Buch der Woche

Alte Fragen – Neue Heimat

Das gemeinnützige Wohnbauunternehmen „Neue Heimat“ hat wie kein anderes den Wohn- und Städtebau der Nachkriegszeit bis in die 1980er Jahre hinein beeinflusst. Wenngleich man die städtebaulichen und architektonischen Ideale, die der wegweisende Immobilienkonzern verfolgte, heute mitunter kritisch betrachtet und auch der Untergang der Neuen Heimat 1987 ein Scheitern auf vielen Ebenen darstellte, möchte Michael Mönninger in seiner Publikation „Neue Heime … Mehr lesen

Buch der Woche: Neuperlach ist schön

Platten-Potential

„Neuperlach ist schön“ – wie zur stolzen Bestätigung dieses Titel-Statements wirkt die 700 Seiten starke und gefühlt fünf Kilo schwere Publikation wie eine Papier gewordene Manifestation besagter Münchner Großwohnsiedlung. Doch auch der Inhalt des Buches zeigt: Optimismus gegenüber der Weiterentwicklung von Plattenbauquartieren ist angesichts des Wohnungsmangels nicht nur notwendig, sondern bringt auch enormes entwerferisches Potential mit sich. Der monumentale Band, … Mehr lesen

Ausstellung im Zentrum für Baukultur Sachsen

Leipzig ostmodern

Die Stadt Leipzig, die Ende der 1980er Jahre als Paradebeispiel für urbanen Verfall, Leerstand und Abriss galt, hat sich seit der Wende enorm gewandelt und entwickelte sich in den vergangenen Jahren sogar zur „Boomtown des Ostens“. Doch liegt die Qualität der Leipziger Architektur längst nicht nur in dem großen Bestand an Gründerzeitarchitektur, die mittlerweile nahezu flächendeckend renoviert wurde, sondern auch … Mehr lesen

Projekt der TU München zu Großsiedlung

Neuperlach ist schön!

Die Großwohnsiedlung Neuperlach im Südosten Münchens ist landläufig nicht unbedingt für ihre Schönheit bekannt, sondern oftmals mit negativen Klischees und Vorurteilen beladen. Viele verbinden Kriminalität und Monotonie mit dem Stadtteil, der zur Entlastung der schwierigen Wohnungssituation in München seit Ende der 1960er Jahre gebaut wurde. Ein Forschungsprojekt der TU München präsentiert nun am 12. Dezember zum 50. Geburtstag der „Entlastungsstadt“ … Mehr lesen

Ausstellung und Diskussion über Wohnbauten in Erfurt

Böse Platte und besorgte Burger

Als Barbara Hendricks 2017 als amtierende Bundesbauministerin den aktuellen Bericht über die Wohnungswirtschaft vorstellte, konstatierte sie: „Bis 2020 benötigen wir mindestens 350.000 neue Wohnungen pro Jahr.“ Soweit, so richtig. Was dann folgte, ließ viele aufhorchen. Hendricks führt nämlich aus: „Serielles Bauen kann einen Beitrag zum bezahlbaren Wohnen leisten und sollte daher forciert werden.“ Viele witterten ein „Revival der Platte“ und … Mehr lesen

Buch der Woche: Vom Leben in Großwohnsiedlungen

Tatsachen aus Beton

Die Großwohnsiedlung Grünau in Leipzig, die in den 1970er und 1980er Jahren errichtet wurde, gehört zu den größten Plattenbaukomplexen der ehemaligen DDR und kämpfte, wie viele ihrer Art, seit den 1990er Jahren mit stetig sinkenden Einwohnerzahlen und steigendem Altersdurchschnitt. Erst seit dem vor wenigen Jahren beginnenden Leipzig-Boom kann der Stadtteil wieder leichten Zuwachs verzeichnen. Nach dem Abriss einiger Bauten des … Mehr lesen

Leben in der Großwohnsiedlung: Buchpräsentation in Leipzig

Raster Beton

Die Großwohnsiedlungen der sechziger und siebziger Jahre sind angesichts von Migration, fehlendem Wohnraum und steigenden Mieten wieder stärker ins Blickfeld gerückt. Ausgehend vom Festival Raster Beton, das im Sommer 2016 im Leipziger Plattenbauviertel Grünau stattfand, erscheint nun eine Publikation, die sich den groß angelegten Wohnsiedlungen aus aktueller und historischer Perspektive nähert und zugleich eine Reflexion des mehrwöchigen Festivals darstellt. Die … Mehr lesen

Kunstprojekt in München Hasenbergl

Weg vom Stigma

Die Großwohnsiedlungen der Nachkriegsmoderne leiden oftmals nicht nur unter tatsächlichen sozialen und infrastrukturellen Problemen, sondern auch unter ihrer Stigmatisierung innerhalb der jeweiligen Stadtbevölkerung, die viele Schwierigkeiten fördern und zementieren kann. So erging es beispielsweise dem Münchener Stadtviertel Hasenbergl, das trotz zahlreicher zufriedener Bewohner bis heute mit einem sehr schlechten Ruf zu kämpfen hat. Im Rahmen eines Kunstprojekts von Pia Lanzinger … Mehr lesen

Festival in Leipzig-Grünau

Kunst im und am Plattenbau

Leipzig wächst, Mieten steigen, Wohnraum wird knapper. Wie in vielen ehemaligen DDR- Städten rückt der Fokus auf die Großwohnsiedlungen, auch Plattenbausiedlung oder „Platte“ genannt. Die Idee entsprang der Moderne – und die als Tafelbauweise bekannt gewordene Konstruktionsmethode wurde durch den Wohnungsmangel der Nachkriegszeit schnell zum Patentrezept. Entgegen dem klassisch europäischen Stadtwachstum wurden diese Großwohnsiedlungen vielerorts großmaßstäblich aus dem Boden gestampft. … Mehr lesen

Ausstellung „Low Tech High Rise" in Berlin

Neue Höhen

Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) ist in den Bezirken Friedrichshain und Mitte der größte städtische Immobilienverwalter. Ein Großteil ihrer Bestände sind Plattenbauten aus DDR-Zeiten, den sie in der wachsenden Stadt Berlin mittlerweile auch immer besser an den Mann beziehungsweise die Frau bekommen können. Zur Vermarktung betreibt sie seit einiger Zeit das lesenswerte Portal „Jeder QM Du“, mit Geschichten, Hintergründen, Sanierungsbeispielen und … Mehr lesen