Deutscher Beitrag auf der 16. Architekturbiennale in Venedig

Freiraum und Grenzen

Am gestrigen Tage gab es die Berliner Mauer exakt genau so lange nicht mehr, wie sie die Stadt teilte, nämlich 28 Jahre, zwei Monate und 27 Tage lang. Der Einfluss dieser relativ kurzen Zeitspanne ist dennoch bis heute spürbar. Um die räumlichen und architektonischen Erscheinungen auf und an dem ehemaligen Grenzstreifen soll es auch im Deutschen Pavillon auf der 16. Architekturbiennale in Venedig 2018 gehen, die am 26. Mai unter dem Titel „Unbuilding Walls. Vom Todesstreifen zum freien Raum“ eröffnet wird. Die Kuratoren, zu denen Wolfram Putz, Lars Krückeberg und Thomas Willemeit von Graft sowie die ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler gehören, wollen damit „die Auswirkungen von Teilung und den Prozess der Heilung als dynamisches räumliches Phänomen“ untersuchen.

Axel-Springer-Campus, Abb.: OMA

Der Fokus der Ausstellung soll dabei jedoch nicht auf die innerdeutsche Teilung beschränkt sein. Neben dem Blick auf Projektbeispiele in Deutschland wie dem Axel-Springer-Neubau von OMA am ehemaligen Todesstreifen und dem Europa-Radweg Eiserner Vorhang ist derzeit ein Journalistenteam für „Unbuilding Walls“ unterwegs, das Grenzmauern in aller Welt besucht. Damit soll auch auf „gegenwärtige Debatten über Nationen, Protektionismus und Abgrenzung“ reagiert werden.

Die Architekturbiennale, die unter dem übergeordneten Thema „Freespace“ steht, läuft vom 26. Mai bis zum 25. November 2018 und wird von den irischen Architektinnen Shelley McNamara und Yvonne Farrell (Grafton Architects) kuratiert.

elp

Unbuilding Walls. Vom Todesstreifen zum freien Raum
26. Mai bis 25. November 2018
Öffnungszeiten: 10–18 Uhr, montags geschlossen
Pressekonferenz, Eröffnung und Fest des Deutschen Pavillons: 25. Mai 2018
Preview-Tage: 23. Mai – 25. Mai 2018

Deutscher Pavillon
16. Internationale Architekturausstellung 2018
La Biennale di Venezia
Giardini della Biennale
30122 Venedig, Italien

 

 


 

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