Buch der Woche: Umbaukultur - Für eine Architektur des Veränderns

Was Bestand hat

Mit ihrem wachsenden Ressourcenverbrauch und stetig steigenden CO2-Emissionen ist die Bauindustrie zu einem ökologischen Problemfall geworden. Ein zukunftsgerichtetes Bauen bedarf daher innovativer Technologien und kreativer Lösungsansätze genauso wie einer (Rück-)Besinnung auf ressourcenschonendere Baupraktiken. Damit einher geht auch die Frage nach dem Potenzial unserer Städte, den dort in Bauwerken gebundenen Rohstoffen und dem Energieeinsparpotenzial bei Aktivierung von Leerständen. In ihrem Buch … Mehr lesen

Buch der Woche: Architektur – gezeichnet

Welch ein Aufriss

Klaus Jan Philipp, seit 2008 Leiter des Instituts für Architekturgeschichte an der Universität Stuttgart, hat spätestens mit der im gleichen Jahr in der Galerie Stihl in Waiblingen eröffneten – und gemeinsam mit seiner Frau Susanne Grötz kuratierten – Ausstellung „Faszination Architekturzeichnung“ unter Beweis gestellt, dass er ein besonderer Kenner architektonischer Zeichnungen ist. Im Vorwort des nun im Birkhäuser Verlag erschienenen … Mehr lesen

Upcycling Notre-Dame

Spoliation und Assemblage

von Daniel Stockhammer Angesichts einer stetig wachsenden Umwelt- und Klimaproblematik wird der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen dieser Welt zwar diskutiert, im Zentrum steht jedoch deren materieller Erhalt und viel weniger die Wiederverwendung nicht reproduzierbarer, kultureller Ressourcen. In der Architektur aber kann Recycling nicht auf Atome reduziert werden, denn in Baurestmassen sind gleichsam stoffliche wie immaterielle Werte eingeschrieben.(1) Wiederverwendung im … Mehr lesen

Der Schocken-Warenhauskonzern

„Bauhausstil“ in Sachsen

Bis zum 11. Juli 2020 ist im Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) die Ausstellung des Deutschen Werkbund Sachsen zum Leben und Werk des Architekten Bernhard Sturzkopf zu sehen. Mit der Planung der Schocken-Warenhäuser in Crimmitschau (1928) und Oelsnitz, Erzgebirge (1929) prägte Sturzkopf den Einfluss des Bauhauses im Sachsen der 1920er Jahre maßgeblich mit. Insgesamt befinden sich drei Kaufhäuser des Schocken-Konzerns … Mehr lesen

Buch der Woche: Mies van der Rohe – ein visionärer Architekt

Frauenheld, Trinker, Architekt

Agustín Ferrer Casas hat nach eigenem Bekunden seit seiner Kindheit Comics gezeichnet und an Wettbewerben teilgenommen. Irgendwer muss dem jungen Agustín aber wohl eines Tages eingeflüstert haben, lieber „etwas ordentliches“ zu lernen, sodass der in Pamplona geborene Casas Architektur studiert, als Architekt arbeitet und dieses Fach schließlich auch an der Universität von Navarra unterrichtet. Das Comiczeichnen hat er dennoch nicht … Mehr lesen

Buch der Woche: Max Bächer

Auf den Spuren des Königsmachers

Etwas mehr als fünfzig Meter misst jene Betonbrüstung, die die zunächst flach ansteigende, dann steile Treppe vom Erdgeschoss hinauf in den zweiten Stock und um das Atrium des Architekturgebäudes der TU Darmstadt herum, begleitet. Max Bächer lehrte hier von 1964 bis 1994 Entwerfen und Raumgestaltung. Anfang 2019, 25 Jahre nach seiner Emeritierung, haben Studierende der Kunstgeschichte sowie der Curatorial Studies … Mehr lesen

Buch der Woche

Berliner Portraits

Berlin hat viele Gesichter: Kriegszerstörungen, Abriss und Neuplanungen, die Teilung in zwei politisch-gesellschaftliche Systeme, die Insellage Westberlins und eine beschleunigte Stadtentwicklung nach der Wende – alles hat hier spezielle Spuren hinterlassen. Die Komplexität der Stadt zu portraitieren, ist daher sicher kein ganz leichtes Unterfangen. Doch warum nicht Vielfalt durch vielfältige Perspektiven abbilden? Die drei jungen Architekten Lukas und Tobias Fink … Mehr lesen

Architekturgeschichtliches Kolloquium an der FU Berlin

Kunstwerk im Klimawandel

An der Freien Universität Berlin findet diesen Winter wieder das „Architekturgeschichtliche Kolloquium“ statt, bei dem verschiedene Themen und Fragestellungen der Architekturgeschichte durch Forschende vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden sollen. Die Vorträge richten sich sowohl an die interessierte Öffentlichkeit als auch an ein Fachpublikum, das einen Einblick in die Untersuchungsbereiche der Kollegen und Kolleginnen gewinnen möchte. Beim ersten Vortrag am 22. … Mehr lesen

Buch der Woche: Leipzig. Architektur und Städtebau 1945 – 1976

Visionen aus der Schublade

Neben Berlin gehörte Leipzig vor dem Zweiten Weltkrieg mit rund 700.000 Einwohnern nicht nur zu den größten Städten des Deutschen Reiches, sondern nahm als Standort von Messe, Industrie und einer Universität eine bedeutende Stellung im Land ein. Während es unmittelbar nach dem Krieg vornehmlich galt, die stark zerstörten Teile Leipzigs wiederaufzubauen, ging es danach auch zunehmend darum, baulich und stadträumlich … Mehr lesen

Ausstellung im Museum für Architekturzeichnung

Geschichte der Weltarchitektur

Sir John Soane (1753 – 1837) prägte mit seinen Vorlesungen an der Royal Academy of Arts das architekturhistorische Verständnis einer ganzen Architektengeneration der Regency-Zeit. Entscheidend war dabei nicht nur sein Wort, sondern auch seine dabei eingesetzten großformatigen Illustrationen, die er von seinen Schülern in mühevoller und kostspieliger Arbeit erstellen ließ. Von den über 1000 Vorlesungsbildern wurde für die kommende Ausstellung … Mehr lesen