BDA-SARP-Award 2013 vergeben

Beispielhaft

Der Bund Deutscher Architekten BDA und der polnische Architektenverband SARP haben im Juni in Warschau den BDA-SARP-Award 2013 verliehen. Der früher unter dem Namen „Walter-Henn-Förderpreis“ ausgelobte bilaterale Preis für Absolventen der Fachrichtung Architektur wird gemeinsam von beiden Verbänden getragen und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Peter Ramsauer.

Die Nominierungen für den BDA-SARP-Award erfolgten wie jedes Jahr durch die Hochschulen in Deutschland und Polen, die ihre besten Abschlussarbeiten der vergangenen zwei Semester einreichten. 20 ausgewählte Finalisten – elf deutsche (zwei Doppelarbeiten) und neun polnische Absolventen – kamen nun zu einem gemeinsamen dreitägigen Workshop in Warschau zusammen. Von deutscher Seite waren die TU München, die UdK Berlin, die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die Hochschule für Technik Stuttgart, die TU Dortmund, die Universität Stuttgart, die Leibniz Universität Hannover, die Fachhochschule Erfurt und die TU Darmstadt vertreten. Thema des Workshops war der Stadtbezirk Zoliborz im Norden Warschaus, für den in bilateralen Gruppen Entwicklungsperspektiven und -strategien erarbeitet wurden.

Abschließender Höhepunkt des Zusammentreffens war die Preisverleihung mit den Präsidenten von BDA und SARP, Michael Frielinghaus und Mariusz Ścisło, sowie Vertretern der Deutschen Botschaft in Warschau und des polnischen Ministeriums für Verkehr, Bau und maritimen Handel. Dabei wurde der mit 2.500 Euro dotierte BDA-SARP-Award – anders als in den vergangenen Jahren – an zwei Absolventen gemeinsam verliehen: Antonia Blaer (Universität Stuttgart) und Paweł Dadok (Universität Gliwice)  erhielten für ihre Abschlussarbeiten „h2eau“ und „Cityscreen“ jeweils die Hälfte der Preissumme. „h2eau“ führt die Tradition der Zusammenarbeit von Architekten und Ingenieuren zur Findung neuer architektonischer Formen fort und verbindet die komplexe Technik eines Wasserkraftwerks mit einer prägnanten Formensprache, die die gewaltigen Kräfte der Wassernutzung sinnlich erfahrbar macht.  So „schafft die Autorin eine beispielgebende Architektur, die zeigt, wie Orte des Alltags funktional-ästhetisch gestaltet werden können“, begründeten die Juroren Josef Hämmerl (Stuttgart), Ewa Kuryłowicz (Warschau), Jacek Lenart (Stettin), Matthias Schmidt (Weimar) und Piotr Szaroszyk (Warschau) ihre Wahl. „Cityscreen“ schlägt eine Lärmschutzwand in modularer Bauweise vor, die unterschiedliche städtische Funktionen wie Café, Bibliothek oder Räume für eine gemeinschaftliche Nutzung der Bewohner integriert. So erfährt die technische Infrastrukturmaßnahme eine funktionale Aufwertung, die mit gestalterischer Qualität verbunden ist. „Die vom Autor vorgeschlagene Lösung zeigt beispielhaft, wie für vernachlässigte und abgewertete Stadträume durch das Zusammenspiel von Architektur und Ingenieurwissenschaften ein Zukunftsanspruch formuliert werden kann“, so die Jury.

Außerdem ging eine mit 500 Euro dotierte Besondere Anerkennung an Matt Ceckiewicz (Universität der Künste Berlin) für seine Arbeit „Akustischer Hammam“ und eine weitere Anerkennung erhielt Jannic Schubert (Universität Dortmund) für Schülershof und Trödel in Halle an der Saale“.

Mirjam Thomann

Preisträger BDA-SARP-Award
h2eau, Antonia Blaer (Universität Stuttgart)
Cityscreen, Paweł Dadok (Universität Gliwice)

Besondere Anerkennung
Akustischer Hammam, Matt Ceckiewicz (Universität der Künste Berlin)

Anerkennung
Schülershof und Trödel in Halle an der Saale, Jannic Schubert (Universität Dortmund)

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