77-96.
Satterthwaite, David / Dodman, David: Towards
resilience and transformation for cities within a finite planet, Environment and Urbanization, 2013, S. 291-298.
Shaw, Keith: Reframing Resilience: Challenges
for Planning Theory and Practice, Planning Theory & Practice, Vol. 13, No. 2, 2012, S. 308-312.
UNISDR: Global Assessment Report on Disaster, Risk Reduction, Revealing Risk, Redefining Development, UNISDR Practical Action, Genf 2012.
World Bank: Building Urban Resilience: Principles, Tools and Practice. The World Bank Group, Washington 2012.
UN: Ecosystems & Human Wellbeing, Island Press, Washington DC, 2005.
Walker, Brian / Holling, Crawford Stanley /Carpenter, Stephen / Kinzig, Ann: Resilience, adaptability and transformability in social-ecological systems. Ecology and Society 9(2), S 5. [online] URL: http://www.ecologyandsociety.org/vol9/iss2/art5

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