neu im club

Eismeer und Betonruine

Tanja Lincke, Architektin BDA, Tanja Lincke Architekten, Berlin Wer Tanja Lincke in ihrem Büro im Berliner Stadtteil Treptow-Köpenick besucht, begibt sich zunächst in ein etwas abgeschieden anmutendes Gebiet am südlichen Zipfel des Plänterwalds. Vom pulsierenden Leben Ber­lins ist hier wenig zu spüren, stattdessen liegt der Geruch von Waldboden und der nahgelegenen Spree in der Luft. Hinter einem großen Stahltor eröffnet … Mehr lesen

Symposium zu Candela, Isler und Müther an der ETH Zürich

Die Schalenbauer

Wie kaum eine andere Form hat der Betonschalenbau seit der Nachkriegszeit die Errungenschaften der modernen Architektur spektakulär in Szene gesetzt. Die Gesetze der Schwerkraft scheinen darin beinahe ausgehebelt. Als Meister dieser Konstruktionen gelten Félix Candela (1910–1997), Heinz Isler (1926–2009) und Ulrich Müther (1934–2007), deren Wirken in einem internationalen Symposium an der ETH Zürich untersucht werden soll. Die Kooperation mit der … Mehr lesen

Buch der Woche

Berliner Portraits

Berlin hat viele Gesichter: Kriegszerstörungen, Abriss und Neuplanungen, die Teilung in zwei politisch-gesellschaftliche Systeme, die Insellage Westberlins und eine beschleunigte Stadtentwicklung nach der Wende – alles hat hier spezielle Spuren hinterlassen. Die Komplexität der Stadt zu portraitieren, ist daher sicher kein ganz leichtes Unterfangen. Doch warum nicht Vielfalt durch vielfältige Perspektiven abbilden? Die drei jungen Architekten Lukas und Tobias Fink … Mehr lesen

IBA Thüringen revitalisiert Eiermannbau

Hotel Egon

„Ausgerechnet Apolda?!“, fragt die IBA Thüringen selbstironisch – nur um sich umso deutlicher zur mittelthüringischen Kreisstadt zu bekennen. Denn dort hat sie 2017 im sogenannten Eiermannbau ihre Geschäfts- stelle bezogen und entwickelt das Gebäude seitdem zu einem kreativen Zentrum, während in den Nachbarstädten Jena, Weimar und Erfurt die Räume knapp werden. Momentan fungiert der Eiermannbau gleichzeitig als Bürolandschaft, Ausstellungshalle und … Mehr lesen

Buch der Woche: Leipzig. Architektur und Städtebau 1945 – 1976

Visionen aus der Schublade

Neben Berlin gehörte Leipzig vor dem Zweiten Weltkrieg mit rund 700.000 Einwohnern nicht nur zu den größten Städten des Deutschen Reiches, sondern nahm als Standort von Messe, Industrie und einer Universität eine bedeutende Stellung im Land ein. Während es unmittelbar nach dem Krieg vornehmlich galt, die stark zerstörten Teile Leipzigs wiederaufzubauen, ging es danach auch zunehmend darum, baulich und stadträumlich … Mehr lesen

Soziale Auswirkungen des Massenwohnungsbaus

Keine Blaupause

Ingeborg Beer im Gespräch mit David Kasparek Dr. rer. pol. Ingeborg Beer ist Stadtsoziologin und betreibt seit 1992 das Büro für Stadtforschung und Sozialplanung in Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind schrumpfende und wachsende Städte, segregierte Quartiere, Migration und Demographie sowie Sozialraumorientierung. Sie hat verschiedene Landesprogramme evaluiert und Modellprojekte begleitet. Seit vielen Jahren widmet sie sich der Programmumsetzung Soziale Stadt und der … Mehr lesen

Ausstellung im Zentrum für Baukultur Sachsen

Leipzig ostmodern

Die Stadt Leipzig, die Ende der 1980er Jahre als Paradebeispiel für urbanen Verfall, Leerstand und Abriss galt, hat sich seit der Wende enorm gewandelt und entwickelte sich in den vergangenen Jahren sogar zur „Boomtown des Ostens“. Doch liegt die Qualität der Leipziger Architektur längst nicht nur in dem großen Bestand an Gründerzeitarchitektur, die mittlerweile nahezu flächendeckend renoviert wurde, sondern auch … Mehr lesen

Buch der Woche: Unbuilding Walls

Materialsammlung

Mauern können Umfriedung sein, Schutz vor dem Unbill der Umgebung bieten, das eigene Hab und Gut umhegen. Aber sie können auch Gefängnis sein für all jene, die nicht im Stande sind, sie zu überwinden. Ein solches war die Mauer, die Deutschland ab dem 13. August 1961 bis zu ihrer Öffnung 28 Jahre später trennte. Am 6. Februar dieses Jahres war … Mehr lesen

Elina Potratz

Bauhaus Archäologie

Das Bauforschungsarchiv in Dessau Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die teilzerstörte ikonische Stahl-Glas-Vorhangfassade des Bauhausgebäudes in Dessau durch eine kasernenartige Lochfassade ersetzt. Erst in den 1960er und 1970er Jahren wurde der Bau saniert und damit stückweise in das ursprüngliche transparente Erscheinungsbild zurückversetzt. Bei diesen, auf das äußere Bild fixierten Umbauten wurde jedoch auch ein beachtlicher Teil der noch erhaltenen Original-Substanz … Mehr lesen

Ausstellung im DAZ Berlin

ehrlichmonument

Am 7. Juni eröffnet im Deutschen Architektur Zentrum DAZ die Ausstellung „ehrlichmonument“. Anhand des Werks und Lebens des Bauhaus-Schülers, Architekten und Designers Franz Ehrlich (1907-1984) soll dabei das Verhältnis zwischen Politik und Gestaltung beleuchtet werden. Ehrlich studierte und arbeitete von 1927 bis 1930 am Bauhaus in Dessau und war bestrebt, durch sein Wirken „am Aufbau einer neuen Gesellschaft mitarbeiten“. Während … Mehr lesen