Die Architekt 25/3

Globale Wanderschaften II

 Städte zwischen Ankunft und Aufbruch Zehn Jahre nach unserer Ausgabe „Globale Wanderschaften. Migration, Flucht und Stadt“ (2 / 2015) ist das Thema unvermindert aktuell. Die gesellschaftliche und politische Dringlichkeit, Migration und ihre Wechselwirkung mit Stadt und Architektur differenziert zu betrachten, hat sogar deutlich zugenommen. Entscheidend ist dabei: Migration ist kein klar abgrenzbares Phänomen und keine einheitliche Bewegung. In der teilweise emotional aufgeladenen … Mehr lesen

Editorial

Wohnraum für Zusammenhalt

Die Erhöhung der Miete gehört Umfragen zufolge zu den größten Ängsten hierzulande(1) – das ist verständlich, schließlich fließt meist ein beachtlicher Anteil des Einkommens in die Wohn- und Nebenkosten. Und: Alle müssen wohnen, diesem Bedürfnis kann niemand ausweichen. Die Sorge um die Mietsituation hat jedoch nicht nur Einfluss auf die Lebenszufriedenheit, sondern könnte auch politische Auswirkungen haben: Eine Studie deutet … Mehr lesen

Buch der Woche: Two Sides of the Border

Linien kreuzen

An der Grenze entstehen die Konflikte – aber eigentlich reiche die Beziehung zwischen Mexiko und den USA doch viel weiter ins jeweilige Landesinnere. Das Konzept der Linie, der politischen Grenze tauge also nicht als Ausgangspunkt, um das alltägliche Netzwerk aus Menschen, Handel, Kultur, Bildung, Arbeit, Nahrung, Geld, Infrastruktur und Familie erfassen zu können. Im Grunde handle es sich doch um … Mehr lesen

Soziale Auswirkungen des Massenwohnungsbaus

Keine Blaupause

Ingeborg Beer im Gespräch mit David Kasparek Dr. rer. pol. Ingeborg Beer ist Stadtsoziologin und betreibt seit 1992 das Büro für Stadtforschung und Sozialplanung in Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind schrumpfende und wachsende Städte, segregierte Quartiere, Migration und Demographie sowie Sozialraumorientierung. Sie hat verschiedene Landesprogramme evaluiert und Modellprojekte begleitet. Seit vielen Jahren widmet sie sich der Programmumsetzung Soziale Stadt und der … Mehr lesen

kritischer raum

Fiktive Harmonie

Das DomRömer-Quartier in Frankfurt von verschiedenen Architekten, 2009–2018 1994 verkaufte die Stadt Frankfurt ihr Technisches Rathaus, das an der Stelle der 1944 zerstörten Altstadt errichtet wurde, an eine Tochter der Deutschen Bank für 148 Millionen Mark. In einer Klausel wurde vereinbart, dass die Kommune das Gebäude nach zwölf Jahren für 136 Millionen Mark zurückkaufen könne. Unterdes hatte die Stadt jährlich … Mehr lesen

Ausstellung „African Mobilities“ im Architekturmuseum der TU München

Keine Flüchtlingscamps

Das Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne zeigt ab dem 26. April die Ausstellung „African Mobilities. This Is Not a Refugee Camp Exhibition“ und setzt damit zum wiederholten Male einen Fokus auf den afrikanischen Kontinent. Zuletzt 2016 zeigte das Museum zum Beispiel die Ausstellung „Francis Kéré. Radically Simple“. Die aktuelle Schau ist in Zusammenarbeit mit der University … Mehr lesen

Spaziergänge mit Heiner Farwick

Zwischen Brücken

Für das folgende Gespräch haben sich Heiner Farwick, Präsident des BDA, und der Chefredakteur dieser Zeitschrift, Andreas Denk, in Frankfurt getroffen. Zwischen Friedensbrücke und Untermainbrücke entspann sich zwischen den beiden am Ufer des Mains ein Dialog über politische Positionen des BDA. Die Debatte darüber wird auch den nächsten BDA-Tag in Hamburg prägen. Andreas Denk: Nicht nur beim BDA-Tag, sondern auch … Mehr lesen

kern und these

Wohnen umfassend denken

Als sich im Herbst 2015 die Situation in Deutschland aufgrund der hohen Zahl Geflüchteter zugespitzt hatte, wurde auch der Blick auf den Wohnungsmarkt geschärft. Doch die Lage dort war schon vorher aus der Balance geraten, es wurde nur intensiver wahrgenommen, was lange absehbar war. So finden wir uns im Herbst 2017, nachdem sich die Zahl der Geflüchteten, die bei uns … Mehr lesen

Andreas Feldtkeller im Gespräch mit Christian Holl

Es wurde zu wenig experimentiert

Andreas Feldtkeller, 1932 in Berlin geboren, studierte Architektur an der TH Stuttgart und der TU Berlin. Er war im Bereich von Planung, Forschung und Lehre in Stuttgart, Köln und Kingston-upon-Thames tätig. Von 1963 bis 1969 war Feldtkeller Mitarbeiter bei der regionalen Planungsgemeinschaft der Region Neckar-Alb, bevor er 1969 bei der Stadt Tübingen als Planer angestellt wurde. Dort leitete er von … Mehr lesen

der architekt 1/17

glaube, liebe, hoffnung

empathie als grundlage der gesellschaft und ihrer architektur In Beiträgen von Annette Rudolph-Cleff, Barbara Eifert, Andreas Denk, Thorsten Nolting, Simon Runkel, Alberto Pérez-Gómez und Harald Welzer widmet sich das Heft der Tatsache, dass technisch-bauliche Lösungen allein nicht ausreichen werden, um unsere Kommunen und ländlichen Strukturen in dem Maße umzubauen, wie es der nicht mehr aufzuhaltende Klimawandel, die auch daraus resultierenden … Mehr lesen