Umbau der Sihlpost in Zürich durch Max Dudler

Revitalisierte Moderne

Die Sihlpost gehört zu den Ikonen des Neuen Bauens in Zürich. Im Jahre 1929 wurde das Gebäude mit dem markanten Turm nach Entwürfen der Gebrüder Bräm fertiggestellt und beherbergt seitdem die Züricher Hauptpost und die Büroräume der Schweizerischen Bundesbahnen. Die von Ornament befreite, klare Formensprache des 123 Meter langen und sechs Geschosse umfassenden Bauwerks stellte dabei eine deutliche Abwendung von der Palazzo-ähnlichen Fraumünster-Post dar. Auch technikhistorisch ist der Bau bemerkenswert, denn hinter der Fassade verbirgt sich ein für die damalige Zeit recht neuartiges Eisenbetonskelett sowie unterzuglose Pilzdecken. Das Architekturbüro Max Dudler hat den Bau nun umfassend instandgesetzt.

Im Zuge der Erneuerung erhielt die Sihlpost weitere Eingänge, die sich als kubische Sichtbetonelemente vom Bestand abheben sowie Räumlichkeiten für Gastronomie und Ladenflächen an den Stirnseiten. Mit dem etwas dunkler gestrichenen Turm, der sich nun leider ein wenig zu deutlich vom Rest des Baus abhebt, sollte der gelbe Postschriftzug besser zur Geltung gebracht werden. Der Umbau der Sihlpost bildet dabei den Abschluss der Arbeiten Max Dudlers für den neuen Stadtteil Europaallee. Auf dem direkt an die Sihlpost anschließenden Gelände gestaltete Max Dudler das Gebäudeensemble der Pädagogischen Hochschule Zürich (2012) sowie in Zusammenarbeit mit David Chipperfield Architects und Gigon/Guyer vier Gebäude für die Großbank UBS (2013).

elp

Fotos: Stefan Müller

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