Schule von Hans Scharoun instandgesetzt

Einigermaßen gelungen

Zwischen 1956 und 1962 wurde das Mädchengymnasium in Lünen nach Plänen des Berliner Architekten Hans Scharoun gebaut. Gegenüber der Herz-Jesu-Kirche steht sie am Rande des historischen Kerns der westfälischen Stadt und ist so nicht nur architektonisch, sondern auch städtebaulich ein relevanter Baustein des Ortes. Seit 1985 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Wegen seiner räumlichen Konfiguration mit der – einem Rückgrat gleichenden – Pausenhalle und den Klassenräumen für die unterschiedlichen Jahrgänge schrieb das heutige Geschwister-Scholl-Schule Baugeschichte. Scharoun ist es hier geglückt, ein komplexes Gefüge exklusiver und inklusiver Nutzungen zu entwickeln, das „Teils Ort, teils Weg“ ist, so der Architekt. Neben der Philharmonie in Berlin und dem Wohnhaus Schminke im sächsischen Löbau betrachtete Hans Scharoun, einer Anekdote von Norbert Huse zufolge, den Schulbau einst selbst als „einigermaßen gelungen“.

In Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Architekturbüro Spital-Frenking +  Schwarz Architekten Stadtplaner BDA hat die Wüstenrot-Stiftung die Schule in den letzten Jahren saniert. Am 29. April wird der Bau mit einem feierlichen Festakt und einer anschließenden Fachveranstaltung eingeweiht.
Red.

Hans Scharoun, Geschwister-Scholl-Schule, Grundriss EG, Lünen 1956-1962

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