Buch der Woche: Frank Geiser – Hauptwerke 1955–2015

Geschlossener Kreis

Frank Geiser ist außerhalb seiner Geburtsstadt nur wenigen bekannt. Dennoch muss der 1935 in Bern geborene Architekt zu den Großen der an guten Architekten reichen Schweiz gezählt werden. Konrad Tobler, bis 2007 Kulturredakteur der Berner Zeitung, wo er ab 2000 das Kulturressorts leitete, macht diesen Umstand mit dem Buch „Frank Geiser. Architekt – Hauptwerke 1955–2015“ deutlich, das Ende des letzten … Mehr lesen

Buch der Woche: Staab Architekten. Verwandte Unikate

Annäherung an die Unschärfe

Veröffentlicht ein praktizierendes Architekturbüro eine Werkschau, so muss es sich die Frage nach dem Warum gefallen lassen. Offenbar geht es ja um etwas anderes, als eine monografische Retrospektive nach Beendigung der aktiven Tätigkeit, die als publizistischer Schlussstein eines gebauten Werks begriffen werden könnte. Eine Art reflexive Selbstvergewisserung der eigenen Produktivität könnte ein solcher Grund sein, oder aber eine Form von … Mehr lesen

Talk mit Löser Lott Architekten im DAZ

Drachen und Wälder

Am 20. Januar findet im DAZ-Glashaus der nächste Talk der gemeinsam von DAZ und der architekt ausgerichteten Reihe „neu im club“ statt. Zu Gast sind die Partner des Büros Löser Lott Architekten. Die Arbeit des Berliner Büros wird geprägt durch zwei Sinnbilder: Drachen und Wälder. Katharina Löser (*1981) und Johannes Lott (*1980), die seit 2011 im gemeinsamen Büro arbeiten, sehen dabei … Mehr lesen

Buch der Woche: Eine Werkschau von Helmut Jahn

Viertlböck, Betsky, Jahn

Über die Qualitäten postmoderner Architektur wurde in letzten Monaten viel geschrieben. Eine Art Wiederentdeckung dieser Epoche mit fast begeisterten Freudenbekundungen vor allem jüngerer Architekten und Architekturinteressierter fand in der jüngsten Vergangenheit statt, die letztes Jahr ihren vorläufigen Höhepunkt in der Ausstellung „MISSION: POSTMODERN – Heinrich Klotz und die Wunderkammer DAM“ im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt fand. Begleitet wird das Phänomen … Mehr lesen

neu im club

Die Welt verbessern im Kleinen

Filip Nosek, Architekt BDA, A2F Architekten, Berlin/Reykjavik David Kasparek: Filip Nosek, Ihr Büro, das Sie gemeinsam mit Aðalheiður Atladóttir und Falk Krüger führen, hat zwei Standorte: in Berlin und Reykjavik auf Island. Wie und wann kam es zu diesem Zusammenschluss? Filip Nosek:  Wir haben unser Büro nicht direkt nach dem Studium gegründet. Unmittelbar nach dem Diplom 2004 sind die meisten … Mehr lesen

Buch der Woche: Architektur und Du

Ein Kumpeltyp

2005 gründeten Silvia Schellenberg-Thaut und Sebastian Thaut ihr eigenes Architekturbüro „Atelier ST“ in Leipzig. Im Prinzip unmittelbar nach dem Studium, ausgestattet mit nur einem Mindestmaß an Berufserfahrung und dem unbedingten Willen, gute Architektur zu machen und dafür im Notfall die eine oder andere Praxiserfahrung auf eigene Faust und in eigener Verantwortung zu sammeln. Wie so viele selbständige Architekten vor ihnen, … Mehr lesen

David Adjaye im Haus der Kunst

Beobachtung und Empathie

Das Wichtigste für die Arbeit eines Architekten, so David Adjaye in einem Interview mit der New York Times, sei die Beobachtung. „Wenn wir uns den Ort, an dem wir bauen wollen, nicht genau anschauen, agieren wir in einem Vakuum.“ Betrachtet man die über fünfzig realisierten Wohnhäuser, Schulen, Fabriken, Bibliotheken und Museen des jungen Architekten, wird schnell klar, dass David Adjaye … Mehr lesen

Buch der Woche: Die LRO-Werkschau

Rundum gelungen

„Denn die Baukunst knüpft an Gefühle und Gewohnheiten an, die ununterbrochen von den schon bestehenden Bauwerken, die ja Jahrtausenden angehören, beeinflusst werden.“ Mit diesem Zitat Adolf Loos´ aus dessen Buch ‚Warum Architektur keine Kunst ist – Fundamentales über scheinbar Funktionales‘ macht die wunderbare Publikation ‚Lederer Ragnarsdóttir Oei 1‘ auf. In ihrem einleitenden Text legen Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir und Marc … Mehr lesen