Buch der Woche

Baukunst im Archiv

Neben Gebautem gibt es Vieles, was Architekten ihrer Nachwelt an materiellen Hinterlassenschaften vermachen. Hierzu zählen Zeichnungen, Modelle, Fotografien und schriftliche Dokumente. Die Akademie der Künste in Berlin hat in einem Zeitraum von etwa 1770 bis heute zahlreiche Nachlässe und Sammlungen zur Baukunst archiviert, unter den Stiftern tummeln sich dabei viele prominente Figuren der Architekturhistorie. Hierzu zählen etwa Adolf Loos, Ludwig … Mehr lesen

kritischer raum

Ein Architektur-Erlebnis

Der Umbau der St.-Agnes-Kirche von Brandlhuber+ Emde, Burlon, Berlin, 2012–2015 (Sanierung und Ausführung: Riegler Riewe Architekten) St. Agnes war ein katholisches Gemeindezentrum in der Alexandrinenstraße in Berlin-Kreuzberg, das nach Plänen von Werner Düttmann zwischen 1964 und 1967 entstand. 2005 gab die Gemeinde angesichts der rückläufigen Zahl der Gemeindemitglieder die Anlage auf.  Zwischenzeitlich mietete eine evangelische Freikirche die Räume für ihre … Mehr lesen

Regine Leibinger im Gespräch mit Juliane Richter und David Kasparek

Geheimnis im Innern

Prof. Dipl. Ing. Regine Leibinger (*1963) studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin und an der Harvard University. 1993 gründete sie mit Frank Barkow das Büro Barkow Leibinger in Berlin mit den Schwerpunkten öffentliche Bauten, Bürogebäude sowie Bauten für Produktion, Logistik und Verwaltung. Regine Leibinger lehrte unter anderem an der Architectural Association in London und der Harvard University. Seit 2006 … Mehr lesen

Radikal Modern in der Berlinischen Galerie

Von der Auto-Imme zum rollenden Gehsteig

„Denn meine Gedanken, zerreißen die Schranken und Mauern entzwei, die Gedanken sind frei!“ Als Ernst Reuter 1948, auf dem Höhepunkt der Berliner Blockade, seine Rede hielt mit der Forderung, die Stadt nicht aufzugeben, erschallte aus der Menge spontan genau dieses Volkslied. Auch wenn die Mauer die Stadt später teilte, Austausch und Wissenstransfer innerhalb der beiden Stadthälften und nach außen gab … Mehr lesen

Diskussion über postmoderne Architektur im DAZ

Neubewertung?

In der Architekturgeschichte gibt es die Theorie von der ungeliebten Vorgeneration. Grob gesprochen besagt sie, dass Bauten, die in der Zeit der eigenen Sozialisation prägend und neu waren, von den aktuell Bautätigen im besten Fall ignoriert, im schlimmsten Fall aber gehasst werden. Erst eine Generation später wird diese verunglimpfte Phase des Bauschaffens einer Revision unterzogen. Neben dem Brutalismus der späten … Mehr lesen

Max Dudler im Gespräch mit David Kasparek

Zeitlose Gebäude schaffen

Von Fugen, Platten und der europäischen Stadt David Kasparek: Durch Krieg und Kahlschlagsanierungen mangelt es den deutschen Städten nicht an Bauten aus der Nachkriegszeit… Max Dudler: Große Teile der deutschen Infrastruktur stammen aus dieser Zeit. Diese wirtschaftliche und technische Leistung ist beeindruckend, aber es ist auch richtig, dass die jahrelang andauernde Kahlschlagsanierung fast noch verheerender war als der Krieg selbst. … Mehr lesen

Zum geplanten Umbau der Kirche St. Agnes in Berlin

Ein großer Wurf?

Bereits Ende September  fand in dem von Werner Düttmann entworfenen Kirchengemeindezentrum St. Agnes in Berlin-Kreuzberg eine Veranstaltung der Architekturzeitschrift Arch+ statt – die Reihe Arch+features stellt regelmäßig junge Architekturbüros und ihre Arbeit vor. In der Alexandrinenstraße sollte es – allerdings zum Unmut einiger Anwesender – vor allem um die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift gehen, wozu die Berliner Architekten Arno Brandlhuber, … Mehr lesen