Jörg H. Gleiter

Spur der Steine

Architektur als Dokument Es gibt keine Gesellschaft, die ohne Formen der Erinnerung und des Gedächtnisses ist, so wie es keine Architektur gibt, die nicht Dokument ist. Das wurde 2019 beim Brand von Notre Dame in Paris wieder schmerzhaft sichtbar. Die Tragödie war ja, dass nicht ein Gebäude, sondern ein vielfältiges Dokument der französischen und europäischen Geschichte von der Zerstörung bedroht … Mehr lesen

Züblin-Haus, Stuttgart-Möhringen, 1981 – 1985

Warten auf die Stadt

von Christian Holl  Direktauftrag Nutzung: Bürogebäude Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Dörte Gatermann, Jürgen Minkus, Federico Valda, Klaus Beckmannshagen Nach seinen frei geformten, brutalistischen Ikonen hat Böhm auch einen kreativen Umgang mit der Bauweise in Betonfertigteilen gefunden. Ein weiteres Beispiel ist die Siedlung Talstraße in Saarbrücken. Diesen urbanen, ansprechenden Raum wünschte man sich in der City und nicht in einem unstrukturierten Neubaugebiet!“ … Mehr lesen

Houston, we have a problem

Das Fenster

Ein energetisch-dynamisches Bauteil Von Angèle Tersluisen Mit dem Jahresthema „Kulisse und Substanz“ nimmt der BDA sich 2019 verstärkt den drängenden Fragen rund um den Themencluster Ökologie und Verantwortung an. Dabei steht die Diskussion im Vordergrund, welche Maßnahmen uns substanziell dabei helfen können, die Effekte des Klimawandels zu gestalten, und welche Eingriffe, Postulate oder Moden nur Kulisse bleiben. Bereits vor zehn … Mehr lesen

kritischer raum

Leviathan

Das Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main von Coop Himmelb(l)au, 2003–2015 Da steht er nun, der Riesenlümmel. Etwas sehr breitbeinig, fast behäbig hat er sich  am Mainufer aufgebaut, aber strategisch geschickt, denn hier kann er von weitem  gesehen werden. Und er bildet den neuen point-de-vue der nord-süd-orientierten Straßen im Frankfurter Ostend, die jetzt förmlich auf ihn zulaufen. Vorbei … Mehr lesen

Mies-van-der-Rohe-Preis für Konzerthaus Harpa

Quasi Brick

Der Mies-van-der-Rohe-Preis geht in diesem Jahr an das Konzerthaus Harpa in der isländischen Hauptstadt Reykjavik. Der Bau wurde von Henning Larsen Architects (Kopenhagen/ München) in Zusammenarbeit mit Batteríið Arkitektar (Hafnarfjörður) und dem Studio Olafur Eliasson (Berlin) entworfen. Der Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur wurde damit erstmals an dänische Architekten vergeben. Wiel Arets, Sprecher der Jury, begründet die Entscheidung: … Mehr lesen