BDA Baden-Württemberg: Hugo-Häring-Landespreis vergeben

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Der BDA Baden-Württemberg verleiht seinen Landespreis in diesem Jahr an neun Gebäude. Die Jury zeichnete die folgenden Projekte mit dem 17. Hugo-Häring-Landespreis aus: die evangelische Grundschule mit Sporthalle in Karlsruhe von wulf architekten (Freie Architekten BDA, Stuttgart), die Kita „KinderUniversum“ des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) von Bruno Fioretti Marquez Architekten (Berlin), Neubau und Sanierung von Theater und Orchester in Heidelberg von Waechter + Waechter Architekten BDA (Darmstadt), das Besucherzentrum am Heidelberger Schloß  von Max Dudler (Zürich/Berlin), das Bischöfliche Ordinariat in Rottenburg a.N. sowie der Hospitalhof in Stuttgart von LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei (Stuttgart), das Mannheimer Wohn- und Geschäftshaus Edition Panorama von Beat Consoni (Architekt BSA SIA/St. Gallen, Schweiz), das Haus F in Esslingen, das Finckh Architekten BDA (Stuttgart) für die eigene Familie errichteten und der Umbau sowie Sanierung des Wohnhauses WZ2 in Ludwigsburg von bernd zimmermann _ architekten BDA (Ludwigsburg).

Dem Preisgericht, dem neben dem österreichischen Architekten Gernot Hertl (Steyr) auch Ina Laux (Architektin BDA, München), Wolfgang Lorch (Architekt BDA, Saarbrücken), Hubertus Adam (Direktor Schweizerisches Architekturmuseum, Basel) und Meinhard Jenne (Jazzmusiker, Stuttgart) angehörten, fiel die Wahl aus der Vielzahl der nominierten Arbeiten sichtlich schwer, wie aus einer der Auszeichnung vorgeschalteten Präambel hervorgeht: „Aus 142 nominierten Arbeiten Kriterien für die Preisvergabe zu entwickeln, darin bestand ein wichtiger Teil der Diskussion innerhalb der Jury. Der Gedanke von nach Bauaufgaben differenzierten Spartenpreisen wurde dabei verworfen; anhand der jeweiligen Arbeit war zu diskutieren, was das Projekt bezogen auf die jeweilige Aufgabe herausragend und wegweisend macht.“

Auch wenn seit geraumer Zeit viel von einer „Renaissance des Wohnungsbaus“ gesprochen würde, sei doch unter den nominierten Wohnbauten die Dominanz von Häusern auffällig, „…bei denen der Architekt in Personalunion auch als Bauherr fungiert.“ Kaum vertreten seien indes Beispiele zukünftiger Wohn- und Lebensformen gewesen, die neue Wohntypologien eines verdichteten, kostengünstigen und innerstädtischen Wohnens abbilden würden. Daneben sei zu konstatieren, so die Preisrichter weiter, „…dass trotz der Vielzahl von öffentlichen Bauaufgaben sowie Industrie- und Gewerbebauten und auch von Forschungseinrichtungen kein nominiertes Projekt die Mehrheit der Jury auf sich vereinen konnte.“

Schließlich sei so eine große Zahl von kulturellen Bauaufgaben ausgezeichnet worden, die die Jury – bezogen auf die Spezifika der Lösung – als preiswürdig erachtet. „Offensichtlich,“ so der Tenor, „bietet der Sektor der Kultur einen Freiraum, in dem architektonische Qualität besonders gut gedeiht. Möglicherweise spiegelt sich darin der vorgeschaltete Selektionsprozess mit dem Mittel des Wettbewerbs – und das Fehlen dessen in den anderen Bereichen.“

Der Hugo-Häring-Landespreis wird seit 1969 im Abstand von drei Jahren vom BDA Baden-Württemberg an Architekten und Bauherren für ihr gemeinsames Werk verliehen. Die Verleihung findet am 9. Oktober um 19 Uhr im „Tollhaus“ in Karlsruhe statt. Zur Preisverleihung erscheint der 11. Band der Reihe „Architektur in Baden-Württemberg“, in dem alle 142 ausgezeichneten Bauwerke dokumentiert sind. Die Hugo-Häring-Landespreise und alle nominierten Bauwerke sind zudem auf der Website des BDA Baden-Württemberg zu sehen

Dka

Fotos: Brigida González/Gudrun T. de Maddalena/Dirk Altenkirch/Roland Halbe/Marc

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