Uwe Schröder

Architektonische Phantasie

Fünf Überlegungen zur Funktion von Architektur und Stadt Architektonische Phantasie wäre demnach das Vermögen, durch die Zwecke den Raum zu artikulieren, sie Raum werden zu lassen; Formen nach Zwecken zu errichten. Umgekehrt kann der Raum und das Gefühl von ihm nur dann mehr sein als das arm Zweckmäßige, wo Phantasie sich in die Zweckmäßigkeit versenkt.(1) Zwar wollte die Architektur – … Mehr lesen

Uwe Schröder: Material und Architektur

Janus

Prolog: Stein der Weisen. Von einem großen Protagonisten der Moderne lesen wir: „Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden.“ Ein Lob der Fuge also und mithin auf die Ordnung, die sich mit Fügung der ersten Steine etabliert und die die Errichtung des ganzen Baus maßgeblich bestimmt. Diese Ordnung, die Ludwig Mies van der Rohe meint, setzt Regelmäßigkeit voraus, die … Mehr lesen

Uwe Schröder im Gespräch mit Andreas Denk

Fühlende Annäherung

Form, Funktion, Raum und Material Andreas Denk: Wenn wir über den Begriff des Materials nachdenken, können wir vordergründig zwei Betrachtungsebenen unterscheiden. Es gibt eine Begriffsebene, die aus den Eigenschaften eines Stoffes gewonnen ist. Sie resultiert daraus, dass man sich – wann immer man etwas herstellt – für einen Stoff entscheidet, der von vornherein bestimmte materielle Eigenschaften hat, die der Funktion … Mehr lesen

editorial

räume für jäger und sammler

Die Annahme, dass die Verwendung des Goldenen Schnitts a priori eine ästhetische Empfindung oder gar ein körperliches Wohlbefinden auslöst, ist umstritten. Genauso unklar ist es – obwohl hunderte Jahre selbstverständlich und die letzten Jahrzehnte zumindest noch Stand der Lehre –, ob eine spezifische Proportion eines Raumes, also ein explizites Verhältnis von Höhe zu Tiefe zu Breite, ein gutes Gefühl gibt … Mehr lesen