Der 11. BDA-Tag in Berlin

Treibhaushitze

„So ließen die in der Treibhaushitze von Schinkels glasüberdachter Elisabethkirche schwitzenden Zuhörer geduldig manch eine Paragraphenschlacht und Begriffsverwirrung über sich ergehen, während sie sich mit den massenhaft zu Fächern umfunktionierten Positionspapieren etwas Atemluft zu verschaffen versuchten.” Diesen Satz von Arnold Bartetzky aus der FAZ vom 6. Juli kann man als schlaglichtartiges Fazit des 11. BDA-Tags herausgreifen. Er enthält alles, was man wissen muss: Die Materie ist kompliziert, und es war quälend heiß in der notgedeckten Kirchenruine in Berlin-Mitte.

Anders gesagt: Der BDA-Tag war ein Erfolg. Weil kontroverse Positionen aufeinandertrafen – auch innerhalb der Architektenschaft ist man sich beim Thema „offene Wettbewerbe” in den Nuancen keineswegs immer ganz einig. Und sobald Verwaltungsfachleute und Juristen zu Wort kamen, wähnte man sich spätestens in einer anderen Welt: Das für die Architekten so immens wichtige Wettbewerbswesen ist nur eine (Sonder-)Form der Vergabe, und ab 2016 sorgt die Umsetzung des EU-Rechts für eine noch exotischere Stellung des Planungswettbewerbs.Immerhin: Bundesbauministerin Barbara Hendricks und Berlins Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel haben in ihren Grußworten zu erkennen gegeben, dass sie das Anliegen der Architektenschaft verstanden haben.

Tze

Eine ausführliche Berichterstattung über den 11. BDA-Tag lesen Sie in der Ausgabe 4/15 der BDA-Zeitschrift „der architekt”, die am 21. August erscheint.

Das BDA-Positionspapier „Mehr Wettbewerb – mehr Qualität” gibt es in zwei Fassungen zum Download: als Diskussionspapier und als detaillierte Begründung.

Fotos: Till Budde

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